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Eduard Marin Garcia

Caroline Ciavaldini

Angela Eiter on Top

Patxi Usobiaga

Festival Internationale d´Escalade

David Lama

Evgeny Vaytsekhovsky

Tatiana Ruyga (RUS)

Sandrine Levet

Caroline Ciavaldini (FRA)

Jorg Verhoeven

Tomàs Mrazek

Natalija Gros (SLO)

Uiaa Logo

Eduard Marin Garcia

Christian Bindhammer

Christian Bindhammer (GER)

Der Schweizermeister 2005 Cédric Lachat

Jorg Verhoeven (NED)

Barbara Bacher

Flavio Crespi

Überraschung in Chamonix: Eduard Marin Garcia (ESP) gewinnt vor Usobiaga und Lachat

M2b Redaktion am 17.07.2006 - 15:00 Uhr

Nach der eher skandalösen EM in Russland ging es am 12. und 13. Juli weiter im Kalender des UIAA Climbing Worldcups: Vor der Kulisse des Mont Blancs wurde in Chamonix, Frankreich, ein perfekt organisierter Weltcup im Speed- und Schwierigkeitsklettern ausgetragen. Rund 10.000 Zuschauer verfolgten den wohl best besetzten und eindrucksvollsten Wettkampf der Saison, der wie schon die Weltcups in Dresden und Grindelwald unter freiem Himmel veranstaltet wurde.

Lead-Qualifikation bildet den Auftakt des Kletter-Festes
Den Auftakt zu Europas größtem Kletterevent bestritten am 12. Juli die Lead-Kletterer, die zunächst in der Qualifikation ran mussten. 49 Damen und 79 Herren kämpften hier um die begehrten 26 Startplätze für das Halbfinale, das wie das Finale am Folgetag stattfinden sollte.
In der Qualifikationsrunde der Damen bedurfte es, mindestens 15,50+ zu knacken, um sich im Halbfinale wiederzufinden. In der Herrenqualifikation schied aus, wer unter der 12,60- Marke ins Seil zurück fiel. Insgesamt 16 Damen und zwölf Herren konnten die Qualifikationsroute Top klettern.

Christian Bindhammer als einziger Deutscher weiter
Während Christian Bindhammer diese Hürde souverän meisterte, war für die anderen deutschen Athleten bereits nach ihrem ersten Auftritt in Chamonix wieder Schluss: Irina Mittelmann (Platz 44), Timo Preußler (Platz 39), Andreas Bindhammer (Platz 52) und Thomas Knoche (Platz 58) schieden früh aus.

Medaillen im Speed gehen allesamt nach Russland
Im Anschluss an die Lead-Qualifikation folgte am Mittwoch die Entscheidung im Speed. Dabei gab es keine Überraschungen, und die russische Fraktion machte abermals die ersten Plätze unter sich aus: Alle acht in Chamonix angetretenen russischen Speed-Kletterer (vier Damen und vier Herren) platzierten sich jeweils auf den Plätzen eins bis vier. So gewann bei den Damen Tatiana Ruyga vor Ksenia Alexeeva, Valentina Yurina und Anna Saulevich, bei den Herren siegte Evgeny Vaytsekhovsky vor Alexander Peshekhonov, Alexander Kosterin und Sergey Sinitsyn. Insgesamt waren zehn Damen und 19 Herren in Chamonix angetreten.

Zehn Herren schaffen den Sprung ins Lead-Finale
Am 13. Juli, einem Tag vor dem französischen Nationalfeiertag, sollte die Spannung dann weiter steigen: Das Halbfinale und das Finale im Lead standen auf dem Programm. Mit Jorg Verhoeven (NED) und Cédric Lachat (SUI) gelang es im Semifinale nur noch zwei Athleten, die gegebene Route komplett zu durchsteigen. Neben ihnen schafften es Eduard Marin-Garcia (ESP), Tomás Mrázek (CZE), Flavio Crespi (ITA), Klemen Becan (SLO) und David Lama (AUT) ins Finale. Den achten und letzten Finalplatz teilten sich schlussendlich Patxi Usobiaga (ESP), Ramon Julian Puigblanque (ESP) und Christian Bindhammer, die allesamt eine Höhe von 13,10- erzielten. Damit waren zehn statt acht Herren für den finalen Durchgang qualifiziert.

Ergebnisse liegen dicht beieinander
Eine noch knappere Entscheidung gab es bei den Damen zu sehen, gleichwohl hier nicht mehr als acht Finaliteilnehmerinnen ermittelt wurden. Dennoch lagen die ersten zehn Athletinnen recht eng beieinander. Am Ende setzte sich die Favotitengarde durch, und Angela Eiter (AUT), Maja Vidmar (SLO), Sandrine Levet (FRA) (alle drei Top), Caroline Ciavaldini (FRA), Natalija Gros (SLO), Barbara Bacher (AUT), Charlotte Durif (FRA) sowie Muriel Sarkany (BEL) durften zum Finale erneut antreten.

