Trauer am Mont Blanc - Lawine tötet acht Bergsteiger
M2b Redaktion am 28.08.2008 - 12:12 Uhr
Zwei Rucksäcke, einen Schuh und ein Lawinenalarmgerät – mehr fanden die Retter nicht. Nach dem verheerenden Lawinenabgang am Mont Blanc-Massiv {mehr...] sagte der zuständige Polizeisprecher am Montagmorgen einem französischen Fernsehsender, dass fünf vermisste Österreicher und drei Schweizer wahrscheinlich mehr als 1000 Meter in die Tiefe gestürzt seien. Später dann die Korrektur: Unter den acht Toten befinden sich vier Deutsche, die mit ihrem österreichischen Bergführer unterwegs waren. Es gebe keine Hoffnung mehr, die Bergsteiger noch lebend zu finden, bestätigte die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie.
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“Eine Wand aus Eis“
Mehrere Überlebende schilderten das schwerste Lawinenunglück seit zehn Jahren in den französischen Alpen mit schauerlichen Details. Auf spiegel.de berichtet Nicolas Duquesne, dass sich die Lawine völlig lautlos am beliebten Bergsteigerziel Mont Blanc du Tacul (4248 Meter Meter) gelöst hatte. „Lauft schnell, lauft schnell“, rief der Führer des Franzosen. Ein Italiener sprach von einer Wand aus Eis, die auf ihn und seinen Kletterpartner zugerast sei. Nach den derzeitigen Berichten zu urteilen, spielte sich das Unglück in etwa so ab: In 3600 Metern Höhe löste sich am Sonntag gegen drei Uhr früh ein circa 200 Meter breites Stück Gletschereis und raste in die Tiefe. Die vermissten Bergsteiger befanden sich gerade in einem Klettersteig, der durch den großen Lawinenabgang völlig zerstört wurde. Die anschließende Suche mit Spürhunden und Hubschraubern, die von den französischen Behörden umgehend eingeleitet wurde, blieb erfolglos.