
Spezielle Skirollerstrecken
Gefährdete Tierarten im Umfeld des Nordic Bladers
Tobias Luthe am 03.09.2007 - 12:53 Uhr
Das Stören und Aufscheuchen von Wild ist abhängig von der Distanz zwischen Tier und Mensch sowie der Art der Störung. Die Reaktionsdistanz ist die Distanz im Augenblick der ersten Reaktion des Wildes auf eine Störung, die Fluchtdistanz ist die Distanz zwischen Tier und Störobjekt beim Beginn der Flucht, und die Fluchtstrecke ist die beim Flüchten zurückgelegte Strecke.
Störschleppe einhalten
Bleibt der Nordic Blader auf den Wegen, entstehen bei fachgerechter Konzeption und Anlage der Strecken keine Umweltprobleme. Zu beachten ist jedoch, dass übermäßiger Lärm das Wild auch auf mehrere hundert Meter negativ beeinflussen kann. Der Begriff der Störschleppe beschreibt den Bereich um die Wege herum, der durch den Sportler beeinflusst wird und das Wild stört. Die Störschleppe beträgt, je nach Walddichte, bis zu 200 Metern.
Richtiges Verhalten und Lenken wichtig
Tiere können sich an Störungen gewöhnen, wenn diese sich zeitlich, räumlich und von der Intensität her regelmäßig wiederholen. Die Nutzung von ausgewiesenen Strecken, wenn sie denn fachgerecht angelegt und geplant sind, ist aus Umweltsicht bedenkenlos. Es kann im gegensätzlichen Fall aber auch eine Sensitivierung der Tiere erfolgen – sie können bei unregelmäßigen sich ändernden Störungen sensibler werden, z. B. auf Cross Blader, die sich in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden auf selten genutzten Wald- und Feldwegen bewegen. Richtiges Verhalten und Lenkung machen daher Sinn.
Das Hauptaugenmerk des Nordic Bladers sollte auf den Schalenwildarten Rotwild und Rehwild sowie auf den Raufußhuhnarten Auer- und Birkwild liegen. Eine genaue Liste der gefährdeten Tierarten finden Sie im DSV-Lehrbuch Nordic Blading.
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