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Verfolgerkampf

Höhenprofil Laserzlauf

Strecke Laserzlauf

Karte Laserzlauf

Aufwärmen vor dem Start

Warten auf den Start

Nach dem Startschuss

Impressionen

Impressionen

Aufstieg

Aufstieg

Heißes Duell

Impressionen

Abfahrt

Im Ziel

ASTC Powerteam

Impressionen

Mannschaftssieger: ASTC Powerteam

Die Sieger: Wallner, Wieland, Simair (v.l.n.r.)

ASTC 2007

Laserzlauf 2007: Der Sturmlauf des Hans Wieland

M2b Redaktion am 08.01.2007 - 13:30 Uhr

Der Laserzlauf in Lienz ist seit 24 Jahren ein Urgestein der österreichischen Tourenski-Geschichte: Hochalpin und mit über 1.800 Meter Höhendifferenz galt das Rennen immer schon als harte Partie. Nun, in der aktuellen Entwicklung unseres Sports, liegt es plötzlich voll im Trend. Nicht, dass das die Leute der Alpenraute Lienz rund um Herbert Zambra besonders berühren würde – die organisieren ihr Rennen einfach Jahr für Jahr mit bestem Gewissen – aber es ist ein Beweis, dass sich Kontinuität auszahlt.


Rennbericht: 24. Laserzlauf am 06. Januar 2007


Schneemangel erfordert besondere Maßnahmen
Die Probleme im Vorfeld des Rennens wurden vom OK-Team in bewährter Manier gemeistert. Waren es im letzten Jahr zu große Neuschneemassen, die durch die Lawinengefahr einen Aufstieg zum Laserztörl verhinderten, war es diesmal der Schneemangel, der zu besondern Maßnahmen greifen ließ: Ausgehend vom Startplatz auf der Lavanter Mure mussten die rund 160 angetretenen Athleten zuerst 400 Höhenmeter auf aperem Weg bewältigen - die meisten taten dies in Laufschuhen.

Pünktlicher Startschuss
Die Hatz auf den Berg wurde pünktlich um 08:30 Uhr durch einen Böllerschuss eröffnet. Bis zum Beginn der Gehstrecke mit Skiern hielt sich das Feld noch halbwegs geschlossen - neben Hans Wieland, Siegi Hochenwarter, Wolfgang Klocker, Georg Simair, Tom Wallner und Markus Stock waren noch mehrere Athleten durchaus auf Tuchfühlung.

Wieland setzt sich ab
Auf dem Weg über die Lavanter Alm zum Laserztörl trennte sich allerdings die Spreu vom Weizen - und das sehr deutlich. Der Tamsweger Hans Wieland vom Atomic-Suunto-Team stürmte bergwärts und riss Meter um Meter Abstand auf. So sehr sich die Verfolger auch bemühten, die Lücken zu schließen - es war nicht möglich: Wieland hatte die sprichwörtliche Rakete umgeschnallt.

Verfolger kämpfen um den Anschluss
Tom Wallner, Markus Stock und Siegi Hochenwarter vom ASTC Powerteam versuchten ebenso wie Wolfgang Klocker und Georg Simair vom Martini Hagan Rennteam, und Franz Grassl mit Stefan Klinger vom Deutschen Nationalteam, den Abstand nicht gar zu groß werden zu lassen. Nur die steirischen "Tritscher-Buam" mit Peter Oberauer konnten dem Sturmlauf ihres Teamkollegen Hans Wieland viel abgewinnen – schließlich gibt es in Lienz eine Teamwertung.

Entscheidung in der Abfahrt?
Die Reihung am Törl – Wieland / Simair / Wallner / Stock / Hochenwarter / Klocker / Oberauer / Grassl sollte dennoch keine endgültige sein. Schließlich ist der Laserzlauf bekannt dafür, dass auf der schwierigen Abfahrt über die Karlsbader Hütte so manche Minute gut zu machen ist...

