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Nach 13 Jahren an der Spitze des DAV tritt Josef Klenner zurück

M2b Redaktion am 21.10.2005 - 10:15 Uhr

Wenn Josef Klenner am Freitag, dem 28. Oktober 2005, die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins eröffnen wird, geht gleichzeitig eine Epoche ihrem Ende entgegen: Nach 13 Jahren an der Spitze des DAV wird Klenner als dienstältester Vorsitzende seit Bestehen des Alpenvereins sein Amt niederlegen. Bereits 2003, bei der letzten Präsidiumswahl, hatte er diesen Schritt angekündigt.

Verschiedene Führungspositionen
Für den 1949 in Westfalen geborenen Klenner geht damit eine erfolgreiche Zeit in verschiedenen Führungsfunktionen des DAV zu Ende. Bereits mit 30 Jahren war er Erster Vorsitzender seiner regionalen Sektion Beckum, mit 38 Jahren wurde er Sprecher des nordrhein-westfälischen Landesverbandes. 1991, mit 41 Jahren, zog Klenner in den Hauptausschuss des Deutschen Alpenvereins ein. Und nur ein gutes Jahr später, bei der Hauptversammlung in Ingolstadt 1992, übernahm er die Position des Ersten Vorsitzenden im Deutschen Alpenverein, die nach der Strukturreform 2003 dann in die des Präsidenten übergeführt wurde.

Außergewöhnliche Verdienste für den DAV
Die 13 Amtsjahre Josef Klenners waren geprägt von wesentlichen Veränderungen und Fortschritten für den DAV. Dazu zählen:

- Der Beitritt zum Deutschen Sportbund und die Etablierung des Spitzenbergsports im DAV
- Die Entschärfung des Konfliktes zwischen Naturschutz und Naturnutzen, die auch zu der von ihm vorangetriebenen Gründung des "Kuratoriums Sport und Natur" führte - die Anfang September 2005 verliehene Anerkennung des Alpenvereins als Naturschutzverband nach Bundesnaturschutzgesetz beweist, wie erfolgreich der DAV in den letzten Jahren in diesem Bereich gearbeitet hat.
- Die nachhaltige Sicherung der Klettermöglichkeiten in den Deutschen Mittelgebirgen durch die Einführung und Umsetzung der Kletterkonzeptionen
- Die Realisierung der umweltgerechten Ver- und Entsorgung auf den Alpenvereinshütten und die auf diesem Gebiet unbestrittene Kompetenzführerschaft des Deutschen Alpenvereins
- Die Einbindung und Förderung der neu- und wiedergegründeten Sektionen in den neuen Bundesländern.

Im letzten Drittel seiner Amtszeit sorgte Josef Klenner darüber hinaus für entscheidende interne Weichenstellungen. Denn unter seiner Führung konnte in den Jahren 1999 bis 2002 das Projekt DAV 2000plus umgesetzt werden. Auf Basis des im ersten Schritt entwickelten DAV-Leitbildes wurden neue Führungsstrukturen entworfen und in der Satzung verankert. Nach der Hauptversammlung 2003 nahmen die neuen Gremien - unter anderem der Verbandsrat und das Präsidium – ihre Arbeit auf und sorgten so für den erfolgreichen Abschluss des "Strukturwandels" im DAV.

Klenner bleibt dem Alpinismus erhalten
Auch in Zukunft wird Josef Klenner dem Alpinismus ehrenamtlich zur Verfügung stehen: Seit 2004 ist er Präsident des Club Arc Alpin (CAA) und wird in dieser Position dafür sorgen, dass die Interessen der Alpen und der alpinen Vereine auch auf europäischer Ebene entsprechend wahrgenommen und berücksichtigt werden.

Großer Dank des Deutschen Alpenvereins
Der Deutsche Alpenverein e.V. bedankt sich bei Josef Klenner für seine große Lebensleistung für den Verein und wünscht ihm von Herzen alles Gute für seinen weiteren ehrenamtlichen, privaten und beruflichen Lebensweg.
Im Rahmen der Hauptversammlung 2005 wird Klaus Jürgen Gran, langjähriger Weggefährte Klenners im DAV und zur Zeit Sprecher des nordwestdeutschen Sektionentages, am Samstagabend (29. Oktober 2005) die Laudatio auf den scheidenden Präsidenten halten.

Quelle
Deutscher Alpenverein e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Andrea Händel
www.alpenverein.de


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