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Kräftigen und Dehnen

Kräftigungsübungen mit Stöcken - Einleitung

Andrea Kohler am 01.06.2006 - 13:47 Uhr

Nordic Walking bietet für alle Sportler etwas. Der Einsteiger wendet die sogenannte Soft Technik an, während der ambitionierte Freizeitsportler mit der Fitness Technik trainiert. Leistungssportler versuchen Kraft und Ausdauer
zu steigern, indem sie Nordic Sport mit Running- und Jumping Parts betreiben. Gemeinsames Ziel sollte es sein, ein gesundes und ausgewogenes Training zur Verbesserung und/oder Erhaltung der Leistungsfähigkeit durchzuführen.

Wer regelmäßig den Nordic Walking Sport betreibt, erreicht eine schonende Kräftigung der Beinmuskulatur. Auch die Brust-, Arm- und Rückenmuskulatur, die in anderen Sportarten, wie beispielsweise dem Joggen und Walken, kaum beansprucht wird, kann trainiert werden. Nordic Walking bietet umfangreiche Möglichkeiten, um den Trainingseffekt
und die damit verbundene Entlastung der Gelenke durch eine gut ausgebildete Muskulatur zu steigern. Vernachlässigte und degenerierte Muskelgruppen (z.B. durch einseitige Haltung im Beruf) können durch gezielte Übungen aufgebaut werden.

Außerdem kommt es durch dieses zusätzliche Training zu einer
Verbesserung der inter- und intramuskulären Koordination. Somit wird das Verletzungsrisiko minimiert (die intramuskuläre Koordination beschreibt das Zusammenspiel von Nerv und Muskel innerhalb eines Muskels, die intermuskuläre Koordination das Zusammenspiel von verschiedenen Muskeln). Bei regelmäßigem Training wird ein besseres Körper- und Bewegungsgefühl erreicht.

Weiterer großer Vorteil einer kräftigen Muskulatur ist der erhöhte Grundumsatz, d.h. sowohl in Ruhe als auch in Bewegung verbraucht der Sportler mehr Körperfett, sodass Übergewicht spürbar reduziert werden kann. Da Muskeln allerdings schwerer sind als Fett, kann es in den ersten
Wochen trotz intensiven Trainings dazu kommen, dass das Körpergewicht des Sportlers konstant bleibt oder sogar leicht ansteigt. Dieser Effekt wird durch eine gestraffte Figur optisch mehr als ausgeglichen.

Zu einem effektiven Trainingsprogramm gehört also ein individuell auf den Sportler zugeschnittenes Krafttraining. Nach der Definition entsprechender Ziele muss die geeignetste Trainingsmethode festgelegt werden.

Die Sportwissenschaft unterscheidet vier verschiedene Arten des Krafttrainings: Das Maximalkrafttraining soll bewirken, dass möglichst viele Muselfasern zum Ausführen der Bewegung hinzugezogen werden und somit ein großer Muskelzuwachs erreicht wird. Viele Bodybuilder trainieren mit dieser Methode. Man führt dazu wenige Wiederholungen bei hoher Belastung durch.

Das Schnellkrafttraining soll die Schnelligkeit verbessern, in der die Muskeln anspannen. Diese Art des Trainings wird vor allem bei Sportarten, die Reaktionsschnelligkeit erfordern benötigt, z.B. Sprint, Volleyball, Basketball etc. Dazu müssen gegen hohes Gewicht explosiv Bewegungen
ausführt werden.

Das Reaktivkrafttraining dient der schnelleren Reaktion der Muskulatur, z.B. bei Sprüngen. Die Reaktionsfähigkeit wird vor allem bei Sportarten in der Leichtathletik benötigt. Typische Trainingsmethoden sind Tiefsprünge, sowie Hüpfen und andere Sprungübungen.

Beim Kraftausdauertraining werden die Leistungsfähigkeit und Ausdauer der Muskulatur verbessert. Es wird mit geringem Gewicht und vielen Wiederholungen trainiert.
Das Kraftausdauertraining ist die wirkungsvollste Methode, beim Nordic Walking seine Leistungsfähigkeit lang anhaltend zu steigern. Die folgenden Übungen lehnen sich deshalb an diese Methode an.

Bei all den Fakten darf der Spaß am Sport nicht zu kurz kommen. Mit den Stöcken richtig gestaltete Partner- und Einzelübungen lockern die Trainingseinheit auf und machen allen Teilnehmern viel Freude.

In unserem ersten Teil des Specials stellen wir eine Auswahl von Einzelübungen zur Kräftigung vor. Viele weitere Übungen finden sich dann im Buch 'Nordic Walking - Kräftigen und Dehnen'.

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