Österreichische Top-Athleten beim Graukogelrennen in Gastein
M2b Redaktion am 30.01.2006 - 15:30 Uhr
66 Tourengeher machten sich am Freitag, dem 27. Januar 2006, um 17:30 Uhr auf den Weg von der Talstation der Graukogel Bahn hinauf über knapp 900 Höhenmeter zur Graukogelhütte. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und sehr griffigen Schneeverhältnissen wartete ein sehr selektiver Kurs mit Steilstücken und flachen Passagen auf die Athleten.
Österreichs Top-Athleten am Start
Neben zahlreichen heimischen Hobbysportlern waren auch die Top-Athleten der österreichischen Rennszene bei dem Uphill-Rennen, das zum "Tour de Piste Cup" zählt, am Start: Hans Wieland, Gewinner der Mountain Attack 2006 (Halbmarathondistanz) und Führender im Tour de Piste Cup, Alfred Mandl, Gewinner des Rofan-Nachtaufstieges eine Woche zuvor, Siegfried Hochenwarter aus Kärnten vom ASTC-Powerteam, der in diesem Jahr ebenfalls schon einige Siege erringen konnte, sowie die beiden Organisatoren Markus Stock und Thomas Wallner, ebenfalls vom ASTC-Powerteam.
Kollision von Wieland und Wallner
Nach dem Startschuss folgte gleich eine rennentscheidende Szene, als die beiden Favoriten Wieland und Wallner im Startgetümmel kollidierten. Der Lungauer Wieland konnte nach einem Sturz gleich weiterlaufen und verlor nur wenige Sekunden, Wallner hingegen, eine Woche zuvor noch Zweiter vor Wieland beim "Champ or Cramp" in Spittal, verlor bei dieser Aktion ein Fell und konnte das Rennen erst nach knapp 40 Sekunden wieder aufnehmen.
Zweikampf bis zum Ziel
In der Folge entwickelte sich das Rennen zu einem Zweikampf zwischen Alfred Mandl und Hans Wieland, der über die ganze Strecke andauerte. Dahinter kämpften die beiden ASTC-Athleten Siegfried Hochenwarter und Thomas Wallner, der sich bis zur Hälfte des Rennens vom Ende des Feldes auf Rang vier vorarbeiten konnte, um Rang drei. Markus Stock beobachtete den Zweikampf seiner ASTC-Teamkollegen nur wenige Meter dahinter, dicht gefolgt vom Pinzgauer Hans Leiner und dem Salzburger Markus Anselmi.
Schlussspurt von Wieland entscheidend
An der Spitze wurde dann immer wieder das Tempo forciert. Etwa 100 Meter vor dem Ziel überraschte Hans Wieland seinen Kontrahenten Alfred Mandl aus Salzburg mit einer gewaltigen Sprinteinlage, auf die Letzterer schließlich nicht mehr kontern konnte. Somit wiederholte der Gewinner vom ersten Tour de Piste Rennen den Erfolg von Werfenweng und siegte wenige Sekunden vor Mandl. Mit knapp eineinhalb Minuten Rückstand sprinteten dann Hochenwarter und Wallner Richtung Ziel, im Duell der Generationen konnte sich der Kärnter durchsetzen und verwies den Bischofshofener auf Rang vier. Markus Stock kam am Graukogel auf Rang sieben in die Endwertung.
Die weiteren Platzierungen
Sensationell auch die Zeiten der Allgemeinen Klasse: Sieger in der Klasse AK1 wurde Niklas Kroehn aus Kärnten knapp vor Walter Krenn und Andreas Kienast vom ASTC-Powerteam. Sieger in der Klasse AK2 wurde Josef Feuchter vor Siegfried Scherer und Lokalmatador Erwin Reinthaler. Am Start waren auch vier Damen, schnellste war Helga Prommegger vor Beate Reith und Romana Inhöger. Die Teamwertung war in Bad Gastein wieder einmal fest in der Hand des ASTC-Powerteams: Die Besetzung Hochenwarter, Wallner, Stock und Kienast holte sich souverän den Tagessieg. Das Team "Dynafit/Northland" (Anselmi, Zinthauer, Mandl) wurde Zweiter. Wie hochwertig das Rennen besetzt war, sieht man daran, dass der Letzte des Rennens nur 31 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel kam.
Nächste Station Mitte Februar
Nach dem Rennen sorgte Hüttenwirt Peter von der Graukogelalm bestens für das Wohlbefinden der Sportler, die noch bis spät in die Nacht ihre Erfolge feierten.
Als nächstes Rennen des Tour de Piste Cups steht am 10. Februar der Sprint auf die Hahnbaum Alm auf dem Programm