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Es darf auch mal fettig sein

Energieliefernde Nährstoffe

Dorothea Hiemer am 26.10.2006 - 13:51 Uhr

Kohlenhydrate, Proteine und Eiweiße sind essenziell für unseren Körper. Der DSV-Ratgeber erklärt, was diese Nährstoffe bewirken und gibt wichtige Tipps für einen kontrollierten Verzehr.

Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind unterschiedlich aufgebaute Zuckerverbindungen. Sie liefern Hirn und Muskeln den Brennstoff, ohne den beim Sport – und auch sonst – rein gar nichts geht. Um Kohlenhydrate verwerten zu können, muss der Körper sie in ihre Einzelbausteine aufspalten. Je rascher die Glukoseaufnahme über den Darm vonstatten geht, desto schneller und höher klettert auch der Blutzucker. Für einen besonders konstanten Blutzuckerpegel sorgen komplexe Kohlenhydrate (Stärke), die oft auch gleichzeitig viele Ballaststoffe mitbringen. Ihr Abbau verläuft langsam und beständig, dadurch steigt der Blutzucker gleichmäßig an und der Körper erhält über einen weitaus längeren Zeitraum frische Energie für geistige und sportliche Leistungen als durch Einfach- oder Zweifachzucker.

Beste Begleitung: Ballaststoffe
Ballaststoffe sind unverdauliche pflanzliche Nahrungsbestandteile, die chemisch betrachtet überwiegend zu den Kohlenhydraten gehören. Sie kommen vor allem in Getreideprodukten (speziell Vollkorn), Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten vor. Sie sorgen für eine langsame Zuckerverwertung und damit längere Energiebereitstellung, sättigen hervorragend und halten die Verdauung in Schwung. Ballaststoffe wirken sich auch positiv auf einen erhöhten Cholesterinspiegel aus.

Praxis-Tipps
■ Reichlich komplexe Kohlenhydrate essen, zum Beispiel aus Getreideprodukten, Brot, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchten. Vollkorn-Varianten bevorzugen,denn sie enthalten zusätzlich besonders viele Ballaststoffe.

■ Einfache Kohlenhydrate durch sparsamen Umgang mit Süßigkeiten, Zucker und zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken reduzieren.

Proteine
Proteine, auch Eiweiße genannt, sind aus vielen Aminosäuren aufgebaut. 20 verschiedene Aminosäuren kommen in Nahrungsproteinen vor, immer unterschiedlich kombiniert. Etliche davon kann der Körper nicht selbst herstellen, sondern muss sie mit der Nahrung aufnehmen, das heißt, sie sind essenziell. Proteine sind für den Baustoffwechsel des Körpers unentbehrlich, sie werden für den Aufbau jeder einzelnen Körperzelle benötigt. Außerdem wirken sie bei der Produktion von Hormonen und bestimmten Reglerstoffen (Enzymen) mit und spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und der Immunabwehr. Proteine aus tierischen Lebensmitteln kann der Körper besonders gut verwerten. Außerdem enthalten Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte ein ausgewogenes Verhältnis aller Aminosäuren.

Praxis-Tipps
■ Pflanzliche Eiweiß-Quellen in Kombination mit Eiweiß aus Milch oder Ei bevorzugen.

■ Fleisch als Eiweiß-Quellen nicht täglich in den Speiseplan aufnehmen und wenn, dann magere Fleischsorten bevorzugen, zum Beispiel Geflügelbrust oder -filet ohne Haut, mageres Fleisch von Schwein, Rind oder Kalb.

Fette
Die einen meiden es aus Sorge um die angestrebte Traumfigur, die anderen preisen es, weil es kulinarische Hochgenüsse verspricht. Wenn es um Fett in der Nahrung geht, scheiden sich die Geister. Fett wird von allen Zellen des Körpers benötigt, zum Beispiel zum Aufbau der Zellwände. Für den Körper ist Fett ein Wärmepolster und eine schützende Hülle für viele Organe. Nahrungsfette transportieren viele Aroma- und Geschmacksstoffe. Sie sorgen dafür, dass wir die wichtigen fettlöslichen Vitamine A, D und E aus der Nahrung aufnehmen und verwerten können. Weiterhin enthalten hochwertige Fette (in erster Linie Pflanzenfette) lebensnotwendige Fettsäuren, die der Körper selbst nicht bilden kann. Das macht sie unersetzlich. Aufgrund seines hohen Energiegehaltes, ist Fett der Hauptenergielieferant für unseren Körper. Daher kann Fett, im Überfluss verzehrt, zu Übergewicht und erhöhten Blutfettwerten beitragen. Beides sind eigenständige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Devise lautet also: Beim Fett auf die richtige Auswahl achten, denn Fett ist nicht gleich Fett.

Weitere Infos
In den weiteren Ausführungen des Buches "Nordic Walking - Gesund ernähren und bewegen" erfahren Sie alles Wichtige über gesunde Ernährung und worauf es ankommt, wenn es um´s Abnehmen geht und darum, Herz und Gefäße gesund zu halten. Mit Nordic Walking können Sie die Gesundheit und das Abnehmen unterstützen!



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