Kletterreise durch die Hochwiesler Südwand: "Alle Neune"
M2b Redaktion am 16.05.2007 - 12:00 Uhr
1988 kamen die Lokals Hermann Reisach und Markus Lutz auf die Idee, möglichst viele verschiedene Routen am Hochwiesler zu kombinieren.
Angefangen im äußerst rechten Wandteil der Südwand querte das Duo insgesamt sechs verschiedene Routen, bei insgesamt neun Seillängen, ehe es am höchsten Punkt der Wand heraus kam. Die Abfolge: Start am Fenlepfeiler, Querung zum Geisenberger Gedächtnisweg, weitere Linksquerung zum Südriss, Ausstieg über die klassische Schusterführe oder den Südpfeiler.
Vor einigen Jahren rief Hermann Reisach, immer noch aktiv, die "Hochwieslertraverse" wieder ins Leben: Bei einer Sanierungsaktion wurden alle notwendigen Zwischenhaken und Stände gebohrt und geklebt. Anschließend nahm Achim Pasold die Route "Alle Neune" in seinen Allgäu Auswahlführer mit auf.
Steckbrief
- Gebirge: Tannheimer Tal
- Massiv: Hochwiesler Südwand
- Route: Alle Neune (9 Seillängen)
- Länge: circa 280 Klettermeter
- Schwierigkeitsgrad: 6-, 6+, 5, 7+, 7, 5-, 7, 7, 6
- Absicherung: Mit Schwerlastankern und Klebehaken hervorragend gesichert
Charakteristik
Steile Wandkletterei in ordentlichem Fels mit einigen Quergängen. Die Route beginnt im rechten Wandteil der Hochwiesler Südwand und quert nach links ansteigend zum Gipfel. Dabei werden sechs verschiedene Kletterwege gekreuzt und in einzelnen Seillängen benützt. Eine gute Idee, jedoch nur dann, wenn nicht allzu viele Seilschaften in den darunter liegenden Routen klettern (Steinschlaggefahr).
Führermaterial
- Auswahlkletterführer Allgäu/Tannheimer Tal, erschienen im Panico Verlag
- Gebietsführer "Klettern auf der Tannheimer Südseite" von Toni Freudig - diesen kann man auf dem Gimpelhaus erwerben