DAV: Auftakt zum Deutschen Bouldercup in Traunstein
M2b Redaktion am 15.02.2006 - 16:00 Uhr
In rund zwei Wochen wird der Auftakt des Deutschen Bouldercups 2006 eingeläutet. Austragungsort der Veranstaltung am 04. März ist die Sporthalle der Kaufmännischen Berufsschulle II in Traunstein. Die etablierte Cupserie wird am 01. April in Münster fortgesetzt, ehe am 15. Juli in Überlingen am Bodensee das dritte und letzte Event steigt. Der und die Gesamtbeste dürfen sich am Ende Deutsche(r) Boulder- Meister(in) 2006 nennen.
Lisa Knoche und Markus Hoppe verteidigen ihren Titel
Titelverteidiger von 2005 sind Lisa Knoche (Freising) und Markus Hoppe (SBB). Beide haben auch 2006 Chancen, ihre Titel zu verteidigen. Allerdings steht auch einige Konkurrenz parat, die ihnen die Titel streitig machen will: Bis auf Peter Würth und Andre Borowka wird der gesamte Boulderkader der Herren an den Start gehen, darunter Christian Benk, Karsten Borowka, Aric Merz, Thorsten Neuhaus und Jonas Baumann.
Drei Runden sind zu klettern
Der Wettkampf besteht aus drei Runden, die zu absolvieren sind: Qualifikation, Halbfinale und Finale. In der Qualifikation, die nach offenem Modus ausgetragen wird, sind vier bis fünf Boulderprobleme zu "knacken". Hier herrscht noch eine verhältnismäßig lockere Atmosphäre, da sich jeder gegenseitig zuschauen kann: Optimal, um selbst einmal gehobene Wettkampfatmosphäre zu schnuppern!
Die besten zwölf Damen und 20 Herren kommen ins Halbfinale. Dort wird im "klassischen Intervallmodus" geklettert: Für vier Boulder stehen jeweils vier Minuten Zeit zur Verfügung. Dazwischen kann man sich vier Minuten ausruhen. Es geht natürlich wie immer beim Klettern darum, ganz nach oben zu kommen. Da Boulderprobleme in der Regel nur aus vier bis zehn Zügen bestehen, sind diese besonderes schwer und technisch oder athletisch anspruchsvoll - Klettern in seiner reinsten Form!
Im Finale der besten Sechs geht es schließlich um die Plätze auf dem Podium. Wie im Halbfinale sind vier Boulder zu bewältigen, die darüber entscheiden, wer am Ende ganz oben auf dem Treppchen steht.
Weltmeister am Start - Teamcup zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz
Ganz besonderes Salz in der Suppe ist der gleichzeitig stattfindende Teamcup zwischen den drei Nationen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit kommt ein gutes Stück Internationalität in die Veranstaltung. Österreich nutzt den Deutschen Bouldercup als eigene nationale Wertung, man darf also mit etwas 40 bis 50 Startern aus Österreich rechnen.
Die Schweiz schickt ein Dreier-Damenteam und ein Sechser-Herrenteam, das an allen Runden teilnimmt. Im Finale stehen demnach die besten sechs deutschen und österreichischen Starter/innen sowie das Schweizerteam. Die individuellen Finalwertungen gehen dann in die Teamwertung ein.
Hier sind die Österreicher wohl die Favoriten, da mit Kilian Fischuber der Vizeweltmeister und Gesamtweltcupsieger im Bouldern antreten wird. Daneben versucht sich Angela Eiter, Seriensiegerin 2005, Weltmeisterin und World Games Gewinnerin, 2006 erstmalig im Bouldern auf der Wettkampfbühne und wird auch in dieser Disziplin eine gute Figur machen. Ziel ist es übrigens, auch in den kommenden Jahren immer wieder nationale Wettkämpfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verknüpfen.
Erfahrener Ausrichter
Traunstein war schon zwei Mal Austragungsort eines Bouldercups. In den Jahren 2002 und 2003 erlebte ein begeistertes Publikum hervorragende Wettkämpfe: Traunstein garantiert für Qualität. Die beiden Ausrichtersektionen Traunstein und Prien haben auch diesmal einiges an Vorbereitungen getroffen, um ihrem Ruf gerecht zu werden. Die Zuschauer werden mittels Projektionsbildern zeitnah über den aktuellen Zwischenstand informiert, die Filmaufnahmen würzen das Live-Erlebnis zusätzlich.
Zeitplan
Samstag, 04. März, in der Sporthalle der Kaufm. Berufsschulle II, Prandtnerstr. 3, Traunstein