
Schäfer Südwand

Zwerchenwand und Schäferwand

Schäfer Südwand

Schäfer Südwand

Schäfer Südwand
Tourentipp: Kletterei an der Schäfer Südwand im Tannheimer Tal
Walter Hölzler am 17.05.2005 - 11:58 Uhr
Da ich eigentlich nur Routen vorstelle, die ich selbst geklettert bin, hatte ich, die Touren an der Schäfer Südwand im Tannheimer Tal betreffend, noch Nachholbedarf.
Neues aus dem Gimpelhaus
Schon längere Zeit redete man im Gimpelhaus darüber, dass es zwischen Gimpel und Kellespitze ein neues Kletterareal gibt. Als dieses zuletzt auch in der Zeitschrift "klettern" vorgestellt wurde, musste ich unbedingt selbst dorthin, um eigene Eindrücke zu sammeln.
Neuschnee
Am Freitag, dem 13. Mai, verabredete ich mich mit meinem Kletterpartner Toni Steurer, um noch am Nachmittag ins Tannheimer Tal zu fahren. Leider hatte es an den Vortagen nochmals richtig heftig heruntergeschneit, so dass der Anstieg mit Turnschuhen nicht gerade bequem verlief. Trotz einiger nasser Passagen stiegen wir hoch motiviert zuerst in die Route "Per aspera ad astra" ein, was soviel wie "Auf rauen Wegen zu den Sternen" bedeutet - der rund 50 Meter hohe Felspfeiler lockt tatsächlich mit rauem und festem Fels.
Schöne Kletterpassagen in steilem, festem Kalkfels
Nur die ersten Meter der zweiten Seillänge führen über brüchige Schuppen, direkt über dem Standplatz. Wir verstanden nicht so ganz, warum man die Bohrhaken nicht etwas mehr nach rechts in festeren Fels gelegt hat. Dort wäre es auch nicht viel schwerer zu klettern, aber dafür sicherer. Anschließend folgen wirklich schöne Kletterpassagen in steilem, festem Kalkfels. Die Schlüsselseillänge zum Schluss ist ausdauernd, doch beschränkt sich die Hauptschwierigkeit auf eine Stelle. Wir waren uns einig, dass der achte Grad etwas zu hoch gegriffen ist.
Nach einer kurzen Abseilfahrt zum Einstieg machten wir uns an das "Schäferstündchen" (7+/8-). Auch diese Route ist auf Klettergartenniveau abgesichert und führt in geschickter Linienführung durch schöne Platten. Die wenigen brüchigen Passage wurden gut geputzt. Auch hier ist man in wenigen Minuten wieder am Einstieg zurück.
Fazit
Die Routen am Schäfer sind lohnend, gerade wenn das Wetter nicht so stabil ist. Unserer Meinung nach stecken ein wenig zuviel Bohrhaken im Gestein und der Schwierigkeitsgrad ist nicht ganz so hoch wie angegeben. Doch das ist eine rein subjektive Bewertung, was den Genuss ja nicht schmälert. Wer mehrere Routen aneinander hängt, kommt auch schnell mal auf 200 Meter, und dafür lohnt sich ein Ausflug dorthin allemal.
Eine genaue Beschreibung der Routen gibt es im neuen Allgäu-Führer vom Panico Verlag.
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