Schwierige Finalrouten
Selbst ein heftiger Sturm, der nach dem Halbfinale über das Gelände fegte, brachte die erfahrenen Veranstalter nicht aus der Ruhe - und nach einer 30-minütigen Verspätung konnte das Lead-Finale bei leichtem Nieselregen am Abend gestartet werden. Mit drei Teilnehmerinnen war das französische Team vor heimischem Publikum im Finale der Damen am stärksten vertreten, während bei den Herren drei Spanier für Furore sorgten. Die Entscheidung um die Medaillen fiel wie schon die Entscheidungen zuvor recht eng aus, denn sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren waren die Finalrouten extrem schwer zu klettern.

Angela Eiter lässt Frankreichs Träume platzen
Als zweite Starterin ins Finale gegangen, legte die frisch gekührte französische Meisterin, Caroline Ciavaldini, mit 42- eine Höhe vor, die nach ihr keine Dame zu schlagen wusste. Lediglich der Auftritt von Weltmeisterin Angela Eiter stand noch aus, und das französische Publikum träumte schon von einem Heimsieg. Jene Hoffnung machte Eiter dann aber schnell zunichte, und kletterte souverän fast bis zum Top: 48+ am Ende für die Österreicherin, die damit im Weltcup 2006 weiterhin ungeschlagen bleibt. Natalija Gros (SLO) belegte Rang drei, Barbara Bacher (AUT) Rang vier - die bisher beste Platzierung der Ötztalerin in dieser Saison. Den fünften Platz holte sich die 15-jährige Französin Charlotte Durf, die vor zwei Wochen noch den EM-Titel in Russland einheimsen konnte.

Doppelsieg für Spanien
In einer extrem engen Entscheidung schaffte der Spanier Eduard Marin Garcia die Sensation im Herrenfinale: Mit einer Höhe von 46- setzte sich der 21-Jährige vor seinem Landsmann Patxi Usobiaga durch und gewinnt damit erstmals in seiner Karriere einen Weltcup. Zwar erreichte Usobiaga die gleiche Höhe wie Marin Garcia, doch erzielte Letzterer ein besseres Resultat im Halbfinale. Nur um Haaresbreite am Weltcup-Sieg vorbei schrammte auch der Schweizer Cédric Lachat, der sich mit einer Höhe von 45+ auf dem dritten Endrang wieder fand. Dabei war Lachat, im Gegensatz zu den beiden vor ihm Platzierten, die Qualifikations- und Halbfinalroute Top gestiegen. Ebenfalls dicht folgten Jorg Verhoeven auf Rang vier und Tomás Mrázek auf Rang fünf (beide 45-). Der Führende in der Gesamtwertung und Europameister, David Lama aus Österreich, musste sich mit Platz neun begnügen, nachdem er auf der Hälfte der Route abgerutscht war. Christian Bindhammer beendete den Weltcup auf einem erfreulichen zehnten Platz. Wie in jedem Jahr endete die großartige Veranstaltung in Chamonix mit einem Feuerwerk und einer anschließenden riesigen Party.

Ergebnis Finale Chamonix - Lead

Damen
01. Angela Eiter, AUT
02. Caroline Ciavaldini, FRA
03. Natalija Gros, SLO
04. Barbara Bacher, AUT
05. Charlotte Durif, FRA
06. Maja Vidmar, SLO
07. Sandrine Levet, FRA
08. Muriel Sarkany, BEL

(49 Athletinnen am Start)

Herren
01. Eduard Marin Garcia, ESP
02. Patxi Usobiaga, ESP
03. Cedric Lachat, SUI
04. Jorg Verhoeven, NED
05. Tomás Mrázek, CZE
06. Ramon Julian Puigblanque, ESP
07. Flavio Crespi, ITA
08. Klemen Becan, SLO
09. David Lama, AUT
10. Christian Bindhammer, GER

(79 Athleten am Start)

Die vollständigen Ergebnisse sind an diesen Text angehängt. Weitere Infos erhalten Sie zudem auf unserer Sonderseite!

Ausstehende Termine Lead-Weltcup 2006
- 29./30.07.2006: UIAA Climbing Worldcup Qinghai Province (CHN)
- 05./06.08.2006: UIAA Climbing Worldcup Singapore (SIN)
- 12./13.08.2006: UIAA Climbing Worldcup Kuala Lumpur (MAS)
- 16./17.09.2006: UIAA Climbing Worldcup Marbella (ESP)
- 02./03.10.2006: UIAA Climbing Worldcup Shanghai (CHN)
- 11./12.11.2006: UIAA Climbing Worldcup Penne (ITA)
- 18./19.11.2006: UIAA Climbing Worldcup Kranj (SLO)

Quellen
- Pressetext des Schweizer Alpen-Club SAC vom 14. Juli 2006, Daniela Pfister
- wettkampf.sportzentrum.at, Peter Reinthaler
- www.top30.es
- www.ffme.fr
- escalade.chamonixsport.com
- www.escalade-competition.com
- www.digitalrock.de
- www.uiaaclimbing.com

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