
Impressionen
Nachhaltige Entwicklung im Tourismus in den Alpen
M2b Redaktion am 18.10.2006 - 17:00 Uhr
Titel: Nachhaltige Entwicklung im Tourismus in den Alpen
Untertitel: Ökotourismus als Chance für eine nachhaltige Entwicklung
Autorin: E. Widmann
Seiten: 75 Seiten/Download 1.3 MB
Hochschule: Fachhochschule, Deutschland
Art der Arbeit: Diplomarbeit
Abgabe: Januar 2005
Note: 2
Preis: 198,00 EUR (inkl. MwSt.)
Einleitung:
Im Urlaub zieht es viele Menschen aus den Ballungsräumen in die Berge, um die Natur zu erleben, die Ruhe zu genießen, um sich entspannen zu können und wieder zu sich zu finden. Viele Menschen sind erlebnishungrig und aktiver geworden, und es geht oftmals nicht nur um Erholung, sondern auch darum, sich neue "Bilder" zu schaffen und/oder neue Erfahrungen zu sammeln.
Doch der Tourismus ist zu einer Massenbewegung geworden; dies wird einem meist bewusst, wenn nach einer langen Autofahrt der überfüllte Parkplatz des Startpunktes der Wanderung erreicht wird. Spätestens am Klettersteig, wenn man in einer Warteschlange steht und bis dato noch keine Tiere zu Gesicht bekommt, wird einem klar, dass die unberührte Natur hier nicht so leicht zu finden ist. Auf dem Rückweg auf der Autobahn, natürlich im Stau, kann man sich dann daran erinnern, wie schön es damals war, als es noch nicht alle als schön empfunden haben.
"Auf den Bergen ist die Freiheit, auf den Bergen ist es schön" lautet der Refrain des "Jennerwein-Liedes". Doch im Zeitalter des Massentourismus kann diese Freiheit nicht grenzenlos sein. Die Ansprüche und Gewohnheiten von Millionen von Tagesausflüglern und Touristen haben das Ökosystem der Bergwelt empfindlich getroffen. Durch die zunehmende Infrastruktur, Bergwaldrodung und durch Neuerschließungen entstehen erhöhte Lawinengefahr in Skigebieten, Erdrutsch-Katastrophen im Veltlin (
Tirol), Schlammlawinen im Ötztal und Stubaital (Österreich) und Felsstürze im Allgäu, um nur ein paar Beispiele zu erwähnen. Um dieser Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts entgegen zu wirken, müssen neue Formen des Tourismus umgesetzt werden, mit denen die Touristen und die Umwelt miteinander existieren können, ohne sich zu schaden.
Gang der Untersuchung:
In meiner Arbeit will ich darstellen, dass die nachhaltige Entwicklung im Tourismus notwendig für die Erhaltung des empfindlichen Ökosystem der Alpen ist. Außerdem will ich prüfen, ob der Ökotourismus eine Chance für eine nachhaltige Entwicklung darstellt, und ob für diesen ein Markt existiert. Zusätzlich will ich zeigen, dass davon alle Parteien profitieren können, also die Reisenden, die Bereisten und die Tourismusbranche.
Warum ist eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus nötig? Dieser Frage werde ich mich im ersten Kapitel anhand der Problematik Tourismus und Umwelt widmen. Im Bereich der nachhaltigen Entwicklung im Tourismus haben sich viele verschiedene Tourismusformen entwickelt. Diese will ich darstellen und zur besseren Übersicht von einander abgrenzen. Als nächstes werde ich näher auf die vier verschiedenen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung eingehen.
Dies um zu zeigen, dass die Nachhaltigkeit eine Querschnittsaufgabe zwischen der ökologischen, ökonomischen, sozialen und institutionellen Dimension darstellt. Hieran will ich belegen, dass die Umsetzung der Nachhaltigkeit im Tourismus langwierig ist. Dies liegt daran, dass sie zum einen die Dimensionen miteinander vernetzen muss und zum anderen, dass die Zielsetzung der Aufgaben meistens nicht abschätzbar sind, da sie in ferner Zukunft liegen. Nachdem ich die Begrifflichkeiten und die Notwendigkeit einer Änderung dargestellt habe, soll im zweiten Kapitel näher auf den Tourimus in den Alpen eingegangen werden.
Beispielsweise beschäftigen mich hier die Fragen:
- Wie sehen die aktuellen Daten im Tourismus aus?
- Wie ist die Verkehrsentwicklung und die Landschaftsauswirkungen auf die Alpen?
Um die aktuelle Situation des Tourismus leichter nachvollziehen zu können, werde ich auch näher auf die Geschichte des Alpentourismus eingehen. Des weiteren interessiert mich in diesem Kapitel, ob sich die Werte der Reisenden als auch der Bereisten verändert haben. Dabei werde ich der Frage nachgehen, ob diese Parteien für eine Veränderung, weg vom "harten Tourismus" und hin zu einem nachhaltigen Tourismus in den Alpen, bereit sind. Organisationen, die diese Notwendigkeit erkannt haben, und sich dafür einsetzten, werde ich als Abschluss dieses Kapitels beschreiben.
Wie kann ein nachhaltiger Tourismus von den Organisationen, Verbänden, Tourismusbeteiligten und dem Staat umgesetzt werden? Dieser Fragestellung werde ich im Kapitel drei in den Verfahrensweisen und Instrumente des nachhaltigen Tourismus nachgehen. Zu diesem Zweck sollen die internationalen Abkommen und Projekte vorgestellt werden, genauso wie die verwendeten Maßnahmen zur Umsetzung der Nachhaltigkeit in den Alpen.
