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Lawinen-Spezial Teil I: Faszination abseits der Pisten
M2b Redaktion am 15.12.2006 - 14:01 Uhr
Berge sind erhaben - steinalt harren sie der Dinge, die uns bewegen. An ihnen spiegelt sich mit ihren Gipfeln und Tälern mancher Lebensweg mit seinen Höhen und Tiefen.
Hort der Ruhe
Berge bieten Platz für Momente der Besinnung, sie sind Raum der Kontemplation. An ihnen spüren wir unsere eigentliche Größe, sie ermöglichen den kollektiven Ersatzkitzel, sich selbst zu spüren.
Chimäre
Über die Medien wird in der Regel ein Bild erzeugt, das suggeriert, Sport bestünde lediglich aus Wettkämpfen und Rennen. Dabei geht es in dieser Scheinwelt um Leistung, die sich in Distanzen und Zeiten ausdrückt, die exakt gemessen wird und schließlich in Ranglisten gipfelt - Sieger und Verlierer, Helden und Versager sind schnell ausgemacht; das sorgt für Jubel, Faszination, Frustration und Ärger.
Jenseits des medialen "Showfetischs" sucht eine große Anzahl Aktiver die sportliche Herausforderung und das individuelle Naturschauspiel bei einer geruhsamen Wanderung, einer anspruchsvollen Klettertour oder einer einsamen Skitour - wir alle schätzen die subjektive Wahrnehmung fern der Verbauung und des Massentourismus, denn unser ästhetisches Empfinden für Natürliches ist sich, im Unterschied zu modernen Ästhetiken, sehr ähnlich.
Individueller Nervenkitzel und Gesellschaft
Neben dem Wattenmeer sind die Hochlagen der Alpen die einzigen Regionen Mitteleuropas, die wir noch als Naturlandschaften bezeichnen können. Wir erachten diese Formationen heute als wertvoll, weil sie unserem Bedürfnis nach Natur entsprechen. Mit dem zunehmenden Maß an Zivilisation in unserer Gesellschaft - das verdeutlichen die Freizeitaktivitäten in den Bergen - bricht sich entsprechend auch dieses elementare Bedürfnis des Menschen seine Bahn.
Interview: Recht auf Natur
Lesen Sie dazu das
Gespräch mit dem "Wanderpapst" Rainer Brämer.
Der sozialwissenschaftliche Naturwissenschaftler von der Universität Marburg meint, wir brauchen Natur, "um uns ins Lot zu bringen".
Im Zusammenhang mit seinen natursoziologischen und partiell naturpsychologischen Untersuchungen bietet das Wandern eine optimale Praxisverbindung, weil diese "gehende Fortbewegung" nachweislich den intensivsten Naturkontakt überhaupt ermöglicht. Die sinnliche Wahrnehmung von Natur ist beim Wandern einfach am größten, weil die eigene Natur optimal in das Geschehen einbezogen wird.
Interview mit Rolf Majcen
Der niederösterreichische Skibergsteiger und Extremsportler äußert sich über seine Motivation, die Berge auf Skiern zu erschließen.
Zum
Interview: Faszination abseits der Pisten.
Interview mit Peter Geyer
Peter Geyer ist Präsident der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände (IVBV) und auch in dessen deutschen Ableger aktiv. Schwerpunktmäßig kümmert er sich um alle beruflichen Angelegenheiten nationaler und internationaler Bergführer, insbesondere um Fragen des Risikomanagements im alpinen Bereich.
Was, meint der Bergführer, lockt den Menschen in die Berge?
Zum
Interview.
Video - das Allgäu ist im Frühjahr immer eine Fahrt wert
So lassen sich im Allgäu Skitouren-Spuren in die Hänge ziehen.
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Video.
Video - Skitour zum Geißeck
1200 Höhenmeter durch eine zauberhafte Gegend.
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Video.
Bildergalerie
Zur
Bildergalerie "Lawinen - abseits der Pisten".
Quellen und Literatur
- www.vdbs.de
- Günter Durner und Alexander Römer, Lawinen Know-How, 1. Aufl. 2003, ISBN 3-9807101-5-7
- Günter Durner und Alexander Römer, Erste Hife Bergrettung, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9807101-2-2
- Werner Munter, 3x3 Lawinen - Entscheiden in kritischen Situationen, 2. Aufl. 1999, ISBN 3-00-002060-8
- Martin Engler, Die weiße Gefahr: Schnee und Lawinen..., 1. Aufl. 2001, ISBN 3-9807591-1-3
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