ASTC: Dachstein Xtreme - Spitzenevent im Touren- und Schneeschuhparadies
M2b Redaktion am 10.03.2006 - 15:00 Uhr
Am Dachsteinplateau eröffnet sich für den Touren- und Schneeschuhgeher ein wahres Paradies. Welcher Tourenskifahrer und Schneeschuhläufer träumt nicht davon: 260 Zentimeter Pulverschnee, eine unglaubliche Naturkulisse und annähernd 3.000 Meter hohe Gipfel... Der Tourenskifahrer und Schneeschuhläufer bewegt sich in dieser unglaublichen Landschaft auch inmitten einer "UNESCO Welt-Erbestätte" - der Dachstein hat diese Auszeichnung etwa mit den Pyramiden von Gizeh oder der Großen Mauer von China gemein.
Spitzenbergsport in prachtvoller Naturkulisse
Der Austria Skitour Cup (ASTC), die Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen, nutzt das einzigartige Gebiet am Dachstein und trägt in dieser Saison mit dem "FRITSCHI Dachstein Xtreme" am 18. März das Europacupfinale und die Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen aus. Am 19. März folgt die offene Weltmeisterschaft im Schneeschuhlauf.
FRITSCHI Dachstein Xtreme am 18. März
Lange Strecke
Internationale Spitzenläufer kommen auf der 17,6 Kilometer langen (1.910 Höhenmeter) Strecke in den Genuss einer der schönsten Skitouren-Gegenden Österreichs und überqueren mit dem Hohen Dachstein (2.995 Meter) den höchsten Gipfel von Oberösterreich und der Steiermark. Zudem beinhaltet die Runde die steile Südabfahrt durch die "Schwadrinn". Auf der langen Distanz fällt am Samstag die Entscheidung in der Österreichischen Meisterschaft im Skibergsteigen; der Höhepunkt schlechthin ist jedoch das Europacupfinale der ISMC/UIAA im Singlebewerb. Gestartet wird um 10:00 Uhr.
Kurze Strecke
Auf der kurzen Strecke (14,2 Kilometer lang, 1.499 Höhenmeter) kann Jedermann ab Jahrgang 1988 mit Tourenski das einzigartige Panorama bewundern und Pulverschneeabfahrten genießen. Auch hier werden der 2.997 Meter hohe Gipel des Hohen Dachsteins und die Steinerscharte passiert. Das Österreichische Bundesheer trägt auf dieser Distanz zudem einen Leistungsbewerb im Skibergsteigen aus. Der Start erfolgt um 11:30 Uhr.
Streckenverlauf
Beide Strecken verlaufen im alpinen Gelände, Start ist jeweils an der Bergstation der Dachstein Südwandbahn. Die Routenwahl für die lange Strecke ist schwierig, sowohl Kletter-, als auch Freeriding-Elemente sind enthalten und die Sportler werden extrem gefordert. Neben technisch anspruchsvollen Tragepassagen müssen auch lange Gletscherabfahrten und -anstiege über den Gosauer und Hallstätter Gletscher überwunden werden. Damit zählt das "Dachstein Xtreme" zu den härtesten und schönsten Outdoor-Events Österreichs. An die Tagesschnellsten der langen Strecke werden insgesamt 7.800 Euro an Preisgeld ausgeschüttet.
Nichts Vergleichbares in Österreich
Die lange Strecke wurde bereits von den Athleten des ASTC-Powerteams begangen und der Tenor ist einhellig: Es gibt nichts Vergleichbares in Österreich und das Skitourenrennen muss vom Schwierigkeitsgrad her den internationalen Vergleich nicht scheuen. In Zusammenarbeit mit dem Eigentümer der Strecke – der Planai – wurde die Idee eines hochalpinen Rennens am Dachstein vom ASTC aufwändig und konsequent umgesetzt. Die Planungen für die Erstauflage dieses Events in diesem Jahr laufen bereits seit 2004.
