550 Sportler brachen am Sonntagmorgen aus dem österreichischen Erwald in Richtung des höchsten Berges Deutschlands auf. Der 14,7 Kilometer lange Weg führte jedoch nicht für alle zu einem erfolgreichen Ende. Zwei Starter brachen noch auf dem Weg zusammen und konnten auch von den Ärzten der eintreffenden Bergwacht nicht mehr wiederbelebt werden.
Viele Athleten schlecht ausgerüstet
Die erwarteten Anstrengungen des zum achten Mal stattfindenden Laufes veranlassten die meisten Sportler dazu, sich in kurzen Hosen und Shirt auf den Weg zu machen. Trotz einer Wetterwarnung des Veranstalters auf dessen Homepage wurde das Rennen wie geplant veranstaltet. Dies führte allerdings zu heftiger Kritik von Seiten der Bergwacht - die Extrembergläufer hatten unterwegs mit bis zu zehn Zentimetern Neuschnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu kämpfen.
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Zusammenbruch auf über 2500 Metern Höhe
Die beiden Aktiven, die das Rennen nicht überlebten, ein 41-jähriger aus Witten und ein 45-jähriger aus Ellwangen, brachen bei 2.800 und 2.700 Metern, tragischwerweise also kurz vor dem Ziel, zusammen. Die über 100 Retter, die zur Unterstützung eilten, mussten sich aber nicht nur um die zwei Opfer kümmern: Zahlreiche Teilnehmer erlitten Unterkühlungen und Schwächeanfälle. Einige Medienvertreter sprechen gar von mehreren Wiederbelebungen.
Erschwerte Bedingungen für die Bergrettung
Nachdem um viertel vor Zwölf der erste Notruf eingegangen war, wurden die Rettungsaktionen der zahlreichen Helfer noch durch das zunehmend schlechte Wetter erschwert. Nur zwei der vier zur Verfügung stehenden Rettungshubschrauber konnten starten. Ob die Veranstaltung des Rennens Konsequenzen für den Veranstalter haben wird, ist noch ungewiss. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.