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alpMedia: Wachstum des Naturtourismus in italienischen Parks

M2b Redaktion am 27.04.2007 - 13:57 Uhr

In Italien erfährt der Naturtourismus ein starkes Wachstum. Dies belegt der Ecotur-Bericht 2006, dem zu Folge der kräftige Zuwachs nicht allein auf Sportarten wie Wandern, Trekking, Reiten und Radfahren entfällt.

Besucheransturm in den Schutzgebieten
Auch an weniger bekannten Aktivitäten wie etwa Birdwatching finden immer mehr Menschen Gefallen, darunter vor allem Jugendliche. Einen besonderen Besucher-Zuwachs verzeichnen in Italien die Schutzgebiete: Dort wurden 2006 rund 800.000 Besucher mehr gezählt als 2005. Insgesamt kamen damit 76 Millionen Besucher in diese Gebiete, was zu über 8 Milliarden Euro Einnahmen führte (ein Plus von 12,7% gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit einem Plus von 2% beim Gesamttourismus).

Dabei zogen die beiden Nationalparks Abruzzen und Gran Paradiso sowie die Regionalparks Ätna und Alpi Marittime am meisten Besucher an. Der 4. Bericht zum Naturtourismus 2006 ("4. Rapporto Turismo Natura 2006") wurde kürzlich auf der internationalen Messe zum Naturtourismus "Ecotur 2007" in Montesilvano in den Abruzzen vorgestellt.

Unterirdische Verbindungen zwischen Italien und der Schweiz
Trotzdem stehen in Italien immer noch große Infrastrukturen im Zentrum, wenn es um Investitionen in den Tourismussektor geht. So will zum Beispiel ein Projekt namens "Monte Rosa High Ring" mit einer "alpinen Metro" (unterirdische Bahnlinien und Zahnradbahnen) die italienischen Orte Alagna und Macugnaga mit den Schweizer Gemeinden Saas Fee und Zermatt verbinden, so dass man von dort aus mit den Skiern wieder nach Cervinia ins Aostatal (Italien) zurückfahren kann.

Die Kosten dieses Projektes (nur auf italienischer Seite) belaufen sich auf schätzungsweise 250 Millionen Euro. Auch wenn es sich dabei zurzeit erst um ein theoretisches Vorhaben handelt, sind Zweifel am Nutzen solcher Investitionen und an der Tourismuspolitik italienischer Alpenregionen angebracht. Ausserdem kann man in dieser Region um den Monte Rosa in Cervina bereits heute diese hochalpine Landschaft auf Skitouren und auch auf Skipisten genießen.

Quelle
alpMedia Newsletter 08/07
www.cipra.org/alpmedia

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