ASTC: Knappen-Königstrophy entwickelte sich zu einem Glücksfall
M2b Redaktion am 19.02.2007 - 17:23 Uhr
Wegen Schneemangels wurden viele Rennen in den letzten Wochen verlegt oder abgesagt. Auch die Knappen-Königstrophy in Bischofshofen am 18. Februar blieb hier nicht verschont. In dem Fall wohl ein Glücksfall, denn die Ausweichstrecke zwischen Hochkeil und Mandlwände beim Arthurhaus erwies sich als eine äußerst würdige Wettkampfstätte. Unter herrlichen Bedingungen mit der Bergkulisse im Sonnenschein konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits am Vortag bei einem Training die Strecke kennen lernen.
Strahlender Sonnenschein zum Rennstart
Auch am Wettkampftag meinte Petrus es gut mit Zuschauern und Athleten. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich die knapp 100 Teilnehmer an der Südseite des Hochkönig. Mit dabei war die gesamte Österreichische Elite, Teile der Deutschen Nationalmannschaft und viele, viele Hobbygeher.
Wieland bei Zwischenwertung vorn
Nach dem Startschuss aus der Pistole von Hannes Laner ging es direkt auf den Hochkeil. Kurz vor dem Topfavoriten und Vorjahressieger Andi Ringhofer kam Hans Wieland am Hochkeil an. Schon auf der Abfahrt übernahm der Favorit die Führung vor Alexander Lugger und Wieland. Vor der zweiten Runde war die Deutsche Barbara Gruber deutlich in Führung, die Ränge in der Zwischenwertung belegten Lydia Prugger und Simone Hornegger.
Die Sieger der kurzen Distanz
In unglaublicher Zeit wurde auch die zweite Runde am Hochkeil von den Athleten bewältigt, und nach der zweiten Abfahrt trennten sich die beiden Strecken. Während Ringhofer/Lugger/Wieland und die anderen "Langdistanzler" zum sehr alpinen Anstieg Richtung Mandlwände starteten, war für die kurze Strecke das Ziel erreicht. Bei den Herren ging der Sieg der kurzen Strecke an Jürgen Jahn vor Jürgen Brandhuber und Thomas Kaserbacher. Bei den Damen lautete die Reihung auf der kurzen Strecke Andrea Kaserbacher vor Margarethe Dirnbacher und Roswitha Wallner.
Ex Aequo-Sieg auf der langen Distanz
Während sich die ersten Teilnehmer bereits ausruhen konnten, liefen Andi Ringhofer und Alex Lugger immer noch um den Sieg auf der Langstrecke. Nach einer turbulenten Abfahrt konnte der Kärntner Alex Lugger unter dem frenetischen Jubel des Publikums als erster die Ziellinie überqueren. Kurz darauf folgte Andi Ringhofer, der durch einen Stockbruch vorallem beim abschließendem Skating keine Chance mehr auf den Sieg hatte. Der Stock war bei einer Kollision mit Alex Lugger gebrochen. Beide einigten sich nach einem Gespräch darauf, den Sieg als Ex Aequo gelten zu lassen und die Siegprämie zu teilen. Als Dritter kam nach einem spannenden lauf Hans Wieland in Ziel.
Ungefährdeter Sieg für Barbara Gruber
Bei den Damen fuhr Barbara Gruber einen ungefährdeten Sieg ins Ziel, den zweiten Rang konnte sich Simone Hornegger sichern - sie konnte am letzten Aufstieg die starke Ramsauerin Lydia Prugger hinter sich lassen und diese auf Platz drei verweisen.
Resümee
Die Verlegung aufs Arthurhaus war möglicherweise ein Glücksfall, denn durch die zentrale Lage des Startgeländes in Bischofshofen konnten die Zuschauer nahezu den gesamten Rennverlauf verfolgen. Rennen wie diese werfen ein äußerst positives Licht auf die Sportart Skibergsteigen, und werden für die Zukunft des Sport entscheidend sein.