Austragung auch bei Schlechtwetter
Das Rennen findet bei jeder Witterung statt. Eine kurzfristige Verschiebung auf Sonntag, den 19. März, ist wetterbedingt jedoch möglich. Bei Schlechtwetter oder Nebel wird die Strecke verkürzt oder verlegt. Es sind absolut sichere Ausweichrouten vorhanden, um auch bei schlechter Lawinensituation oder starken Niederschlägen eine Austragung zu gewährleisten.
ATLAS Dachstein Xtreme am 19. März
Offene Weltmeisterschaft im Schneeschuhgehen
Am 19. März kommen dann auch die Schneeschuhläufer beim "ATLAS Dachstein Xtreme" auf ihre Kosten: Auf der 7,5 Kilometer langen (460 Höhenmeter) Strecke auf dem einzigartigen Dachsteinplateau mit den östlichsten und nördlichsten Gletschern der Alpen wird die offene Weltmeisterschaft im Schneeschuhgehen ausgetragen. Die Route kann als technisch leicht bewertet werden und verläuft in einer Höhenlage zwischen 2.550 und 2.850 Metern. Alle Fans des Schneeschuhgehens sind herzlich eingeladen, sich miteinander zu messen. Startberechtigt ist Jedermann, inklusive Jahrgang 1988. Leihschneeschuhe gibt es am Dachstein. An die Tagesschnellsten werden insgesamt 3.500 Euro an Preisgeld ausgezahlt.
Zuschauen und Genießen
Einzigartige Ein- und Ausblicke möglich
Wer sich nicht aktiv am Renngeschehen beteiligen will, sondern lieber genüsslich die unvergleichliche Landschaft und den einzigartigen Ausblick genießen möchte, der ist bei der Bergstation der Dachstein Südwand bestens aufgehoben. Dort kann sich der Zuseher in der Sonne aalen und gleichzeitig auch die Rennen hautnah miterleben, denn weite Teile der Strecken sind von der Bergstation der Hunerkogel-Seilbahn direkt einsehbar. Der neu errichtete "Skywalk", eine 13 Meter freitragende Aussichtsplattform über der 1.000 Meter hohen Dachstein Südwand, bietet zudem einzigartige Ein- und Ausblicke. Die Auffahrt zum Hunerkogel ist in jedem Fall lohnend - wo kann man sonst auf 2.700 Metern Seehöhe mit Halbschuhen eine Sportveranstaltung beobachten?
Testzentrum mit Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeit
Im Rahmen der "Dachstein Xtreme Freedays" vom 17. bis zum 19. März ist unter anderem auch Adidas mit einer eigenen "Adidas Area" beim Dachstein Xtreme dabei. Es wird zudem ein Testzentrum mit Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeit eingerichtet, in dem sich die Fans dieser Sportarten über die neusten Trends informieren und die verschiedenen Produkte testen können. Weil der Winter bereits am Abklingen sein wird, gibt es dabei sagenhafte Sonderangebote. Die Planai-Bahnen rechnen mit regem Besucher- und Teilnehmerinteresse.
Stimmen der Aktiven
Andi Ringhofer
Bereits im Vorfeld haben sich die österreichischen Topathleten der Skibergsteiger zum Dachstein Xtreme geäußert. So etwa der Schladminger Andi Ringhofer, Sieger der Mountain Attack in Saalbach 2004 und 2005.
"Auch wenn das Gebiet sehr witterungsabhängig ist, finde ich es super, dass es das Rennen am Dachstein gibt," so Ringhofer. "Die Streckenführung passt sehr gut, es wird viel Abwechslung geboten - unter anderem gibt es auch einige Tragepassagen." Der Paradesportler weiß natürlich um die Schwierigkeiten für die Organisatoren, ein alpines Rennen auszutragen, denn der Aufwand ist gewaltig.
