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"Warum"

"Mont Blanc - Der große Grat von Peuterey"

Kurt Diemberger

Kurt Diemberger

Diemberger: Portrait

Samstag, 10:00 Uhr: Bergfilmblock I

M2b Redaktion am 16.10.2006 - 16:15 Uhr

Mont Blanc - Der große Grat von Peuterey Preisgekrönter Bergfilmklassiker von Kurt Diemberger, 40 Minuten

Ein Klassiker des Bergfilms. Der Gipfel authentischer Filmarbeit am Berg.

Der Spitzenalpinist Kurt Diemberger wagt 1958 ein doppeltes Abenteuer: einen extrem langen, schwierigen und abenteuerlichen Kletterweg in den Alpen zu bewältigen, und gleichzeitig diesen noch im Film festzuhalten, um den Zuschauer die Ungewissheit, das Ringen mit den Schwierigkeiten, die seelische Spannung und schließlich die Freude über das geglückte Unternehmen miterleben zu lassen.

Die Überquerung des vollständigen Peutereygrates ist eine große Herausforderung an jeden Bergsteiger. Der Respekt vor der Eiger Norderwand oder dem Walkerpfeiler wird kleiner, wenn man diese Route geklettert hat - weil die Dimension des Grates beide Wände in Höhe und Ausdehnung übertrifft: Acht Kilometer Klettern. Zu dieser Zeit war der Ausgang dieses Unternehmens ungewiss. Selbst Hermann Buhl und Gaston Rebuffat hatten vor Diemberger die Überschreitung vergeblich versucht, jedes Mal hatte das Wetter umgeschlagen. Erst zwei Mal war der "intergrale Peutereygrat" unter Einschluss des Südgrates der Aiguille Noire geglückt.

Die fünftägige Überschreitung des integralen Peutereygrates Aiguille Noire - Aiguille Blanche - Mont Blanc zusammen mit Franz Lindner gelingt. Die größte Gratüberschreitung der Alpen ist kein einfacher Weg, sondern eine alpine Expedition, und dies dem Zuschauer zu vermitteln ist schwierig. "Wird der Zuschauer den Ablauf des Weges verstehen, empor über die Gratschneide, hinauf und hinunter über Türme und Gipfel? Und vor allem: Ist es uns gelungen, den Geist wiederzugeben, in dem dieser Weg gegangen wurde - 450 Meter Film, acht Kilometer Kletterei, fünf Tage, die Biwaks, das Wunder dort oben zu sein, über der Welt, und außer der Zeit?" fragte sich Diemberger damals nach der Fertigstellung des Films.

Beim XI.Filmfestival Trient 1962 gewann der Film den ersten Preis.

Livegast: Kurt Diemberger

Hinweis: Am 20. November 2006 wird Kurt Diemberger seinen Vortrag "Aufbruch ins Ungewisse - Mein Leben zwischen 0 und 8.000" im Kinopolis Freiberg/Sachsen um 17:00 und 20:00 Uhr zeigen.


Warum
Preisgekrönter Film von Hartwig Erdenkäufer, Mitautor: Klaus Winkelmann, Bergsteiger: Norbert Sandner, 30 Minuten

Dem preisgekrönten Film liegt das Erlebnis eines 500-Meter-Absturzes an der Marmolata zugrunde, das ein junger Bergsteiger wider Erwarten überlebte. Er versucht, sich in einem inneren Monolog Klarheit zu verschaffen über dieses negative Ereignis. Dem Wunsch nach Klarheit aber wiedersetzt sich sein Unterbewusstsein, das ihm beständig die Bilder eines geglückten Alleingangs an der Fleischbank Südostwand einspielt, bis ihn schließlich trotz hartnäckiger Gegenwehr die innere Bildflut seines Misserfolges überschüttet. Diesen moralischen Tiefschlag versucht er mit jugendlicher Zuversicht zu überwinden.

Livegast: Hartwig Erdenkäufer

Webtipp: www.bergfilme.de


Eintritt
Vorverkauf: 5,00/4,00 Euro
Abendkasse: 6,00/5,00 Euro

Quelle
Frank Meutzner
www.bergsichten.de


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