
Reinhold Messner

Reinhold Messner

Die Überschreitung

Zwischen Licht und Schatten

Reinhold Messner
60. Geburtstag von Reinhold Messner
M2b Redaktion am 17.09.2004 - 10:09 Uhr
Reinhold Messner, der südtiroler Extrembergsteiger, ist schon zu Lebzeiten schon fast eine Art Legende! Er hat alle 14
Achttausender der Welt bestiegen, die Wüste Gobi durchwandert und zu Fuß den Südpol erreicht.
60-Jähriger vielseitig aktiv
Heute wird der 'Grenzgänger und Abenteurer' - wie Messner sich selbst nennt - 60 Jahre alt. Doch nicht nur im Extrembergsport ist Messner aktiv. Auch als Politiker, Bergbauer und als Autor von Dutzenden Büchern machte er sich einen Namen. Für die Grünen saß er beispielsweise fünf Jahre im Europaparlament und zur Zeit hält er zahlreiche Motivationsvorträge zum Thema Risikomanagement. Nicht umsonst schreibt Messner auf seiner Homepage: "Ich bin, was ich tue!"
Ohne Sauerstoffgerät auf den Mount Everest
Der Südtiroler blickt auf eine unvergleichliche Karriere zurück. Für weltweites Aufsehen sorgte Messner im Mai 1978, als er mit Peter Habeler ohne Sauerstoffgerät den höchsten Berg der Welt, den 8848 Meter hohen
Mount Everest bezwingt. Ärzte hatten gewarnt, dies werde nicht gelingen oder zu schweren Hirnschäden führen. Zwei Jahre später bricht Messner mit der Alleinbegehung des
Mount Everest von der Nordseite erneut alle Tabus im Bergsteigen. Seinen Stil kennzeichnet stets das Bestreben, mit möglichst wenig Hilfsmitteln auszukommen. Mit dem Makalu und dem Lothse hat er 1986 alle
Achttausender bezwungen.
Extreme Fußmärsche als neue Herausforderung
Nach diesen Erfolgen war Messner auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, die er schließlich in extremen Fußmärschen findet. Ohne Hunde- oder Motorschlitten legte er in 92 Tagen mit Arved Fuchs 2800 Kilometer zu Fuß über den Südpol zurück. Erst vor kurzer Zeit marschierte er 2000 Kilometer durch die Wüste Gobi.
Am Rand des Möglichen
Was ihn zu seinen außerordentlichen Leistungen brachte, ist vielen ein Rätsel. Schierer Ehrgeiz und Egoismus hätten ihn getrieben, meinen die Kritiker. In seiner zum Geburtstag erschienenen Autobiografie "Leben am Limit" erklärt Messner er könne nicht ohne Grenzerfahrungen leben. "Das Geheimnis liegt darin, dass ich die stärksten Erfahrungen nur haben kann, wenn ich an den Rand des Möglichen gehe."
Pläne für die Zukunft
Zu seinem Geburtstag gibt sich der Vater von vier Kindern jedoch eher bescheiden: er müsse sich nichts mehr beweisen, werde aber bis an sein Lebensende auf Berge steigen, die eben immer kleiner werden würden. Seine Hauptaufgabe sieht der 60-Jährige in den nächsten Jahren im Aufbau seines 'Messner Mountain Museums' auf der Burg Sigmundskron am Stadtrand von Bozen.
Quellen
- www.reinhold-messner.de
- Schwäbische Zeitung Online
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