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Hochwiesler-Polarstern

Hochwiesler-Polarstern

Hochwiesler-Polarstern

Hochwiesler-Schusterführe

Hochwiesler-Polarstern

Hochwiesler-Polarstern

Hochwiesler Südwand

"Polarstern" - die direkteste Linie am Hochwiesler

M2b Redaktion am 19.10.2006 - 17:00 Uhr

Am 15. Oktober war Walter Hölzler in den Tannheimer Bergen unterwegs. Herrlichster Sonnenschein und kein Wind veranlassten neben ihm zahlreiche andere Kletterer, sich in den Südwänden auszutoben. Entsprechend waren "Klassiker" wie die "Via Anita" und die "Schusterführe" am Hochwiesler durchgehend belegt. An der sich genau in der Mitte der beiden Routen befindenden Tour "Polarstern" hingegen trieb sich niemand herum - Zeit für Hölzler, die direkte Linie zu klettern. In der Folge stellt Walter uns Infos und Tipps zur Verfügung.

Route: Hochwiesler "Polarstern"

Länge: Rund 180 Meter, fünf Seillängen

Schwierigkeit: 8+ (vielleicht 8+/9- bei einer durchgehenden Rotpunktbegehung)

Charakter: Die direkteste Linie am Hochwiesler. Anhaltend steil und schwierig. Lange Zeit wusste man wenig von dieser Route - nur, dass Sani Heinl aus Augsburg dort einmal gebohrt hatte, aber nichts darüber veröffentlichte (?). Zufällig verstieg ich mich vor zwei Jahren aus der "Schusterführe" nach links, und wunderte mich über die hohen Schwierigkeiten. Stückchenweise erkannte ich eine neue Linie. Leider war sie aber an den Ständen zum Teil nur mit einem acht Millimeter Bohrhaken ausgerüstet, was mir sehr gefährlich erschien. Es gab schöne Längen und absolute Bruchseillängen...

Im Sommer 2005 stieg ich dann mit Rico Förster dort ein und bohrte die Stände etwas sicherer. Die vierte und fünfte Seillänge verlegte ich in schöneren und ungefährlicheren Fels. Die erste Seillänge gehört eigentlich nicht dazu. Sie wurde mal von Österreichern eingebort. Doch wenn man sie mit einbezieht, passt es genau zur Route. Alles in allem ist sie jetzt wirklich gut kletterbar und richtig lohnend.

An manchen Stellen ist der Fels noch nicht abgeklettert und kleinsplittrig, so dass schon mal was wegbrechen kann - doch das ist nicht sehr schlimm. In der letzten Seillänge geht es "direkt" an den Haken hoch (schön und anspruchsvoll). Wer im Mittelteil rechts hinaus klettert, weil es leichter aussieht, kommt an einen sehr großen brüchigen Felskopf. Wenn dieser wegbrechen sollte, scheppert es in der Wand und in den darunter liegenden Seillängen der "Schusterführe". Also, im Sinne aller, die unter dir klettern: Bitte keine Routenflucht! Irgendwann werde ich den Block mal elemenieren, wenn niemand außer mir in der Wand ist...

Absicherung: Die Route ist vollständig mit Bohrhaken ausgerüstet. Weiteres Material zur Absicherung ist nicht notwendig.

Einstieg: Circa 20 Meter rechts vom Einstieg der "Via Anita" beziehungsweise "Schusterführe". Zwei Edelstahl-Bohrhaken und drei Klebehaken weisen den Weg.

Abstieg: Hochwiesler Abseilpiste. Über den Gipfel in Richtung Rote Flüh zur Scharte. Hier beginnt die Abseilpiste nach Süden. Zwei Mal Abseilen mit 55 Meter Seilen.

Tipp: Eine sehr lohnende Route, die viele schwierige Stellen parat hält. Ich konnte bereits alle Seillängen rotpunkt klettern, doch eine "Gesamt-Rotpunktbegehung", das heißt alle Seillängen an einem Tag im Vorstieg, steht noch aus. Eine "Rotkreis-Begehung" ist etwas leichter zu haben, da fast vor jeder schweren Stelle ein "no-hand-rest" gefunden werden kann.

Topo: Die Topo ist unter dem Text als PDF-File verlinkt.

Quelle
Walter Hölzler
www.walter-hoelzler.de

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(Typ: "PDF" Größe: 193 KB)

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