Specials Eventspecials 2005 Weitere Events 2. Bergsichten Filme und Vorträge

Heinz Zak: Bellavista

Thomas Ulrich: Base Matterhorn

Udo Neumann: Seilfrei

Samstag 17:00 Uhr: Bergfilmblock 2

M2b Redaktion am 09.11.2005 - 15:37 Uhr

Seilfrei überm Mittelmeer - Udo Neumann, 24 Minuten
Der neueste Film des deutschen Boulderers, Kletterers und Filmemachers Udo Neumann ist spritzig und humorvoll und zeigt unter anderem den Salzburger Kletterer Klem Loskot an den Felsen und Klippen in Mallorca.

Klem war in England mit dem Deep Water Soloing, dem seilfreiem Klettern über dem (hoffentlich) tiefen Wasser, in Berührung gekommen. Mallorca eignet sich wegen der steilen, festen Felsen und dem warmen Mittelmeerwasser besonders. Zum ersten Mal nach einer langwierigen und lebensbedrohlichen Typhuserkrankung gibt sich Klem wieder völlig seiner Kletterleidenschaft hin, reflektiert sein Leben. Er beschließt an den Felsen und Klippen in Mallorca, wo jeder Fehlgriff zu einem unweigerlichen Sturz ins Wasser des Mittelmeeres bedeutet, so pur und ursprünglich wie möglich zu klettern.
www.udini.com

Bellavista - Abenteuer jenseits der Vertikalen - Heinz Zak und Sigi Menzel, 27 Minuten
Im Winter 2000 steigt Alexander Huber alleine in die Nordwand der westlichen Zinne ein. Es gelingt ihm die Erstbegehung einer außerordentlich schwierigen und physisch anspruchsvollen Route in nur fünf Tagen! An diese Route, die er später "Bellavista" nennt, kehrt er im Sommer 2001 zurück, um sie trotz der schlechten Absicherung frei zu durchsteigen. Nach 20 Tagen gelingt ihm schließlich die erste Rotpunktbegehung.

Der Film, welcher durch ein 50 Meter weit ausladendes Dach nur sehr schwer realisiert werden konnte, erforderte die Installation mehrerer Seilzüge, um möglichst viele Kamerapositionen zu erreichen. In fantastischen Bildern dokumentiert Heinz Zak die beiden Begehungen.
www.heinzzak.com

B.A.S.E. Matterhorn - Mario Kreuzer (Österreich), 22 Minuten
Der Schweizer Ueli Gegenschatz und der Österreicher Hannes Arch sind professionelle B.A.S.E.-Jumper. Sie springen von festen Objekten wie Gebäuden, Brücken und Felswänden. Vor drei Jahren sind die beiden zusammen als erste vom "Pilz", einem bizarren Vorsprung in der Eiger-Nordwand, gesprungen. Beide haben nach dem Eiger-Jump nach dem nächsten großen Ding gesucht. "Und da", meinte Hannes Arch, "blieb uns eigentlich nur das Matterhorn".

Das Matterhorn, die wahrscheinlich bekannteste Silhouette auf unserem Planeten, ist nicht nur für Bergsteiger und Kletterer ein eindrucksvolles Symbol für Herausforderung. Dort streben die Ziele gewöhnlich nach oben.
Hannes Arch und Ueli Gegenschatz aber orientieren sich nach unten. Beide wagten den ersten Sprung vom berühmtesten Berg der Alpen. Das ist kein risikoarmes Unterfangen, denn schon ein leichtes Lüftchen könnte in 4.200 Metern Höhe das Ende dieser Herausforderung darstellen. Die dünne Luft und die nahen Felswände erfordern präzise Vorbereitungen, um aus wenigen Sekunden Adrenalin ein "erlebtes" Abenteuer werden zu lassen.
www.redbull-acroteam.com

Quelle
Frank Meutzner



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