
Julia Winter Finale

Siegerehrung Jugend gesamt

Lisa Knoche

Stefan Danker Finale

Katrin Lau Finale

Aric Merz

Andre Borowka

Siegerehrung Jugend weiblich

Siegerehrung Jugend männlich

Lisa Knoche Finale

Gerlind Scholich und Lisa Knoche

Markus Hoppe

Andre Borowka und Markus Hoppe

Finale Damen

Stefan Danker Finale

Felix Neumärker

Erkan Sercan
Knoche und Hoppe holen sich die Deutsche Bouldermeisterschaft 2005
M2b Redaktion am 14.09.2005 - 10:00 Uhr
Sonnenschein, entspannte Musik, Grillen, gekühlte Getränke..., nein, dieses Szenario spielt nicht in irgendeinem südlichen Urlaubsparadies, das waren am vergangenen Samstag die Rahmenbedingungen des zweiten und entscheidenden Durchgangs des Deutschen Bouldercups 2005 in Leipzig. Zum Charakter einer Bouldersession trug auch das kleine, dafür aber umso feinere Starterfeld bei. Allzu entspannt durfte aber nicht sein, wer am Ende des Tages vorne dabei sein wollte.
Starke Leistungen in der Qualifikation
Bereits in den vier Qualifikationsbouldern wurde den 19 Herren von den Routenbauern Mike Schuh und Philip Magin einiges abverlangt. So konnten nur wenige der Boulder top begangen werden. Dennoch boten die besten deutschen Kletterer starke Leistungen und ließen Vorfreude auf das Finale am Abend aufkommen.
Nur fünf Damen vertreten
Bei den Damen fanden leider nur fünf Athletinnen den Weg ins Veranstaltungszelt im Schatten des Gipfels des Kletterfelsens K4 in Leipzig Grünau. Dennoch zeigten auch sie Leistungen auf nationalem Topniveau. Bereits in der Qualifikation zeichnete sich ein Zweikampf zwischen Lisa Knoche aus Freising und Julia Winter aus Dresden ab, wobei Lisa mit deutlichem Vorsprung vorne lag.
Zuschauerränge prall gefüllt
Nach einem heißen Nachmittag, der als Pause zur Verfügung stand, fand am Abend das Finale statt. Zu diesem fand sich auch eine große Zahl von Zuschauern ein, so dass das eigens aufgestellte Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt war. Pünktlich um sieben Uhr begann ein Feuerwerk der Kletterleistungen im Zelt - und ein stattliches Gewitter mit strömendem Regen draußen.
Deutscher Meistertitel für Lisa Knoche
Bei den zuerst startenden Damen setzte sich der Zweikampf fort, diesmal aber noch enger als in der ersten Runde. Und so erzielten Lisa Knoche und Julia Winter nach vier Finalbouldern das gleiche Ergebnis, was für Lisa aufgrund des Vorsprungs aus der Qualifikation den Tagessieg und auch den Deutschen Meistertitel bedeutete.
Borowka klettert vom sechsten auf den ersten Rang
Nicht minder spannend und hochkarätig ging es bei den im Anschluss startenden Herren zu. Besonders eindrucksvoll war die Vorstellung, die André Borowka aus Dresden ablieferte. Als sechster gerade noch so ins Finale gerutscht, zeigte er dort sein ganzes Können und sicherte sich klar den Tagessieg.
Hoppe zum zweiten Mal Deutscher Meister
Den Deutschen Meistertitel holte sich dagegen Markus Hoppe aus Dresden, der wie bereits beim ersten Cup in München Anfang des Jahres den zweiten Platz erreichen konnte und somit zum zweiten Mal nach 2002 den Titel mit nach Hause nimmt.
Schlechtes Wetter erfordert Improvisationstalent
Ähnlich entspannt wie bei den Erwachsenen, allerdings nicht mit so herrlichem Wetter, präsentierte sich die erste Deutsche Jugendmeisterschaft im Bouldern am Sonntag. Der am Vorabend einsetzende Regen ließ bis in die frühen Morgenstunden nicht nach und auch den gesamten Vormittag über zogen immer wieder Schauer über das Gelände. Dies erforderte von den Organisatoren einiges an Improvisationstalent, war doch die Aufwärmwand feucht und kaum vor Regen zu schützen. Mit vereinten Kräften aber wurden Lösungen gefunden, so dass die jungen Boulderer und Boulderinnen einen relativ reibungslosen Wettkampf abliefern konnten.
Altersklassen Jugend A und B zusammengelegt
Leider mussten aufgrund der geringen Teilnehmerzahlen die beiden Altersklassen Jugend A und B sowohl bei den Jungen, als auch bei Mädchen, zusammengelegt werden. Dies tat den hervorragenden Leistungen jedoch keinen Abbruch.
Bei den Mädchen gab es wie am Vortag wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Athletinnen: Wieder war eine der beiden Lisa Knoche, der die Belastung vom Vortag kaum etwas auszumachen schien. Diesmal hatte sie es aber mit der jungen Dortmunderin Juliane Wurm zu tun, die allerspätestens seit ihrem dritten Platz bei der Jugend-Weltmeisterschaft in Peking/China kein Geheimtipp mehr ist.
Knoche und Wurm machen es bis zum Schluss spannend
Mit identischem Ergebnis beendeten Lisa Knoche und Juliane Wurm die Qualifikation. Im Finale legte Lisa an den vier schön geschraubten Finalbouldern immer mit einer Begehung im ersten Versuch vor, Juliane zog direkt nach ihr startend immer gleich - bis zum letzten Boulder. Hier musste sie vielleicht doch der hohen nervlichen Anspannung Tribut zollen und patzte. Somit sicherte sich Lisa Knoche auch den ersten Deutschen Jugendmeistertitel im Bouldern - ein erfolgreiches Wochendende.
Stefan Danker triumphiert
Bei der männlichen Jugend wurde auch ordentlich hingelangt. Der wie bei den Mädchen offene Qualifikationsmodus tat der Stimmung recht gut, es wurde viel untereinander beraten und angefeuert. Das Finale forderte dann von den sechs Finalisten alles ab. Besonders die ersten Züge erwiesen sich als recht schwer. Am Ende konnte den Meistertitel Stefan Danker aus Landshut holen, was ihn besonders freute, war er doch am Vortag als siebter nur knapp am Finale vorbeigeschrammt.
Gelungener Wettkampf
Alles in allem erwies sich Leipzig wieder einmal als würdiger Austragungsort für einen Kletterwettkampf. Besonders bei der Jugend darf man auf die weitere Entwicklung im Boulderbereich gespannt sein, einige der jungen Talente beweisen ja schon heute, dass sie bei den "Alten" - im wahrsten Sinn des Wortes - mithalten können.
Ergebnisse
Damen Tag:
1. Lisa Knoche
2. Julia Winter
3. Katrin Lau
Damen Gesamt:
1. Lisa Knoche
2. Katrin Lau
3. Julia Winter
Herren Tag:
1. André Borowka
2. Markus Hoppe
3. Jonas Baumann
Herren Gesamt :
1. Markus Hoppe
2. Peter Würth
3. André Borowka
Jugend weiblich:
1. Lisa Knoche
2. Juliane Wurm
3. Manuela Heisele
Jugend männlich:
1. Stefan Danker
2. Alexander Hille
3. Christoph Roß
Quelle
Sebastian Lamm (DAV)
Zurück