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Ellmau am Fuße des Wilden Kaiser

Bergpanorama

Ellmis Zauberwelt für Kinder

Zwei Tagestouren rund ums Dorf Ellmau

am 15.08.2006 - 16:31 Uhr

Unsere beiden Beispieltouren sind jeweils mittelschwere Tagestouren in der Nähe des Bergmassivs Wilder Kaiser, die wunderschöne Aussichtspunkte bieten und ideal geeignet sind, um einen Vorgeschmack auf eine mehrtägige Wanderung zu bekommen. Peter Moser zum Schwierigkeitsgrad: "Beide Touren sollten nicht Ihre ersten Wandertouren sein, es empfiehlt sich, vorher einige leichtere Touren 'zum Einwandern' zu machen. Hierfür würden sich in Ellmau Wanderungen zum Beispiel zur Haflingertränke oder auf den Hausberg bestens eignen." Von steilen Felswänden bis zu zarten Blumenwiesen bieten sich abwechslungsreiche Eindrücke, die keine Langeweile aufkommen lassen. Beide Touren sind in der Wander-Karte "Wilder Kaiser Nr. 51" vom Mayr-Verlag im Maßstab 1:25.000 eingezeichnet, die man in den örtlichen Tourismusverbänden bekommt.

Tour eins: Von Ellmau bis zur Riedlhütte
Die erste Tour umfasst etwa 800 Höhenmeter, führt vom Alpengasthof Riesen in Ellmau bis zur Riedlhütte, und ist an einem Tag gut zu schaffen. Zunächst kommt man am Gamsbründl vorbei - das Wasser, das aus dem Gamsbründl fließt bahnt sich seinen Weg zuvor 17 Jahre lang durch das Gestein des Wilden Kaisers. Weiter geht es zur Wochenbrunner Alm, einer gemütlichen Hütte vor der gigantischen Kulisse des Bergmassivs. Auf der Terrasse genießt man ein kühles Bier oder andere Schmankerln aus der landestypischen Tiroler Küche.

Wildgehege und Biedringer Platte
Neben der Hütte befindet sich ein Wildgehege, wo man einen Blick auf grasende Rehe erhaschen kann. Die nächste Station der Wanderung ist die Biedringer Platte, von der man einen wunderbaren Blick auf den Ort Ellmau hat. Dort angekommen, hat man die Hälfte der Tour schon geschafft! Am besten macht man hier erst einmal eine Pause und gönnt sich eine Brotzeit, um nach gemütlichem Verweilen frisch gestärkt die Heimreise anzutreten. Fortgeschrittene können den Rückweg über das Klamml machen - Schwindelfreiheit ist dafür allerdings erforderlich. Auf dem Heimweg genießt man dann einen atemberaubenden Ausblick auf das ganze Tal sowie auf die steilen Felswände, die meterhoch in den Himmel ragen.

Tour zwei: Von der Ranhartalm nach Oberleiten
Die zweite Tour umfasst etwa 700 Höhenmeter und führt von Hütte zu Hütte, wobei das Naturerlebnis nicht zu kurz kommt. Statt schroffer Gebirgszüge bietet sich dem Auge eine grüne Berglandschaft mit Waldpartien und Wiesen, und nach dem Anstieg hat man einen kilometerweiten Ausblick auf das Tal.
Der Startpunkt der Tour ist die Ranhartalm, wo man sich mit hausgemachtem Käse für die bevorstehenden Anstrengungen stärken kann. Weiter geht es bergauf zum Panoramarestaurant Bergkaiser in 1.520 Metern Höhe, das in modern-rustikalem Ambiente sowohl Deftiges mit Selbstbedienung für den schnellen Hunger anbietet, als auch erlesene Genießerkost mit Bedienung am Tisch. Auf der Sonnenterrasse mit 1.000 Plätzen hat man einen herrlichen Blick von den Zillertaler Alpen bis hin zu den Hohen Tauern. Im Sommer 2006 eröffnete neben dem Restaurant auch "Ellmi’s Zauberwelt" - ein verwunschener Erlebnispark für Kinder mit botanischem Garten, Gesteinsausstellung und Schnitzhaus, das auch dazu einlädt, sich einen eigenen Wanderstock zu schnitzen.
Zu fast jeder Jahreszeit hat die Pflanzenwelt am Hartkaiser ihren besonderen Reiz: Im Frühjahr blüht der Enzian, von Ende Mai bis Ende Juni ist der Boden mit einem Meer von Almrosen bedeckt und im Hochsommer hängt der süße Duft von Orchideen in der Luft.

Gemütlich: Die Riedlhütte
Weiter geht es über die Jägerhütte zur Rübezahlalm, einer urigen Hütte, die bereits Drehort zahlreicher TV-Produktionen gewesen ist. Dieser abgelegene Ort, der fast auf der Spitze des Hartkaisers liegt, war lange Zeit fast von der Zivilisation abgeschnitten: Die Kinder fuhren auf Skiern zur Schule, denn erst in den 80er Jahren wurde eine Straße gebaut, die zur Hütte führte. Auch der Stromanschluss lies bis 1989 auf sich warten. Das tut der Beliebtheit der Riedlhütte allerdings keinen Abbruch. Der nächste Teil der Wanderung ist etwas leichter und führt bergab zum hübschen Zielort Oberleiten. Auch hier bietet die Jausenstation eine Möglichkeit, zur Rast einzukehren.



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