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Bergunglück am Nanga Parbat

M2b Redaktion am 05.07.2004 - 13:25 Uhr

Der Nanga Parbat ('Nackter Berg') ist mit 8125 Metern der neunthöchste Berg der Erde. Er gilt als einer der schwierigsten 8000er überhaupt. Bisher erreichten etwa 200 Bergsteiger den Gipfel.

Bergnot auf dem 8000er
Drei Österreichische und vier deutsche Bergsteiger gerieten vergangene Woche auf dem pakistanischen Bergriesen Nanga Parbat in Bergnot. Mittwoch Nacht gegen 22:00 Uhr hätten die Bergsteiger den Gipfel des Nanga Parbat zunächst erreicht. Der Gipfelsturm dürfte jedoch zu spät stattgefunden haben, sodass widrige Wetterverhältnisse beim Abstieg in der sogenannten 'Todeszone' auf rund 7500 Meter Höhe ihr Übriges taten...

Tragischer Unfall eines deutschen Bergsteigers
Ein schwerer Unfall überschattete die Expedition des Bergsteigerteams. Der Alpinclub Sachsen teilte am Freitagabend in Dresden mit, dass der 65-jährige Günter Jung aus Thüringen beim Abstieg vom 8125 Meter hohen Gipfel des Nanga Parbat abgestürzt sei. Seitdem gilt er als vermisst. Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge schon in der Nacht zu Donnerstag.

Abstieg der Expedition erfolgt
Die übrigen vier deutschen Bergsteiger, die bisher unter der Gipfelpyramide in rund 7500 Meter festsaßen, könnten - laut neuesten Berichten aus Pakistan - aus eigener Kraft aus dem Gefahrenbereich absteigen. Sie sollen sich am Freitagabend pakistanischer Zeit bereits zwischen Lager 3 und Lager 2 befunden haben. Einige seien sehr erschöpft und hätten leichte Erfrierungen, würden aber dennoch selbst ins Tal gehen. Mittlerweile hätten sie, laut n-tv, sogar das Basislager auf 4200 Meter Höhe erreicht.

Zum Expeditions-Vorhaben
Mitte Mai war die sächsisch-thüringische Seilschaft nach Pakistan geflogen. Sie wollte sechs bis zehn Wochen später auf dem 'Nanga Parbat' - der auch 'Schicksalsberg der Deutschen' genannt wird - stehen, wie Organisationsleiter Markus Walter vor der Reise angekündigt hatte. Der Gipfelsturm sollte ohne Sauerstoffmaske erfolgen. Walter hatte sich laut Alpinclub sofort nach dem Unfall auf die letztlich erfolglose Suche nach dem Verunglückten gemacht, weswegen auch er zwischenzeitlich als vermisst galt.

Quellen
- www.kleinezeitung.at
- www.rp-online.de


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