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Heinz Zak: Güllich im Seperate Reality

Lutz Maurer: Preuss Marmolada

Sonntag 17:00 Uhr: Bergfilmblock 4

M2b Redaktion am 09.11.2005 - 15:37 Uhr

"Wen die Götter lieben – Der Alpinist Paul Preuss" - Lutz Maurer (Österreich), 24 Minuten
"Kein anderer Alpinist hat für unser Tun eine größere Bedeutung als Paul Preuss. Er war eine Persönlichkeit, die das Bergsteigen nachhaltig beeinflusste. Seine Ideen sollten die Basis der modernen Freikletter-Bewegung werden", schrieb Reinhold Messner im Vorwort zur Biografie des Altausseer Bergsteigers.

Preuss kletterte nur Touren, die er auch im Abstieg meisterte, akzeptierte Seil und Felshaken, von denen er lediglich zwei in seiner Laufbahn setzte, nur für den Notfall. "In der Beschränkung liegt die Kunst des Meisters" schrieb er in einem Aufsatz. "Der Mensch sollte einem Problem gegenüber wachsen, nicht der technische Aufwand bei dessen Lösung". Das unterschied Preuss von den Bergsteigern seiner Zeit.

In seinem kurzen, erfüllten Leben führte ihn seine rund zwölf Jahre lang andauernde alpine Laufbahn auf 1.200 Gipfel. Der Film zum 90. Todestag von Paul Preuss im Jahr 2003 berichtet von seinen kühnen Touren und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen.

"Jung stirbt wen die Götter lieben - Das kurze Leben des Kletterers Wolfgang Güllich 1960 – 1992" - Malte Roeper, Jochen Schmoll, 52 Minuten
Eine Produktion von "Bergauf-Bergab" des Bayrischen Rundfunks.

Wolfgang Güllich ist ein Idol in der überschaubaren Welt der Sportkletterer, aber Millionen von Menschen bewunderten ihn weltweit auf der Kinoleinwand. Im Hollywoodstreifen "Cliffhanger" hing er mit einer Hand an einer schmalen Felsleiste über dem Abgrund – als Double von Sylvester Stallone. Zwar hat sich zwischen dem bescheidenen Kletterer und dem Filmstar während der Dreharbeiten eine herzliche Freundschaft entwickelt, die große Show aber hat Güllich nie interessiert. Er hat als Kletterer Maßstäbe gesetzt: An den Felsen in seiner Heimat, der Pfalz, in seiner Wahlheimat Frankenjura, als auch an den Riesenwänden im Karakorum und in Patagonien.

Aber, so schreibt Bergauf-Bergab-Autor Malte Roeper, "...sportliche Leistung ist eine Form von Ruhm, die schnell verblassen kann. Zum Idol wird einer erst durch seine Persönlichkeit". Malte Roeper und der Kameramann Jochen Schmoll würdigen das Leben eines der größten Kletterer aller Zeiten.

Quelle
Frank Meutzner


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