Reise: Die sechs einfachsten 5000er Berge der Welt
M2b Redaktion am 02.04.2008 - 14:33 Uhr
Auf eine Höhe von 5000 Meter oder mehr vorzudringen, erfordert meist viel bergsteigerisches Können und Kletter-Know-How. Es geht aber auch anders: Mountains2b stellt Ihnen sechs der leichtesten zu besteigenden 5000er-Berge unserer Erde vor.
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Chacaltaya (5.421 Meter)/Bolivien
Wer auf schnellstem Wege und ohne größere Vorkehrungen einen 5000er in sein Gipfelbuch eintragen möchte, ist beim Chacaltaya am besten bedient. Der Berg ist bis in eine Höhe von 5.200 Metern befahrbar. Das ehemalige Skigebiet verfügt über Schlepplifte mit denen man bis zum Gipfel transportiert werden kann. Ohne große Anstrengungen kommt man sehr hoch, wobei die Gefahr der akuten Höhenkrankheit bei einem schnellen Aufstieg auf 5.421 Metern nicht zu unterschätzen ist.
Ideale Reisezeit: Immer
Kosten: 1.496 Euro/30 Tage (www.erlebe-peru.de)
Zurückzulegende Höhenmeter: 2500 Meter (2300 Meter davon mit dem Jeep möglich)
Startpunkt: La Paz
Damavand (5.610 Meter)/Iran
Auch wenn sich vor dem Lager 1 und 2 die Mulitreiber aufdrängen und ihre „unverzichtbaren“ Dienste anbieten, ist es möglich, den höchsten Berg des Irans ohne fremde Hilfe zu ersteigen. Über schmale Schuttpfade (Geröll und Sand) führt der Weg ohne größere technische Schwierigkeiten hoch zum Gipfel des Damavand. Die letzten 1500 Höhenmeter sind zwar teilweise steil, aber ohne Kletterausrüstung zu begehen. Der Vulkankegel zählt zu den höchsten freistehenden Bergen der Welt und ist durch seine wunderschöne Flora am Rande des Weges ein überaus schöner Aufstieg. Nicht so schön ist dagegen das Schwefelgas, welches im oberen Teil des Berges aus Löchern aus dem Boden hervortritt. Dadurch entsteht ein unangenehmer Geruch, der auf Teilen der Strecke den Trip vermiesen kann
Ideale Reisezeit: Mitte Juli und Anfang September
Kosten: 1690 Euro/10 Tage (www.diamir.de)
Zurückzulegende Höhenmeter: 4.400 Meter
Startpunkt: Teheran
Misti (5.822 Meter)/Peru
Der Weg hoch zum Gipfel des Misti ist kein Spaziergang. Aber durch die Tatsache, dass der Berg komplett Eis- und Gletscherfrei ist und es keine größeren Hindernisse gibt, kann man mit einer guten konditionellen Grundlage den Gipfel erreichen. Der Untergrund besteht den ganzen Weg über aus Sand und Steinen und beinhaltet keine technischen Schwierigkeiten. Für den Trip sollte man insgesamt aber mehr Zeit einplanen, da vor Ort eine ausreichend lange Akklimatisationsphase von Nöten ist, um den knapp 6000 Meter hohen Gipfel ohne körperliche Probleme zu erreichen
Ideale Reisezeit: Immer
Kosten: 2555 Euro Flug (Berlin – Lima – Berlin/LAN). Angebot aus Arequipa: Aufstieg zum Misti/zwei Tage für 210 Euro (www.aventoura.de)
Zurückzulegende Höhenmeter: 3.522 Meter (davon ca. 1000 Meter mit dem Jeep)
Startpunkt: Arequipa
Cerro el Plomo (5.424 Meter)/Chile
Der Cerro el Plomo liegt in unmittelbarer Nähe zur Hauptstadt Santiago. Von vielen Bergsteigern wird der Cerro el Plomo als idealer Akklimatisationsberg benutzt, um später den Aconcagua zu besteigen, dessen Gipfel fast 7000 Meter hoch liegt. Wer also den höchsten Punkte des Cerro el Plomo erreichen will, kann auf die Hilfe erfahrener Bergsteiger zählen. Wählt man bei der Besteigung eine der vorgegebenen Normalrouten, kommt es zu keinen technischen Schwierigkeiten kommen. Probleme könnte es aufgrund des launischen Wetters geben, das gepaart mit der dünnen Luft besonders für unerfahrene Kletterer abweisend wirkt. Aber nicht nur die Besteigung an sich macht den Reiz aus. Man wird zusätzlich beflügelt durch das südamerikanische Ambiente, die Überquerung der Anden und der Schönheit von Santiago de Chile, dem Ausgangspunkt der Tour.
Ideale Reisezeit: Oktober bis Februar
Kosten: Etwa 4950 Euro/21 Tage mit Flug (www.hauser-exkursionen.de).
Zurückzulegende Höhenmeter: 4900 Meter
Startpunkt: Santiago de Chile
Kibo/Kilimandscharo (5.895 Meter)/Tansania
Der Kibo, der zu den "Seven Summits", den sieben höchsten Berge der Kontinente, zählt, liegt im Osten Afrikas in Tansania. Jährlich kraxeln über 20.000 Wanderer den Kilimandscharo hoch. Eine Vielzahl scheitert an der Höhenkrankheit oder schlechter körperlichen Verfassung, wenn keine gute konditionelle Grundlage gelegt worden ist. Umso mehr Zeit man einplant, desto besser sind die Chancen den Uhuru Peak, den höchsten Gipfel des Kilimandscharo zu erreichen. Die insgesamt 50 Kilometer Aufstieg bieten einen einzigartigen Einblick in die Fauna und Flora. Regenwald, Gras- Busch- und Strauchland werden ebenso durchwandert wie mondartige Landschaften mit keinerlei Vegetation. Für den Aufstieg, der meist in einer vier- oder fünftägigen Tour bewältigt wird, ist das Engagieren eines Guides und einheimischer Träger vorgeschrieben.
Ideale Reisezeit: November - Januar
Kosten: Etwa 2500 Euro/neun Tage mit Flug (www.hauser-exkursionen.de).
Zurückzulegende Höhenmeter: 4100 Meter
Startpunkt: Marangu, Machame
Kala Pattar (5.643 Meter)/Nepal
Vom Gipfel des Kala Pattar in Nepal hat man meinen einen wunderschönen Ausblick auf den Mount Everest (8.848 Meter) und den Nuptse (7.879 Meter). Von der letzten bewohnten Siedlung, dem Gorak Shep, geht es in einer rund zweistündigen Wanderung ohne große Hindernisse hinauf zum Gipfel. Im Himalajagebirge zählt er zu den einfachsten und meist bestiegenen Bergen. Es ist durchaus denkbar, dass man am Gipfel anstehen muss, um sich auf dem höchsten und besten Punkt des Gipfels fotografieren zu lassen. In Nepal wird der Kala Pattar nicht als offizieller Berg gelistet. Im Vergleich zum Mount Everest, der nur rund zehn Kilometer entfernt liegt und 3000 Meter höher ist, wirkt der Kala Pattar auch eher wie ein kleiner Hügel.
Ideale Zeit: März - April
Kosten: Um 2400 Euro/20 Tage (www.dav-summit-club.de).
Zurückzulegende Höhenmeter: 505 Meter
Startpunkt: Gorak Shep