
Abseilachter

Christian Bindhammer

Abseilen

Seil

Andreas Bindhammer

Bettina Schöpf

Eisklettern

Katrin Lau - Sportklettercup 2003

Sportklettercup 2003

Sitzgurt
Sicherheit am Berg
M2b Redaktion am 21.06.2004 - 13:40 Uhr
Das Klettern fasziniert immer mehr Sportbegeisterte. Besonders Sportklettern in den zahlreichen Hallen erfreut sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Doch mit Einzug des Frühlings und der wärmeren Temperaturen zieht es Viele raus in die Natur an die frische Luft. Klettern am Berg ist angesagt. Was zunächst einfach nur verlockend klingt, birgt aber auch zusätzliche Gefahren in sich.
Sicherheit - Faktor Mensch
Der größte Sicherheitsfaktor beim Klettern am Berg ist zunächst einmal das korrekte Einschätzen der eigenen Fähigkeiten. Übertriebener Ehrgeiz ist hier eindeutig fehl am Platz. Bevor man sich also einer neuen Herausforderung stellt, sollte man immer seinen eigenen Trainingszustand, seine momentane Verfassung und allgemeine Bergerfahrung genau abwägen. Am besten nimmt man sich für den Einstieg keine allzu schwierige Route vor. So ist es einfacher, die eigenen Kräfte richtig einzuteilen. Die meisten Kletter-Unfälle ereignen sich nämlich aufgrund von Erschöpfung und Übermüdung. Da Müdigkeit die Konzentration schwächt, ist die Gefahr abzustürzen um ein Vielfaches höher. Für sicheres Klettern im Freien gilt deshalb das Prinzip: Fit in die Berge und nicht erst am Berg fit werden!
Planung - das absolute 'A und O'
Eine Klettertour im Freien ist ohne sorgfältige Planung nicht möglich. Das Gelingen ist vor allem vom Wetter abhängig. Deshalb sollte man im Vorhinein unbedingt den
Wetterbericht verfolgen und sich - wenn möglich - über die Wetterbedingungen vor Ort informieren. Danach kann man dann auch seine Bekleidung auswählen und sich in Ruhe die erforderliche Ausrüstung zusammenstellen. Nur mit Gurt, Kletterschuhen und Karabiner ist man für dieses Abenteuer nämlich nicht gewappnet. Ein Seil von mindestens 60 Meter Länge und Express-Schlingen gehören auf jeden Fall mit ins Gepäck. Da es am Fels auch schnell zu Steinschlag kommen kann, empfiehlt es sich, selbst beim Sportklettern einen Helm zu tragen.
Verhalten bei Gefahren
Bei Outdoor-Klettertouren sollte im Rucksack stets einen Platz für ein Erste-Hilfe-Set übrig sein. Kommt es zu einem Sturz, müssen zumindest Heftpflaster und Druckverbände für die Erstbehandlung eventueller Wunden vorhanden sein. Ist man auf professionelle Hilfe angewiesen, ist das Handy für den Notruf die optimale Lösung. Somit verkürzt sich die Alarmierungszeit und eine schnellere Rettungsaktionen erhöht im Allgemeinen die Überlebens-Chancen - vorausgesetzt man hat die entsprechenden
Notruf-Nummern darin gespeichert. Für Unternehmungen am Berg ist es auch unverzichtbar, das
Alpine Notsignal zu beherrschen.
Vorschau auf das fünfteilige Sicherheits-Spezial
Damit es möglichst erst gar nicht zu einem Unfall beim Klettern in freier Natur kommt, bieten wir - für alle, die sich zum ersten Mal der Herausforderung in einem Klettergarten oder Klettersteig, bei Alpenrouten, an einer Big Wall oder beim Eisklettern stellen wollen - ein fünfteiliges Spezial zum Thema 'Sicherheit am Berg' an.
Die einzelnen Folgen enthalten die wichtigsten Sicherheits-Hinweise für die jeweiligen Spielformen des Kletterns. Zudem stellen wir empfehlenswertes Material und Sicherheits-Ausrüstungen vor, die unabdingbar für Klettertouren im Freien sind.
Ab dem 30. Juni 2004 erscheinen die fünf Teile immer mittwochs.
I: 'Sicherheit am Berg' - Klettergärten (30.06.)
Allen Einsteigern, die sich zum ersten Mal an das Klettern am Felsen in freier Natur heranwagen wollen, erklären wir im ersten Teil, was sich hinter Klettergärten verbirgt. Neben grundlegenden Sicherheits-Regeln wird hier klar gemacht, welche Ausrüstung und welches Material man in einem Klettergarten unbedingt dabei haben muss, damit das Klettererlebnis zum Genuss wird.
II: 'Sicherheit am Berg' - Klettersteige (07.07.)
Das reine Bergwandern ist auf Dauer zu langweilig? Steilere Bergregionen außerhalb des Geländes zu erklimmen, übt großen Reiz aus? Dann bieten Klettersteige - als eine Mischung zwischen Bergwandern und Klettern - die geeignete Alternative. Wer den Einstieg wagen und Fuß auf einem Klettersteig fassen möchte, bekommt hier die passenden Sicherheits-Hinweise: Ohne eine spezielle Klettersteig-Ausrüstung braucht man erst gar nicht anzufangen.
III: 'Sicherheit am Berg' - Alpenrouten (14.07.)
Der dritte Teil des Spezials beschäftigt sich mit den Sicherheitsaspekten beim Klettern von Alpenrouten. Bergerfahrene Kletterer, die sich dieser besonderen Herausforderung stellen möchten, erfahren hier, worauf beim Bewältigen von Alpenrouten besonders zu achten ist.
IV: 'Sicherheit am Berg' - Eisklettern (28.07)
Ein Unternehmen der ganz besonderen Art ist das Eisklettern. Obwohl diese extreme Bergsportart besondere Risiken in sich birgt - die von Lawinen, Kälte, Eis- und Steinschlag ausgehen - findet auch sie immer größeren Anklang. Wer hier sicher in der Senkrechten unterwegs sein möchte, braucht jedoch nicht nur Steigeisen und Eispickel.
V: 'Sicherheit am Berg' - Big Walls (04.08.)
Der Abschluss des Specials hat ein Unternehmen der ganz besonderen Art zum Thema: das Klettern an Big Walls. Bei diesen Klettertouren ist man mehr als einen Tag in der Vertikalen, also die Felswand hoch unterwegs. Big Walls bewältigen zu wollen, ist nur etwas für die bereits sehr Fortgeschrittenen unter den Kletterern. Hier heißt es Ausrüstung von rund 50 bis 70 Kilo im Gepäck dabei zu haben und gefahrenfrei in einem Biwaksack nächtigen zu können.
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