Der Deutsche Alpenverein e.V. (DAV) verbucht einen Zulauf wie seit den achtziger Jahren nicht mehr. Im vergangenen Jahr stieg die Mitgliederzahl um 26.648 (3,88 Prozent) auf 713.120 Mitglieder. Damit liegt der DAV in der Statistik des Deutschen Sportbundes (DSB) auf dem achten Rang. Mit 14.245 Neueintritten wuchs der DAV in den Altersgruppen
bis 27 Jahren wieder besonders stark an.
Gründe für den Mitgliederzuwachs
Der DAV führt die Entwicklung der Mitgliederzahlen unter anderem auf das vielfältige Angebot der einzelnen DAV-Sektionen sowie auf die Vorteile einer DAV-Mitgliedschaft zurück. Auch das zunehmende Interesse am Bergwandern hat zur Steigerung der Mitgliederzahlen beigetragen. Bergwandern ist "in" wie nie zuvor. Rund 80 Prozent der DAV-Mitglieder geben an, sie seien Bergwanderer. Bei den über 40-Jährigen sind es sogar noch mehr. Den großen Andrang der Jugendlichen erklärt sich der DAV durch den "Kletterboom". Immer mehr Mädchen und Jungen entdecken diesen Sport für sich. Dieser Trend spiegelt sich auch in der hohen Anzahl der neugebauten Kletterhallen wider.
Trendwende bei der regionalen Verteilung
Erstmals nach vielen Jahren wächst der DAV auch in Norddeutschland wieder. Somit zeigt sich in allen Regionalverbänden des DAV eine positive Entwicklung. Auch in den neuen Bundesländern verzeichnen die Sektionen eine leichte Steigerung der Mitgliederzahlen.
Viele Facetten
Die Mitglieder des DAV sind in 354 eigenständigen Vereinen, den "Sektionen", in ganz Deutschland organisiert. Hier finden Wanderer und Expeditionsteilnehmer ebenso Gleichgesinnte wie Sportkletterer, Naturschützer, Mountainbiker, Familien, Hüttenwirte, Skibergsteiger und Kulturinteressierte. Die Mitglieder verbindet die Freude an der Bewegung in der Natur, die Lust auf Berg- und Gipfelerlebnisse, die Vorfreude auf eine Einkehr in der Hütte – und der Wunsch, die einzigartige Natur der Berge zu erhalten und auch für die nächsten Generationen zu bewahren.