DAV: Kein Wanderwetter an Pfingsten in den Bayerischen Alpen
M2b Redaktion am 01.06.2006 - 17:30 Uhr
Die Pfingstfeiertage stehen vor der Tür - das wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt, in die Bergwandersaison zu starten. Doch leider spielt das Wetter nicht mit: In den Bayerischen Bergen sind in den vergangenen Tagen verbreitet 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee gefallen, in den Hochlagen des Allgäus liegt bis zu einem halben Meter Neuschnee.
"Bei diesen Witterungsverhältnissen sollte man die Wanderziele auf gemütliche Hütten in niedrigen Lagen beschränken", rät der DAV-Bergwanderexperte und Bergführer Karl Schrag. Einige der 332 Alpenvereinshütten, die während der Wintermonate geschlossen waren, haben schon geöffnet.
Nicht zu hoch hinaus
Momentan liegt die Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.500 Metern. In den nächsten Tagen werden die Temperaturen jedoch wieder ansteigen und somit der Neuschnee in den niedrigeren Regionen schmelzen. In Lagen ab etwa 2.000 Metern besteht, aufgrund der großen Alt- und Neuschneemengen, hingegen die Gefahr von Nassschneerutschen. Dies betrifft vor allem glatte und steile Wiesenhänge. Örtlich können dadurch Alm-, Forst- und Wanderwege teilweise verschüttet werden.
"Wanderer, die in den kommenden Tagen eine Bergtour planen, sollten nicht zu weit nach oben steigen. Gerade in höheren und nordseitigen Lagen befinden sich unter dem Neuschnee auch noch Altschneefelder," erklärt Schrag. Die richtige Wahl trifft man am Pfingstwochenende mit einem möglichst südseitigen Ziel in den Bayerischen Voralpen. Wie wäre es denn mit einem Familienausflug auf eine der 13 bereits geöffneten DAV-Hütten? Eine genaue Übersicht aller geöffneten Hütten findet man unter www.alpenverein.de unter "aktuelle Meldungen".