
Peter Brunnert
Portrait: Peter Brunnert
M2b Redaktion am 05.09.2006 - 08:59 Uhr
Peter Brunnert wurde 1957 im niedersächsischen Hildesheim geboren, ziemlich genau zwischen dem Harz im Süden und der Zuckerrübensteppe im Norden, die sich dann bis zum Polarkreis fortsetzt, ohne dass man auf richtige Berge stößt.
Die Entstehung von Brunnert's erstem Buch "Wir müssen da hoch"
Jungs, die in Hildesheim geboren werden, wollen normalerweise Lokomotivführer werden oder Verwaltungsinspektor, nicht jedoch Bergsteiger. Peter Brunnert ist letzteres auch eher durch einen Zufall geworden, und danach ging eigentlich das meiste schief: Brunnert ist mit Fernseher großen Blöcken aus der Wand geflogen, hat sich Nägel in den Hintern gerammt, und sich dauernd weh getan beim Bergsteigen. Daraufhin sagte ihm sein Therapeut, er solle dies alles aufschreiben, um das Erlebte zu verarbeiten. Das hat Brunnert dann auch gemacht, und das erste Buch "Wir müssen da hoch" ist entstanden.
Die Idee des zweiten Buches "Wirklich oben bist du nie"
Beim zweiten Buch dachte sich Peter Brunnert, dass es vielleicht gut wäre, wenn die Leser nicht immer nur über ihn lachen, sondern auch einmal über andere. Zum Beispiel über Boulderer, die sich Mützen aufsetzen, damit sie sich besser an Griffen festhalten können, die eigentlich gar keine sind. Ober über Kletterer, die Aufkleber auf ihren Helmen tragen, weil man ihnen dafür Geld gibt. Und so sind im zweiten Buch "Wirklich oben bist du nie" auch Satiren zu finden, von denen er weiß, dass ein paar Leute sie gar nicht lustig finden. Aber das macht nichts.
Das Privatleben
Im richtigen Leben arbeitet Peter Brunnert bei einer Versicherung und geht klettern, meistens zuhause am Ith, am liebsten aber im Elbsandsteingebirge, weil dort oft witzige Geschichten passieren, die man hinterher aufschreiben kann. Insgesamt sagt Brunnert, dass er trotz der Tatsache, dass er Kletterer geworden ist, ein schönes Leben führe. Und, dass man das mit dem Klettern besser nicht so ernst nehmen sollte, denn das, was jene Freaks da an den Felsen täten, bei Licht betrachtet, und vor allem in kosmischen Zusammenhängen bedacht, eigentlich ziemlich bekloppt sei.
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