Bergportrait - der Großglockner (3798m, Hohe Tauern)
M2b Redaktion am 08.07.2003 - 17:23 Uhr
Weite Teile der Region Großglockner sind bis heute nahezu unberührte Naturlandschaft. Überwiegend im Talbereich haben sich seit altem Herkommen Menschen niedergelassen und aus der Naturlandschaft eine 'Kulturlandschaft' geformt.
Im Schatten des Tauernwindes:
Die Bergbauern in den Alpen sind es seit jeher gewohnt, dass ihnen ein harter Wind ins Gesicht bläst. Im Schatten des Großglockners ist dies der berüchtigte Tauernwind.
Das Mölltal:
Das Tal ist eingebettet in die Bergwelt der Schober -, Kreuzeck- und Goldberggruppe und wird vom Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, überragt.
Die Region um den Großglockner:
Charakterisierend für die Region Großglockner mit seinen etwa 8500 Bewohnern auf einer Fläche von rund 600 Quadratkilometern in den Gemeinden Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Winklern, Rangersdorf und Stall ist eine hohe Agrarquote.
Ein großer Teil der Region gehört zum Nationalpark Hohe Tauern.
Besteigungen:
Besteigungen des 'Glockners' sind allein im Rahmen von geführten Begehungen möglich. Dazu wendet Euch an den 'Bergführerverein Heiligenblut', der unter dem Artikel verlinkt ist.
Große Gipfelbesteigungen:
- Weg der Erstbesteiger durch das Leitertal. Führung ab Salmhütte
- Klassischer Aufstieg über das Hofmannskees oder dem Meletzkigrat
- Über Grate und steiles Eis: Lammer-Eisweg, Stüdlgrat/Nordwestgrat, Pallavicinirinne, Glocknerwand-Überschreitung
Wege am Tauern:
- Johannisberg (3463m) und Bärenkopf (3357m) - die Firngipfel über der Pasterze
- Oberwalderhütte - Wiesbachhorn (3570m) - der Rivale des Glockners
- Sonnenwelleck (3269m) - Fuscharkopf (3336m) oder Klagenfurter Jubiläumsweg, Hochtor - Hocharn (3254m)
Die Bilder:
Das Bildmaterial zeigt den höchsten Berg der Alpenrepublik aus den Himmelsrichtungen Südwest und Südost.
Chronik:
- 1583 Der Großglockner findet als 'Glogger' erstmals Erwähnung.
- 1779 Beim Aufenthalt an der Pasterze regt Belsazar Hacquet die Besteigung des Großglockners an.
- 1799 Fürstbischof Graf Salm-Reifferscheid lässt eine Unterkunftshütte am Großglockner in 2620m Höhe errichten (erste der Ostalpen). Dabei erreichen die Brüder Klotz aus Heiligenblut wahrscheinlich erstmals den Hauptgipfel des Großglockners.
- 1800 Eine neue Glocknerexpedition durch Fürstbischof Salm; die Brüder Klotz erreichen als erste den Gipfel (28.7.); am 29.7. ersteigt der Theologiestudent und spätere Domherr von Görz, Valentin Stanig, als erster Tourist den Gipfel.
- 1854 Mit John Ball am Großglockner beginnen sich die ersten englischen Touristen auch für den Ostalpenraum zu interessieren.
- 1869 Erstersteigung der Hofmanns-Spitze (3713m) durch C.Hofmann.
- 1926 W.Welzenbach und K.Wien durchsteigen die Großglockner-Nordwand.
- 1930 Baubeginn der Großglockner-Hochalpenstraße.
- 1934 Großglockner-Hochalpenstraße mit Straßentunnel in 2505m Höhe fertiggestellt.
Quelle:
web: www.weltderberge.de, Bernhard Mühr
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Information und Kontakt:
Bergführerbüro Heiligenblut
Nationalparkinformation 'Gästehaus Schober'
9844 Heiligenblut
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