Am 13. Mai fand in Frankenthal der erste Deutsche Sportklettercup des Jahres statt. Austragungsort war das DAV Kletterzentrum Frankenthal (Pfalz Rock). Auf der von Ole Herrenkind und Maxi Klaus geschraubten Route traten die Damen und Herren ab 09:30 Uhr zunächst zum Viertelfinale an. Dabei musste zu diesem frühen Zeitpunkt mit Johannes Lau bereits ein Mitfavorit die Segel streichen. Der Lokalmatador stieg auf einen Haken und bekam daher nach dem geltenden Regelwerk Abzüge in seiner Wertung, weswegen es nicht zur Qualifikation für das Halbfinale reichte.
Hoppe und Bindhammer überzeugen im Halbfinale
Die 24 Herren und 16 Damen, die den Sprung ins Semifinale geschafft hatten, sahen sich wieder dem selben Wandteil gegenüber. Die Tour ging über überhängende Kanten und kleine Dächer. Mit einer souveränen Vorstellung überzeugten im Halbfinale vor allem Markus Hoppe, aber auch Christian Bindhammer. Bei den Damen wurde Kathrin Lau der Erwartungshaltung der heimischen Fans gerecht und qualifizierte sich neben fünf weiteren Sportlerinnen für das Finale.
Finale Damen: Nur Winter kann toppen
Die anspruchsvolle Tour im Finale der Damen führte über einen großen überhängenden Bereich der Wand und erforderte ein hohes Maß an Athletik. Vier steile Dachkanten konnten nicht alle Finalistinnen meistern. Am Ende fand nur Julia Winter einen Weg und konnte toppen. Juliane Wurm und Lisa Knoche fielen dagegen im horizontalen Dach ab und belegten die Podestplätze.
Herren: Bindhammer Schnellster im Superfinale
Etwas weniger anspruchsvoll war die Finaltour der Herren geschraubt. Hier konnten alle acht Finalisten einen schnellen Weg nach oben finden. Mit Christian Bindhammer, Markus Hoppe und dem Deutschen Meister Timo Preußler kamen drei Kletterer zum Top und erzwangen so ein Superfinale. Dieses wurde auf der selben Tour geklettert, da das noch anstehende Speedklettern nicht durch ein Umschrauben unnötig verzögert werden sollte. Timo Preußler machte den Auftakt im Superfinale und konnte die Tour in 3:09 Minuten toppen. Nach ihm war Markus Hoppe an der Reihe und unterbot Preußlers Zeit vor den jubelnden Zuschauern um sechs Sekunden. Für den Höhepunkt sorgte jedoch Christian Bindhammer, der mit dem höchsten Durchschnittstempo kletterte und nach nur 2:46 Minuten sein Ziel erreichte. Damit war die Entscheidung gefallen.
Speedcup: Knoche mit starker Vorstellung
Für die Zuschauer folgte nach dem Lead- noch der Speed-Event. Dabei zog der Austragungsmodus, in Form immer neuer Kletterduelle im KO-System, die Fans vor Ort weiter in ihren Bann. Außerdem konnte Lokalmatador Johannes Lau mit 8,61 Sekunden die beste Zeit des Herrenfeldes vorlegen. Bei den Damen überzeugte Lisa Knoche in 15,25 Sekunden auf identischer Route. Nachdem Lau im Halbfinale wegrutschte und so dass Finale verpasste, konnten sich Timo Preußler und Jonas Baumann für das abschließende Kletterduell qualifizieren. Dabei ging Baumann als Sieger hervor. Bei den Damen belegte Kathrin Lau im Finale Platz zwei hinter Lisa Knoche, die eine souveräne Vorstellung zeigte. Auf Rang drei komplettierte Hannah Ulmen das Podest.