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Beckstein streicht Unterstützung für die Hütten der Alpenregion

M2b Redaktion am 20.11.2007 - 09:40 Uhr

"Die Regierungserklärung des bayerischen Ministerpräsidenten Beckstein ist eine Absage an den Tourismus und den Klimaschutz in den bayerischen Alpen", so Thomas Urban, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Alpenvereins. "Wie kann man von der Förderung des ländlichen Raums und der Bedeutung des Klimaschutzes sprechen und gleichzeitig einen der
wichtigsten Verbände mit seinen Hütten und Wegen im Regen stehen lassen?" Das sei eine Frage, die sich Beckstein gefallen lassen müsse, so Urban.

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Finanzielle Förderung für den DAV bleibt aus
Der Deutsche Alpenverein (DAV) übernimmt Verantwortung für die touristische Infrastruktur und den Klimaschutz in Bayern. Umso enttäuschter ist der Verband über die rückschrittliche Rede des Ministerpräsidenten.
Das bayerische Bergwegenetz umfasst etwa 10.000 Kilometer diese Wege stellen das Rückgrat für den alpinen Tourismus in Bayern dar. Um der vom DAV übernommenen, öffentlichen Aufgabe nachkommen und die Wege auch in Zukunft der Allgemeinheit zur Verfügung stellen zu können, braucht der
Verband mehr Unterstützung als bisher.
Zwischenzeitlich wurde zwar in Aussicht gestellt, die Förderung von 30.000 auf 60.000 Euro im Jahr zu erhöhen, doch auch diese Summe ist angesichts der Länge des Wegenetzes und seiner Bedeutung für den Tourismus nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Naturschutz hat höchste Priorität
Das empfindliche Ökosystem der Alpen ist vom Klimawandel massiv betroffen, der prognostizierte Temperaturanstieg liegt in den Bergen etwa doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. Deshalb ist es besonders wichtig, den Naturraum Alpen so wenig wie möglich zu belasten. Der DAV als größter deutscher Naturschutzverband spielt beim Klimaschutz in den bayerischen Alpen eine entscheidende Rolle.

Bereits seit rund 15 Jahren setzt der Alpenverein auf klimaneutrale Energiegewinnung für seine Schutzhütten. Photovoltaik, Pflanzenöl und Hybridtechnologie sind nur einige Stichworte dazu. Zwischenzeitlich gelten viele Hütten als Musterbeispiele für nachhaltige Energiegewinnung. Bereits seit drei Jahren muss der DAV in diesem Bereich auf Zuschüsse der bayerischen Staatsregierung verzichten und mit bis zu 500.000 Euro im Jahr weniger auskommen.

Das Fazit Urbans
"Wir werden das Gespräch mit der neuen bayerischen Staatsregierung suchen und hoffen, dass sie die Bedeutung der Hütten und Wege für den Standort Bayern endlich erkennt", formuliert Urban die Ziele des DAV für das kommende Jahr.

Quelle
DAV Presse- und Öffentlichkeitsarbeit



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