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Der Kaiser-Hof
Wanderrucksack und Teleskopstöcke
am 16.08.2006 - 15:39 Uhr
Im dritten Teil unseres Trekking-Specials beschäftigen wir uns mit der Ausrüstung, die für eine Tour benötigt wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Rucksack, die richtige Kleidung für jede Wetterlage und sinnvolles Zubehör wie Stöcke und Erste-Hilfe-Ausrüstung. Für eine Trekking-Tour abseits der Zivilisation sind neben dieser Grundausrüstung noch viele weitere Punkte zu berücksichtigen auf die an dieser Stelle nicht eingegangen werden kann.
Grundsätzlich sollte man das Gewicht der Ausrüstung so gering wie möglich halten und nur das mitnehmen, worauf man absolut nicht verzichten kann. Unterwegs freut sich der Rücken über jedes eingesparte Kilogramm!
Alles zum Rucksack
Für eine mehrtägige Trekking-Tour benötigt man einen anatomisch geformten Rucksack mit 50 bis 60 Kilogramm Fassungsvermögen. Die meisten Modelle sind mit einem Innengestell aus Carbon-Fiber oder Aluminium, einem Unterfach für den Schlafsack sowie einem unterteilbaren Hauptfach ausgestattet. Wichtig ist, dass der Rucksack exakt auf die Rückenlänge eingestellt werden kann, weil nur dann über den Beckengurt zwei Drittel des Gewichts auf Becken und Beine übertragen werden können - Rücken und Schultern werden dadurch erheblich entlastet. S-förmige Schulterriemen, die breit und gepolstert sein sollen, verteilen die Last gleichmäßig auf die gesamte Schultermuskulatur und verschaffen den Armen Bewegungsfreiheit. Ein Brustgurt hält die Schulterriemen vorne zusammen und verhindert das Verrutschen. Ein Belüftungssystem aus Netzstoffen für den Rücken ist vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig.
Qualität erkennen
Gute Qualität erkennt man an sauber verarbeiteten Nähten, locker durchlaufenden Riemen und leichtgängigen sowie robusten Reißverschlüssen. Doppelte Reißverschlüsse sind praktisch, um schnell an seine Sachen heranzukommen. Da ein Rucksack nur bedingt wasserfest ist, braucht man zusätzlich eine Regenhülle oder einen Poncho - notfalls tut es aber auch ein großer Müllsack. Je nach Länge der Tour kann es für den Anfang auch ein Rucksack vom Discounter sein. Wer allerdings regelmäßig Trekking betreibt, sollte in ein hochwertiges Modell mit geringem Gewicht investieren, von dem man lange etwas hat.
Ergonomisches Bepacken
Neben dem Material sind auch das Bepacken und die Tragweise des Rucksacks entscheidend, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Schwere Dinge gehören nah an den Körper und nach oben, aber nicht über Schulterhöhe. Mittelschwere Dinge verstaut man hinten unten, und Leichtes ganz oben. Der Schwerpunkt liegt idealer Weise dicht am Körper, etwa in Schulterhöhe. Gebrauchsgegenstände, Proviant und Kleidung kommen ins Hauptfach; für Ordnung sorgen dabei beschriftete Plastiktüten. Leichtes und Sperriges wie der Schlafsack oder ein Kissen verstaut man im dafür vorgesehenen Fach ganz unten.
Wie bereits erwähnt sollte der Beckengurt nicht nur als Gürtelschnalle dienen, sondern man setzt ihn auf die Hüftknochen, damit die Last vom Becken mitgetragen wird. Wenn das Gewicht nur auf den Schultern lastet, wird die Belastung entlang der Wirbelsäule auf jede einzelne Bandscheibe übertragen, was Spannungen und Schmerzen verursachen kann.
Teleskopstöcke für mehr Balance
Auch Teleskopstöcke helfen, das Gewicht des schweren Rucksacks abzufangen und sind nicht nur etwas für Senioren. Die längenverstellbaren Wanderstöcke lassen sich schnell im Rucksack verstauen und sorgen für gutes Gleichgewicht und einen sicheren Tritt. Besonders beim Abstieg stützen die Stöcke den Oberkörper und entlasten in hohem Maße die Knie- und Hüftgelenke. Wichtig ist ein stabiles und rostfreies Gewinde, damit die Stöcke bei Belastung nicht einknicken, was gefährlich werden kann. Bei felsigem Untergrund sollte man die Stöcke wegpacken, da man abrutschen und stolpern kann. Einsteigermodelle gibt es bereits ab 30 Euro, Modelle in einer höheren Preisklasse haben den Vorteil, dass sie abnehmbare Spitzen für verschiedenartiges Gelände haben, zum Beispiel Gummi für Kieswege und Metall für Waldboden. Zur Gehtechnik: Die Stöcke werden nicht wie beim Nordic Walking seitlich, sondern vorn neben die Fußspitze gesetzt, beim Anstieg zieht sich der Wanderer regelrecht daran hoch.
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