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Eindrücke aus der Isolation

Timo Preußler im Finale

Siegerehrung Damen

Siegerehrung Herren

Benjamin Sillmann

Kletterhalle Magnesia

Kletterhalle Magnesia

Schiedsrichter

Maxi Klaus und Ole Herrenkind

Lisa Weisensee

DAV-Präsident Heinz Röhle

DM Sportklettern 2005: Knoche und Preußler neue Deutsche Meister

M2b Redaktion am 07.11.2005 - 11:20 Uhr

Bei der Deutschen Meisterschaft im Sportklettern am Samstag, dem 05. November, in der Forchheimer Kletterhalle "Magnesia" wurde Klettern vom Feinsten geboten. Timo Preußler und Lisa Knoche wussten sportlich zu überzeugen, sie ließen sich die Chance nicht entgehen und krönten ihre hervorragende Saison mit dem Titel "Deutscher Meister 2005". Marietta Uhden war verletzungsbedingt nicht am Start, Markus Hoppe und Christian Bindhammer, Mitfavoriten bei den Herren, schieden überraschend bereits im Halbfinale aus.

Final-Videos und Video-Interviews
Wir veröffentlichen in den kommenden Tagen Videos aller Finalbegehungen der Damen und Herren. Zudem erscheinen einige Video-Interviews, unter anderem mit Bundestrainer Christoph Finkel.

Superfinale bei den Damen
Im Damenfinale überzeugte neben Lisa Knoche insbesondere Irina Mittelman - beide Damen kletterten die Route top. So musste ein Superfinale über den Gewinn des Meistertitels entscheiden. Nach dem Herrenfinale bewiesen beide Damen in einer nur leicht veränderten Route ihr großes Kletterkönnen! Knoche kam deutlich weiter als ihre Konkurrentin aus Köln und sicherte sich damit den Titel. Bemerkenswert, wie weit Lisa Knoche in der Herrenroute nach oben gklettert ist - alle Achtung! Dritte wurde Julia Winter vom Sächsischen Bergsteigerbund. Bundestrainer Christoph Finkel war erfreut über die gezeigten Leistungen, besonders die Vorstellung der viertplatzierten Lisa Weisensee hat ihn beeindruckt: "Lisa ist sehr gut geklettert".

Vier Herren auf dem Podest
Bei den Herren dominierte Timo Preußler die Konkurrenz. Nach seiner Topbegehung im Halbfinale und der klar besten Leistung im Finale konnte sich der neue Deutsche Meister verdient feiern lassen. Zweiter wurde der junge Nachwuchskletterer Markus Jung, den dritten Platz teilten sich Andre Borowka aus Dresden und Andreas Bindhammer aus Kempten.

Überraschung
Dass mit Christian Bindhammer, der am Fels jüngst "Big Hammer" (9a) freilegte, und Markus Hoppe gleich zwei der Favoriten ihre Segel bereits im Halbfinale streichen mussten, war eine Überraschung. Hoppe sagte nach dem Bewerb etwas zerknirscht, dass er die Halbfinalroute wohl "auf die leichte Schulter" genommen habe.
Fast wäre der nationale Titel bei den Herren nach 2004 auch 2005 in der Familie Jung geblieben: Nachdem sich Daniel Jung im letzten Jahr in Duisburg gegen die Konkurrenz durchgesetzt hatte, behauptete sein Bruder Markus in Forchheim die Spitze des Klassements, bis ihm Timo Preußler mit einer bärenstarken Vorstellung den Rang ablief. Schon im Halbfinale hatte Preußler, der derzeit stärkste deutsche Kletterer, mit der einzigen Topbegehung überzeugt. Sein Vorsprung in der Finalroute war am Ende deutlich.

Abschied von Marietta Uhden
Vor dem Finale wurde Marietta Uhden, verletzungsbedingt nicht am Start, verabschiedet. Die erfolgreichste deutsche Wettkampfkletterin der letzten Jahre wird keine Bewerbe mehr bestreiten. Aufgrund einer Schulterverletzung hatte sie ihren Start in Forchheim kurzfristig absagen müssen. Prof. Dr. Heinz Röhle, neugewählter Präsident des DAV, bedankte sich in seiner Laudatio auch für den großen Beitrag Uhdens zur Etablierung des Kletterns in Deutschland. Dem Klettern wird Marietta aber in jedem Falle treu bleiben - für die kommende Saison hat sie sich einige ambitionierte Ziele am Fels gesucht.

Grundsatzpapier Spitzensport
DAV-Präsident Röhle erklärte in Forchheim, dass der DAV den Spitzenbergsport in Zukunft verstärkt fördern werde.
Im Rahmen der diesjährigen DAV-Hauptversammlung, die am 28. und 29. Oktober in Berchtesgaden stattgefunden hat, stimmten die Delegierten dem vorgelegten "Grundsatzpapier Spitzensport" zu und bestätigten damit die Berechtigung des Spitzensports innerhalb des DAV - vor allem auch hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung und -förderung. Ab 2006 kann damit der "Entwicklungsplan Spitzenbergsport" in den drei Bereichen Klettern, Skibergsteigen und Expeditionsbergsteigen umgesetzt werden. In ihm sind konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Trainings- und Wettkampfsysteme, die Optimierung der nationalen Kaderstrukturen und die Einführung eines Stützpunktkonzeptes festgeschrieben. Für die kommenden drei Jahre stehen dem Spitzenbergsport im DAV dafür insgesamt 130.000 Euro zur Verfügung.

Austragungsort Forchheim
Austragungsort der Deutschen Meisterschaft 2005 war die Kletterhalle "Magnesia" in Forchheim. Auf rund 400 Quadratmetern Kletterfläche hatten Johannes Lau und Ole Herrenkind spannende Routen inklusive ausladender Überhänge für den Bewerb geschraubt. Im Halbfinale waren 19 Teilnehmer am Start, für das Finale qualifizierten sich die besten vier Damen und sechs Herren.

Rahmenprogramm
Im Anschluss an die Siegerehrung zeigten die Kletterlegenden Kurt Albert und Holger Heuber ihre Diashow "Fight Gravity". Die Show zeigt die Geschichte des Sportkletterns auf, dargestellt von jenen, die sie maßgeblich mitgestaltet haben - vom Beginn des Rotpunkt-Kletterns in der Fränkischen Schweiz bis hin zu Expeditionen in die entlegensten Berggebiete der Welt.

Quelle
- www.alpenverein.de
- www.sportklettern-nrw.de
- www.digitalrock.de


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