
Gruber

Koch, Gruber, Graßl

Barbara Gruber

Aufwärmphase Stefanie Koch

Alex Caponila, Martin Grüner

Das Italinische Team

Franz Graßl

Graßl, Mezzanotte, Steurer

Hochgratbahn

In der Musikalm

Siegerehrung Deutsche Meisterin Damen

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German Skimountaineering Team

Sieger-Jugend-Männlich

Vor dem Start

Streckenprofil

Hochgrat-Skirallye
Barbara Gruber stürmt zum Deutschen Meistertitel
M2b Redaktion am 21.01.2008 - 09:30 Uhr
Barbara Gruber vom Dynafit-Rennteam und Franz Graßl haben sich beim ersten Wettkampf des DAV Skitourencups im sübayrischen Oberstaufen die Deutschen Meistertitel im Single-Race gesichert.
Italiener Mezzanotte gewinnt am Hochgrat
Nach hartem Kampf musste sich Graßl nur dem starken Italiener Mirco Mezzanotte geschlagen geben. Der 42-Jährige von der Sektion Berchtesgaden schlug somit der jüngeren Konkurrenz aus der Nationalmannschaft ein Schnippchen und bewies, dass im Skibergsteigen auch Erfahrung zählt. Dritter der Hochgrat Skirallye und Vize-Deutscher Meister wurde der von Pech verfolgte Toni Steurer, der am vergangenen Wochenende noch als einziger deutscher Vertreter beim Weltcup in Val d'Aran an den Start gegangen war und dort den 19. Platz belegte. Den vierten Rang erkämpfte sich Andi Strobel, der nicht nur in seiner "Erstsportart" Mountainbiken, sondern auch im Skibergsteigen zu den Top-Athleten in Deutschland zählt.
Veranstalter mit viel Arbeit vor dem Rennen
Bei hohen Temperaturen und schwierigen Schneeverhältnissen hatten die Veranstalter der DAV Sektion Oberstaufen den
Plusgraden mit Erfolg getrotzt und ein hervorragend organisiertes Rennen auf die Beine gestellt, zu dem sich neben der Deutschen Nationalmannschaft auch viele internationale Athleten aus Italien, Belgien, Rümanien und Österreich eingefunden hatten. Nachdem noch am Tag vor der Skirallye das warme Wetter die Strecke stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, konnte am Tag der Rennentscheidung frühzeitig grünes Licht für die Durchführung gegeben werden. Die Helfer und
Streckenposten waren bereits ab halb sechs in der Früh auf den Beinen, um die vereiste und schneearme Strecke zu präparieren. Und es gelang: Etwas verspätet fiel um kurz nach 10 Uhr der Startschuss zum Massenstart und die knapp über hundert Starter der verschiedenen Klassen stürmten los.
Hohes Tempo der Spitzengruppe
Gleich von Start an machten die Läufer und Läuferinnen mächtig Dampf und legten ein hohes Tempo an den Tag, sodass sich das Feld schnell auseinander zog. Die Zuschauer, die bei schönen und sonnigem Wetter den Start verfolgten und sich danach langsam mit der Gondel zum Hochgrat aufmachten, mussten oben zur ihrem Erstaunen feststellen, dass die Spitze schon vorbeigestiegen war. Am 1833 Meter hohem Gipfel waren die Top-Läufer noch eng beineinander. Hier lag Toni Steurer knapp vorn, allerdings hatte der Top-Favorit auf die Deutsche Meisterschaft anschließend Pech. Bei einem Sturz auf der extrem schwierig zu fahrenden Abfahrt hinunter zur Talstation brach einer seiner Ski. Somit musste er die Hoffnungen auf den Titel frühzeitig begraben. "Leider war der Bruch des Skis nicht nur bei der Abfahrt sehr störend, sondern auch beim noch anstehenden Aufstieg bei der zweiten Runde. Da bin ich oftmals weggerutscht und hatte keine Chance mitzuhalten", sagte der im Ziel entnervte Steurer von der Sektion Oberstdorf. Damit war der Weg frei für den auftrumpfenden Graßl, der in einer Zeit von 1:47:51 Stunden die Strecke bewältigen konnte und eine Minute und zehn Sekunden vor Steurer ins Ziel kam. Kurios der Einlauf des Siegers: Mirco Mezzanotte wurde von einem Streckenposten falsch geleitet und fuhr zunächst am Ziel vorbei. Nach lautem Rufen wurde er aufmerksam, schnallte die Ski ab und sprintete über den Parkplatz in den Zielraum, den er zeitgleich mit Graßl erreichte. Der faire Sportsmann Graßl akzeptierte aber gleich die Entscheidung der Wettkampfleitung, den mit Vorsprung in den Zielbereich gekommenen Weltcup-Skibergsteiger Mezzanotte zum Sieger zu erklären.
Gruber famos
Bei den Damen war die Favoritenrolle vor dem Rennen der sympathischen Aufstiegsexpertin Barbara Gruber (Dynafit, Bad Reichenhall) zugeteilt worden. Und dieser wurde sie gerecht: Nur zwei Tage nach ihrem souveränen Sieg bei der Mountain Attack in Saalbach-Hinterglemm distanzierte sie die Zweitplatzierte Steffi Koch um gleich sieben Minuten und feierte so in überragender Manier den Titel der Deutschen Meisterin. Dritte wurde Judith Graßl, die weitere drei Minuten zurücklag. "Es war schon sehr hart heute, besonders die Abfahrt war extrem schwer zu fahren. Das war ein schönes Wochenende für mich", freute sich Gruber nach dem Zieleinlauf. Ihr Ziel bleibt die WM Ende Februar in Portes-du-Soleil, wo sie im Vertical Race vielleicht sogar um die Medaillen mitlaufen will.
Die Ergebnisse:
Damen:
1. Gruber, Barbara 02:06:15
2. Koch, Stefanie 02:13:17
3. Graßl, Judith 02:16:09
4. Treimer, Silvia 02:18:55
5. Schleich, Christine 02:25:02
6. Schuster, Bärbel 02:41:27
7. Müller, Monika 02:51:59
8. Bross-Seebeck, Bettina 03:04:04
1. Mezzanotte, Mirco 01:47:50
2. Graßl Franz 01:47:51
3. Steurer Toni 01:49:01
4. Strobel Andreas 01:50:35
5. Dorfmann Manfred 01:51:56
6. Reithmeier Gerhard 01:52:20
7. Widauer Stefan 01:52:45
8. Manea Silviu 01:53:31
Siegerehrung in Steibis
Im Anschluss an die kräftezehrende Veranstaltung trafen sich alle Athleten aus den verschiedenen Alterklassen zur Siegerehrung in der Musikalm in Steilbis. Begleitet von einer dreiköpfigen Band und bayerischer Musik erfuhren auch die Sieger der Juniorenklasse, Seppi Rottmoser und die im Zielsprint siegreiche Barbara Abler, ihre Huldigungen. Auch der älteste Teilnehmer, der 75-jährige Adolf Dempfle, nahm seien Urkunde entgegen. Ihm war es gestattet worden, die verkürzte Juniorenstrecke zu bewältigen, die er in knapp über zwei Stunden absolvierte. Der Lokalmatador wird sich hoffentlich noch viele Jahre dem Hochgrat stellen und auch im nächsten Jahr wieder an den Start gehen.
Als nächster Termin des DAV Skitourencups steht der Team-Wettkampf Jennerstier am 9. Februar im Berchtesgadener Land an. Der dritte und und letzte Cup ist schließlich das Vertical Race Dammkarwurm am 8. März.
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