Josef Tritscher
Einer, der die Strecke des "Fritschi Dachstein Xtreme" kennt wie kaum ein anderer, ist der Ramsauer Josef Tritscher (Atomic-Suunto-Team) aus der von den alpinen Rennen bekannten Tritscher-Familie. "Eine total super Strecke, wenn auch schwierig. Dazu kommt noch die Höhenlage, denn der Athlet bewegt sich doch auf beinahe 3.000 Höhenmetern. In Österreich gibt es vom Schwierigkeitsgrad her nichts Vergleichbares, hier kommt es auf das Können im alpinen Gelände an. Eine Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen sollte aber eh schwer sein."
Heinz Verbnjak
Auch der gebürtige Admonter und Wahlkärntner Heinz Verbnjak wird an der Österreichischen Meisterschaft am Dachstein teilnehmen. Über die Strecke sagt er als einer der besten Skitourensportler Österreichs: "Eine Wahnsinnssache, eine Strecke mit schwierigen und steilen Tragepassagen. Das Rennen ist auf jeden Fall etwas, das mir gefallen könnte."
Chancen auf den Titel rechnet sich Verbnjak allerdings keine aus, denn ihm fehlen die Trainingsmöglichkeiten, um die für die Strecke notwendigen Steilrinnen-Abfahrten und Tragepassagen zu üben. "Da werden natürlich die Spezialisten fürs alpine Gelände bevorzugt sein", so der Admonter.
Martin Hornegger
Nach der Besichtigung einzelner Streckenabschnitte zeigt sich auch der 44-jährige Annaberger Martin Hornegger, Kapitän des ASTC Powerteams und zweifacher Österreichischer Meister, begeistert: "Die Strecke ist super – Klettern, Laufen und Skifahren, das alles ist auf diesem Kurs gefragt. Für den Skitourengeher ist das ein ideales Rennen." Dementsprechend bereitet sich Hornegger auf die Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen am Dachstein auch vor, denn als Experte fürs alpine Gelände kommt ihm diese Strecke entgegen und er rechnet sich doch auch Chancen auf den Titel aus.
Markus Stock
Einer der Konkurrenten um den Titel des Österreichischen Meisters im Skibergsteigen am Dachstein wird ASTC Powerteam-Kollege Markus Stock sein. Der 36-jährige Bischofshofner und Salzburger Meister äußert sich über die Strecke des "Fritschi Dachstein Xtreme" ähnlich wie Hornegger: "Eine tolle, anspruchsvolle und schwierige Strecke, die mir entgegenkommt. Ich bin topmotiviert für dieses Rennen, das seinesgleichen in Österreich sucht."
Alex Lugger
Nicht zu vergessen Österreichs Topathlet und amtierender Österreichischer Meister, der Kärntner Alex Lugger, der den 15. Rang in der Weltrangliste belegt. Er sieht es durchaus positiv, dass sich Amateur-Tourenskirennen immer mehr auf die Piste verlagern und die professionellen Veranstaltungen ins Gelände wandern: "Abgesehen davon, dass mir das von meinen Neigungen her entgegen kommt, bin ich auch der Meinung, dass ernsthafte Tourenskirennen sowieso ins freie Gelände gehören."
ASTC 2006 im Überblick
Veranstaltungen - 22.01.06: Champ or Cramp, Spittal a. d. Drau
- 05.02.06: 12. Lesachtaler Tourenlauf, St. Lorenz
- 12.02.06: Sellraintaler Marathon, Praxmar
- 19.02.06: Knappen Königs Trophy, Bischofshofen
- 04.03.06: Loserrennen, Bad Aussee
- 18.03.06: Dachstein Xtreme, Ramsau am Dachstein
Weitere Infos
Alle Daten und Fakten zum "Dachstein Xtreme" sind unter www.astc.at übersichtlich dargestellt. Infos zu den weiteren Veranstaltungen des Austria Skitourcup 2006 finden Sie ebenfalls auf den Seiten des ASTC und auf unserer Sonderseite. Die Ausschreibung des Dachstein Xtremes mit Anmeldemöglichkeit und ein Newsletter sind als PDF-Dokumente an diesen Text angehängt.
Quellen
- CANETA
Pressebetreuung ASTC
Mag. Martin Kimbacher
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