Wieland gibt den Sieg nicht mehr her
... was auch in diesem Jahr stimmte - aber nicht an der Spitze! Die Abfahrt war wegen Schneemangels bis zur Dolomitenhütte verkürzt worden, außerdem war sie diesmal nicht besonders schwierig, und schlussendlich ließ Hans Wieland auch nach unten nichts anbrennen: Seinen Aufstiegsrekord, der von den Posten am Laserztörl ungläubig hingenommen wurde (1:36:05 h auf 1.827 Höhenmeter) nahm er als gemütliches Polster mit hinunter, und konnte es sich auch leisten, eine Minute des Vorsprungs mit einer sicheren Abfahrt herzuschenken. Am Ende reichte es zu einem Fabelsieg mit genau drei Minuten Vorsprung vor den Verfolgern.

Die endgültige Reihung der Profiklasse
01. Hans Wieland (Atomic-Suunto-Team)
02. Tom Wallner (ASTC Powerteam)
03. Georg Simair (Martini Hagan Rennteam)

ASTC Powerteam drei Mal in den Top-Ten vertreten
Die Athleten vom ASTC Powerteam konnten beim ersten Auftritt allesamt gewaltige Leistungen zeigen: Markus Stock verpasste knapp das Stockerl und belegte den vierten Platz, Siegi Hochenwarter landete auf Platz neun. Der junge Neuzugang Wolfgang Krenn kämpfte sich nach Fellproblemen immer wieder durch - er musste sich mit Platz 22 zwar auf der Rangliste unter seinem Wert schlagen, konnte mit seiner körperlichen Leistung aber dennoch durchaus zufrieden sein.

Treimer und Grassl dominieren Damen-Profiklasse
Bei den Damen der Profiklasse dominierten die deutschen Routiniers: Silvia Treimer und Judith Grassl (beide Deutsches Nationalteam) gewannen ihre Klasse vor Tamara Lunger aus Südtirol. Leider war keine Österreicherin am Start. Schade - für die Damen scheint diese Sportart hierzulande einfach zu anstrengend zu sein – etwa wegen der vielen feschen Sportler auf der Strecke und im Ziel?

Gut besetzte Hobbyklasse
Die hervorragend angenommene und auch gut besetzte Hobbyklasse konnte bei den Herren Paul Innerhofer vor Friedl Mair und Franz Pfertner für sich entscheiden. Bei den Damen ging der Sieg an Genoveva Mariacher, gefolgt von Kathi Wibmer und Hedwig Zwischenberger.

Siegerehrung
Zur Siegerehrung ging es dann von der Sonnen durchfluteten Kanzel der Dolomitenhütte hinunter auf die ursprüngliche Zielankunft, den Kreithof. Dort war, wie gewohnt, der Teufel los. Die große Gaststube war brechend voll, viele Höhenmeter mussten nachbesprochen werden. Derweil lief noch die Auswertung der Zeitnehmung - und damit auch die wichtige Entscheidung um den Teamsieg.

ASTC Powerteam Erster in der Teamwertung
Bei der pünktlichen Siegerehrung um 14:30 Uhr war es dann endlich klar: das ASTC Powerteam konnte den ersten Platz auf dem obersten Siegertreppchen feiern - vor dem Atomic-Suunto-Team und dem Hagan-Martini-Rennteam holte es sich das Siegerschnapserl in der Teamwertung.

Fazit
Eine äußerst gelungene Veranstaltung fand damit ihr Ende. Hochachtung vor den Veranstaltern, die sich durch widrige Witterungs-Umstände zum wiederholten Mal nicht in die Knie zwingen ließen. Und Hochachtung vor allen Teilnehmern, die die Ausrede "ich konnte in dieser Saison noch nicht trainieren, weil kein Schnee liegt" nicht gelten ließen, und so zahlreich erschienen sind. Auf ein nächstes Jahr, wo das 25-jährige Jubiläum des Laserzlaufes in Lienz ansteht!


Weitere Infos
Alle Infos zum Austria Skitour Cup erhalten Sie auf der Mountains2b-Sonderseite und unter www.astc.at.


Quelle
Karl Posch
Mail:
Web: www.astc.at

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