
Time out

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Portrait - Beat Kammerlander
M2b Redaktion am 26.07.2005 - 10:50 Uhr
Seit über 25 Jahren ist Beat Kammerlander eine feste Größe in der internationalen Kletterszene und hat inzwischen sogar Kultstatus erreicht, gilt er doch als Pionier, Erschließer und Erstbegeher vieler Klettergebiete und -routen. Dabei wurden dem 46jährigen Vorarlberger liebevoll vielsagende Titel verliehen: "The Beastmaster", "Natural born climber" oder einfach nur "Mann ohne Nerven".
Am Limit des Machbaren
Der wilde Bursche mit der langen roten Lockenpracht setzte aber nicht nur beim Extremklettern Maßstäbe. Auch beim Eisklettern und Mixedklettern klettert er am Limit des Machbaren, teils ohne Seilsicherung. Ethik hat für ihn höchste Priorität. Er hält Mixedrouten und Drytooling ohne Eis für Blödsinn und vertritt die Ansicht, dass man auf den Sporn und die vielen Bohrhaken verzichten sollte. Sein neuestes Faible ist das Bouldern, mit dem er sich zuletzt intensiv befasst hat.
höchstes Niveau
Beat Kammerlander sucht das Abenteuer, paart kalkulierbares Risiko und Wagemut mit Kletterleistung auf höchstem Niveau. Dies zeichnet ihn seit über einem Vierteljahrhundert aus und wurde zu seinem Markenzeichen. Für ihn bedeutet eine Erstbegehung oder Neuerschließung oft mehr als eine geglückte Rotpunktbegehung.
Free Solo
1991 glückte ihm mit der "Unendlichen Geschichte" die erste alpine Route im Grad 10+. Seine bekannteste Erstbegehung ist wohl "Silbergeier" (10+), eine Route die Stefan Glowacz für seine bekannte Triologie auswählte. Jeder Kenner der Szene weiß, wie lange Stefan brauchte um diese Route zu knacken. Weitere schwerste Erstbegehungen bis zum 11. Schwierigkeitsgrad sollten folgen, bei Dreharbeiten für einen ORF-Film kletterte er unter anderem Free Solo die Route "Mordillo" (10-).
Zusammenarbeit mit Peter Mathis
In letzter Zeit findet man Beat auch immer häufiger hinter der Fotokamera, ein Hobby das zur Leidenschaft wurde und einen optimalen Ausgleich für ihn bedeutet. Seit vielen Jahren arbeitet er zudem mit einem der besten Action-Bergsportfotografen zusammen: Peter Mathis. Sie beide bilden ein ähnlich kongeniales Team wie Alexander Huber und Heinz Zak.
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