Danach möchte ich schauen, welche Operationalisierungsansätze im Tourismus bestehen, die zu einer Verbesserung der vier Dimensionen beitragen. Im letzten Kapitel werde ich den Ökotourismus in den österreichischen Alpen skizzieren. Dieser soll zu einem ersten Schritt in Richtung nachhaltiger Entwicklung beitragen. Die Vorgehensweise wird die sein, erst zu prüfen, ob überhaupt ein Potential für den Ökotourismus besteht. Danach werde ich die Handlungsfelder des Ökotourismus, also die Produktplanung, Qualitätssicherung und Vermarktung, anhand von Best-Practice-Beispielen darstellen. Beenden will ich meine Arbeit mit der Darstellung der Kosten und des Nutzen des Ökotourismus. Ich werde mich hier mit der Frage beschäftigen, ob der Ökotourismus eine Alternative zum "harten" Tourismus darstellt.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde von mir ein Fragebogen erarbeitet und an wichtige Institutionen oder Personen versendet. Einige der Ergebnisse werde ich in verschiedenen Abschnitten der Arbeit einbringen. Dies wird jedoch nur vereinzelt sein, weil die Resonanz auf den Fragebogen gering war, und es sich deswegen bei den Ergebnissen nur um Tendenzen handelt.
Inhaltsverzeichnis:
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
TABELLENVERZEICHNIS
EINLEITUNG
ZIELSETZUNG DER ARBEIT
METHODISCHE VORGEHENSWEISE
1. NACHHALTIGKEIT IM TOURISMUS
1.1 TOURISMUS UND UMWELT
1.1.1 DER BEGRIFF TOURISMUS
1.1.2 DIE FOLGEN DES MENSCHLICHEN HANDELNS AUF DIE UMWELT
1.2 ABGRENZUNG DER BEGRIFFE "SANFTER TOURISMUS", "ÖKOTOURISMUS", "NACHHALTIGER TOURISMUS" UND "INTEGRATIVER TOURISMUS"
1.3 LEITLINIEN FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
1.3.1 KRITERIEN FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
1.3.1.1 ÖKOLOGISCHE DIMENSION
1.3.1.2 ÖKONOMISCHE DIMENSION
1.3.1.3 SOZIALE DIMENSION
1.3.1.4 INSTUTIONELLE DIMENSION
2. TOURISMUS IN DEN ALPEN
2.1 AKTUELLE DATEN DES TOURISMUS IN DEN ALPEN
2.2 GESCHICHTE DES ALPINEN TOURISMUS
2.2.1 LANDSCHAFTSAUSWIRKUNGEN – BELASTUNG ÖKOLOGISCHER ART
2.2.2 ENERGIE- UND VERKEHRSAUSWIRKUNGEN
2.2.2.1 Zahlen und Fakten des Verkehrs im Alpenraum
2.2.3 Belastungen soziokultureller Art
2.2.3.1 Der Bereiste
2.2.3.2 Die Reisenden
2.2.4 WERTEWANDEL DER REISENDEN UND BEREISTEN
2.2.4.1 Wertewandel der Reisenden
2.2.4.2 Wertewandel der Bereisenden
2.5 ORGANISATIONEN DES NACHHALTIGEN TOURISMUS IN DEN ALPEN
2.5.1 VORGEHENSWEISE
2.5.2 ALPENVEREINE
2.5.3 CIPRA INTERNATIONAL
3. VERFAHRENSWEISEN UND INSTRUMENTE DES NACHHALTIGEN TOURISMUS
3.1 ERLÄUTERUNGEN
3.2 INTERNATIONALE ABKOMMEN UND PROJEKTE
3.2.1 ALPENKONVENTION (AK)
3.2.2 GEMEINDENETZWERK "ALLIANZ IN DEN ALPEN"
3.2.3 CIPRA PROJEKT "ZUKUNFT IN DEN ALPEN"
3.2.4 WEITERE PROJEKTE
3.3 OPERRATIONALISIERUNGSANSÄTZE IM TOURISMUS
3.3.1 KAPAZITÄTSGRENZEN
3.3.2 KENNZAHLEN UND INDIKATOREN
3.3.3 GÜTESIEGEL
4. ÖKOTOURISMUS IN DEN ÖSTERREICHISCHEN ALPEN
4.1 GESCHICHTE UND DEFINITION
4.2 LEITLINIEN FÜR EINE NACHHALTIGE TOURISMUSENTWICKLUNG
4.3 POTENTIALE DES ÖKOTOURISMUS IN ÖSTERREICH
4.3.1 URLAUBSLAND ÖSTERREICH
4.3.2 KUNDENPROFIL DES ÖKOREISENDEN
4.3.3 POTENTIALE DES ÖKOTOURISMUS AM BEISPIEL ÖSTERREICH
4.4 HANDLUNGSFELDER DES ÖKOTOURISMUS AM BEISPIEL ÖSTERREICH (BEST PRACTICE)
4.4.1 ÖKOTOURISTISCHE PRODUKTPLANUNG- UND ENTWICKLUNG
4.4.2 QUALITÄTSSICHERUNG DES ÖKOTOURISMUS
4.4.3 MARKETINGSTRATEGIEN FÜR DEN ÖKOTOURISMUS
4.4.4 KOSTEN UND NUTZEN DES ÖKOTOURISMUS
5. FAZIT
LITERATURVERZEICHNIS
ANHANGVERZEICHNIS
ANHANG
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