Vaytsekhovsky und Ryepko siegen beim Speed-Weltcup in Dresden
M2b Redaktion am 20.05.2006 - 18:30 Uhr
Beim Weltcup in Dresden war auch die Speed-Elite vor Ort, um zum zweiten Mal im Jahr 2006 einen Weltcup auszutragen. Dabei war das Feld zwar klein, aber hochklassig besetzt. Am Ende konnten sich bei den Herren wieder drei Russen durchsetzen und damit ihre Vormachtstellung in dieser Disziplin untermauern. In der Damenkonkurrenz gelang es Olena Ryepko aus der Ukraine, schneller als alle ihre russischen Konkurrentinnen zu klettern.
Zwei Deutsche im Finale
13 Herren und sieben Damen waren vor der Kulisse der Elbmetropole am Start. Bereits bei der Qualifikation konnten dabei die osteuropäischen Favoriten überzeugen. Aber auch drei deutsche Herren waren im Starterfeld dabei. Von ihnen ging Johannes Lau als erster in die Wand, verpasste allerdings in der Qualifikation als 12. den Sprung unter die besten Acht. Besser lief es für Aric Merz, der in Dresden sichtlich Spaß am Klettern hatte und das Publikum auf seine Seite ziehen konnte. Er nahm als Achter ebenso an den Finals teil, wie Jonas Baumann, der nach zwei starken Auftritten in der Qualifikation auf Rang fünf lag.
Baumann hält Rang fünf
Auch im Viertelfinale gaben die deutschen Vertreter ein gutes Bild ab. Aric Merz ging gegen den schweren Gegner Sergey Sinitsyn volles Risko, wurde nach einem Ausrutscher aber nicht belohnt. Auch Jonas Baumann scheiterte in dieser Runde - allerdings unterlag er dem späteren Dritten Alexander Peshekhonov nur knapp. Am Ende hatten Sinitsyn und Evgeny Vaytsekhovsky (RUS) in Dresden die stärkste Tagesform. Im Finale blieb dann nur Vaytsekhovsky ohne Fehler und sicherte sich dadurch einen klaren Sieg.
Ryepko in Dresden nicht zu schlagen
Die Damenkonkurrenz ging ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Nachdem die Ukrainerin Olena Ryepko beim Weltcup-Opener in Bulgarien noch zwei Russinen hatte gewinnen lassen, ließ sie in Dresden keinen Zweifel an ihren Siegambitionen. Bereits in der Qualifikation hatte sie die beste Zeit und konnte in Halbfinale und Finale die Konkurrentinnen ebenfalls auf Distanz halten. Letztlich unterlag ihr die zweitplatzierte Tatiana Ryga (RUS) im entscheidenden Duell klar. Auch Anna Saulevich (RUS), die in Veliko Tarnovo noch gewonnen hatte, kam über Rang drei nicht hinaus.
Schnelle Zeiten - aber kein gültiger Weltrekord
Die guten Leistungen der Athleten an der Speed-Wand schlugen sich auch in sehr schnellen Kletterzeiten wieder. Sowohl bei den Herren wie bei den Damen wäre an der Elbe der Weltrekord gefallen - allerdings haben die Zeiten keine Gültigkeit für die Weltrekordwertung, da zwei genormte Griffe auf der Wand aufgrund von Beschädigungen durch fremde Griffe ersetzt werden mussten.
Weitere Infos
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