Am 6. März feiert die Alpenkonvention bereits ihr zehnjähriges Jubiläum. Das internationale Übereinkommen zum Schutz des schwindenen Naturraums der Alpen und zur nachhaltigen Förderung dessen wurde 1991 von den Alpenstaaten auf der Grundlage von Überlegungen der ersten Alpenkonferenz 1989 ins Leben gerufen.
Neben Maßnahmen zum Naturschutz setzte sich die Alpenkonvention ferner auch die Berücksichtigung und Umsetzung der wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der in den Alpen einheimischen Bevölkerung zum Ziel.
Vorsitz der Alpenkonvention in Innsbruck
Seit der Gründung wird der Vorsitz in der Regel alle zwei Jahre auf ein anderes Mitgliedland der Konvention übertragen - für die Jahre 2005 und 2006 liegt er in österreichischer Hand.
So befindet sich das Büro des Vorsitzes nun seit dem 1. Februar 2005 in Innsbruck, da Österreich auf der letzten Alpenkonferenz im November 2004 offiziell den Vorsitz von Deutschland übernommen hat.
Aktueller Stand der Arbeit
Im Moment ist der österreichische Vorsitz dabei, der Arbeit der nächsten zwei Jahre Konturen zu geben.
Im Januar wurde mit dem Raumordnungsprogramm "Seilbahn- und Skigebietsprogramm 2005" bereits ein bedeutsames Projekt zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums durch die Tiroler Landesregierung beschlossen. Durch eine Unterschriftenaktion versucht der Österreichische Alpenverein hingegen, ein im Entwurf stehendes Raumordnungsprogramm zur Erschließung neuer Gletscher vor der Unterzeichnung durch die Landesregiereung zu stoppen, da es gegen die Prinzipien der Alpenkonvention spricht.
Partnerschaftsunterzeichnung mit VIA ALPINA
Am 09.02.2005 unterzeichneten Dr. Ernst Strasser, Präsident der VIA ALPINA und Noel Lebel, Generalsekretär a.i. der Alpenkonvention in Innsbruck das so genannte "Memorandum of Understanding". Durch die gemeinsame Arbeit der beiden Organisationen soll die Wettbewerbsfähigkeit des naturnahen bzw. "sanften" Tourismus gestärkt werden.
Die VIA ALPINA ist ein die gesamten Alpen umspannendes Wanderwegenetz von insgesamt 5000 Kilometern Umfang. Die Wege laufen entlang zahlreicher Natur- und Kulturstätten; am Ende einer Etappe werden Unterkünfte, Verpflegung und Dienstleistungen geboten. Durch die Vernetzung beider Organisationen sollen nun weitere Synergieeffekte geschaffen werden.
Ausführliche Infos zum Thema im Newsletter des Alpenvereins
Den Newsletter der Alpenkonvention, der zu den hier genannten Ausführungen noch vertiefende Informationen und weitere Themen enthält, finden sie in der angehängten PDF Datei. Darin befinden sich auch Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, zum Beispiel mit dem Büro des Vorsitzes der Alpenkonvention oder mit der VIA ALPINA Kooperation Österreichs.
Alle Ausgaben des Newsletters sind auch auf der Homepage des Österreichischen Alpenvereins unter www.alpenverein.or.at zu finden.
Quelle:
Für den Inhalt des Newsletters verantwortlich:
Oesterreichischer Alpenverein,
Fachabt. Raumplanung-Naturschutz,
Wilhelm-Greil-Str. 15, 6010 Innsbruck,
Tel.: ++43(0)512/595 47-27
Fax: ++43(0)512/595 47-40
Medienservice der Stadt Innsbruck,