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Preisverleihung beim Filmfest St. Anton

Preisverleihung beim 12. Filmfest St. Anton

M2b Redaktion am 04.09.2006 - 09:22 Uhr

Mit der Verleihung der Preise ging das 12. Filmfest St. Anton am Samstag, dem 02. September, zu Ende. Zurück lag eine Woche mit zahlreichen Premieren, dem Auftritt vieler Größen aus der Kletter- und Abenteurerszene, aber auch des Innsbrucker Altbischofs Reinhold Stecher. Auch gab es einen neuen Zuschauerrekord zu vermelden.

Spezialpreis an drei Personen vergeben
Der mit 2.600 Euro dotierte Spezialpreis des Filmfestes St. Anton wurde zu gleichen Teilen an Harry Putz/Alexander Kaiser und an Gerald Salmina verliehen.

Preis für Spotlight
Der Wahl-Innsbrucker Snowboarder und Filmemacher Harry Putz wurde wie der in Wald am Arlberg als Fotograf und Filmproduzent tätige Alexander Kaiser auf der Vorarlberger Seite des Arlbergs geboren. Die beiden realisieren seit Jahren in verschiedenen Konstellationen jährlich ein neues Filmprojekt, das bisher stets beim Filmfest St. Anton seine Premiere erlebt hat.

In diesem Jahr wurde der Film 'Spotlight' gezeigt, der die Ski- und Snowboardbefahrung der längsten Eisrinne der Ostalpen, der überaus steilen Canalone Neri an der Cima Tosa, in eindrucksvollen Bildern vor Augen führt. Die Filme von Putz und Kaiser sind inzwischen gefragte Beiträge bei Berg- und Abenteuerfilmfestivals der Welt. Von Anfang an war klar, dass sie als qualitätsbewusste Enthusiasten am Werk sind, die extremes Snowboarden und Skifahren höchst anspruchsvoll filmisch in Szene setzen.

Auch Salmina gewinnt Preis
Zum anderen Teil hat das Filmfest St. Anton den Spezialpreis an Gerald Salmina verliehen. Der gebürtige Kärntner war in diesem Jahr erstmals beim Filmfest dabei, dafür aber gleich mit drei Beiträgen vertreten: 'Memento – a boulder life line' und 'Der rote Turm' zeigt die Weltklassekletterer Bernd Zangerl und Herbert Ranggetiner in Aktion, 'Aoraki' den Kitzbühler Extremskifahrer Axel Naglich bei der Befahrung des höchsten Berges Neuseeland, des Mount Cook.

Natur als Filmkulisse
Meist unter extremen äußeren Bedingungen gedreht zeichnen sich Gerald Salminas Filme durch eine präzise und eindrucksvolle Bildgestaltung aus. Unübersehbar in seinen Filmen ist seine perfektionistische Arbeitsweise, sein unermüdliches Arbeiten an einem Werk, bis dieses seinen hohen ästhetischen und inhaltlichen Ansprüchen genügt. Fehlt vielen klassischen Sportdokumentationen die Geschichte, so schafft es Gerald Salmina immer wieder, das Zusammenspiel von Körper und Geist in der Auseinandersetzung mit der Natur in Erzählungen zu kleiden. Seine Filmkulisse ist die Natur und seine Darsteller sind außergewöhnliche Menschen, die der Faszination ihres Sports erlegen sind, in der Auseinandersetzung mit der Natur an ihre Grenzen gehen, und sich so selbst erfahren. In Gerald Salmina haben diese Sportler einen kongenialen Partner gefunden, der es versteht, ihre Leidenschaft und ihre Leistungen bildhaft in Szene zu setzen.

Der Publikumspreis des Filmfest St. Anton ging an 'Amazonia Vertical' von Pavol Barabas.

Quelle
Manfred Pascher

Weitere Infos
Alle Infos rund um das 12. Filmfest St. Anton erhalten Sie auf unserer Sonderseite, sowie auf der Internetseite www.filmfest-stanton.at.

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