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Film 09: Die Tochter des Samurai

M2b Redaktion am 21.07.2005 - 09:00 Uhr

Am Donnerstag, 25. August wird um 16.00 Uhr folgender Film gezeigt.

Die Tochter des Samurai
Spielfilm 1937
Regie: Arnold Fanck
Kamera: Walter Riml u.a.
Länge: 120 Minuten
Sprache: deutsch

Nach acht Jahren Studium in Europa kommt der junge Japaner Teruo nach Hause. Auf der Überfahrt freundet er sich mit einer jungen Deutschen an. In Tokio erwartet ihn schon die nach altem Brauch von seinen Eltern ausgewählte Braut. Doch Teruo will sie zunächst nicht heiraten. Ausgerechnet die fremde Deutsche weist ihm den Weg zurück zu den Werten der Tradition seiner Heimat. Diese deutsch-japanische Gemeinschaftsproduktion, eine Mischung aus Spielfilm und Dokumentation, bietet einen äußerst seltenen Einblick in das Japan der 1930er-Jahre zwischen Tradition und Moderne, zwischen Ost und West. Politisch ist der Film problematisch, entstand er doch in der Zeit, als Nazi-Deutschland und das imperialistische Japan eine engere Kooperation suchten. Das Projekt wurde deshalb großzügig finanziert und Arnold Fanck übertragen. Die Tochter des Samurai verbindet „völkisches und nationalsozialistisches Gedankengut mit konkreten politischen Inhalten. Der Film zieht Parallelen zwischen dem Tennôkult in Japan und dem nationalsozialistischen Führerprinzip, er betont die ideologische Verbundenheit zweier expansionistischer Systeme, deren Maxime eine ‚Volk ohne Raum’-Doktrin bildet, und rechtfertigt mit der Unterwerfung der Mandschurei nicht nur diese, sondern letztlich auch Hitlers analoge Politik in Europa“, so die Japanologin Janine Hansen.


Quelle: www.filmfest-stanton.at


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