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Mädchen klettern einfach ästhetisch

Anna Stöhr (AUT)

Kletter WM in München

Der Boulderweltmeister 2005

Die Sieger

Vera Kotasova, CZE

Olha Shalagina, UKR

Die Siegerinnen

Salavat Rakhmetov, 37 Jahre RUS

Bericht und Bilder über die Kletter WM im Bouldern in München

Walter Hölzler am 10.07.2005 - 14:03 Uhr

Von 1. bis zum 5. Juli fanden zum zweiten Mal in Deutschland im Rahmen der internationalen Sportartikelmesse (ISPO) die Kletterweltmeisterschaften statt. Für mich war es die insgesamt dritte Teilnahme an einer Kletter-WM an der ich als Trainer oder Schiedsrichter teilnahm. Ich freute mich, dass ich diesmal als Schiedsrichter beim Bouldern eingesetzt war. So konnte ich wieder einmal hautnah die besten Kletterinnen und Kletterer der Welt bei ihrer „Show“ beobachten.
Auf vielen Internetseiten wurde ausführlich über dieses Event berichtet, so dass ich nicht nochmals das wiederhole was schon zu lesen war. Trotzdem möchte ich kurz anmerken, was mir auffiel bzw. mich beeindruckte:
Mit 130 Männern und 86 Frauen aus 50 Nationen brach die Veranstaltung einen absoluten Teilnehmerrekord. Man könnte jetzt vielleicht meinen, dass die Hälfte der Starter Kletterexoten waren, wie man es bei manchen Disziplinen bei Olympischen Spielen sieht. Ja, es waren Exoten dabei. Kletterer aus Ecuador, China, Korea, Malaysia, Hongkong und anderen Ländern die die Kletterwelt bisher nicht kennt. Doch klettern konnten sie alle. Ein Beweis dafür ist, dass die Deutschen Spitzenkletterer Chrissie Benk 58. und Thorsten Neuhaus 90. wurden. Beiden lief es nicht sehr gut, doch sie waren optimal vorbereitet und gewinnen normalerweise in Deutschland Bouldercups.
Die Kletternation Frankreich ist geschlagen. Die Ostländer übernehmen das Ruder. Bei den Damen waren vier Russinnen, eine Ukrainerin, eine Tschechin und eine Polin im Finale. Bei den Herren waren zwei Russen, ein Ukrainer und ein Tscheche im Finale. Dazu kamen Finalistinnen und Finalisten aus Korea, Japan, Finnland, Holland und der Schweiz. Die Franzosen brachten insgesamt drei Männer und eine Frau ins Finale, aber mit nur einer Medaille eine magere Ausbeute mit nach Hause. Die Österreichischen Damen rutschten mit Anna Stöhr knapp am Stockerlplatz vorbei. Kilian Fischuber schaffte beinahe den WM-Titel, mußte sich aber dann doch dem Routinier aus Russland geschlagen geben. Er war ein fairer Zweiter und gratulierte sofort Salavat Rakhmetov aus Russland zum absolut verdienten Sieg. Und die Deutschen? Nikola Haager wurde als einzigste Starterin 35. Dazu muss man aber sagen, dass sie sich während des Wettkampfes am Knie verletzte und nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte war. Bei Peter Würth (20. Platz) ging es knapp um den Finaleinzug. Ein Quäntchen mehr Glück und er hätte einen Topgriff gehalten, was ihn unter die Besten 12. gebracht hätte. Doch so ging es allen zwischen Platz 13. und Platz 25. Bei einer WM entscheiden eben Zentimeter.
Meiner Meinung waren die Deutschen Kletterer dem Anforderungsprofil dieser WM nicht gewachsen, dabei fast allen nach drei Bouldern die Kraft weg war. Die Top Kletterer der Welt sind am sechsten Boulder immer noch im Stande Höchstleistung zu bringen.
Die Zeit der abgemagerten und retardierten Kletterer ist vorbei. Man sah athletische, durchtrainierte und hübsche Körper. Das kann dem Sport nur gut tun...
Alles in allem war die Veranstaltung sehr gelungen, es gab keine großen Proteste aber faire Sportler und begeisterte Zuschauer. Das Referat Spitzensport im DAV um Wolfgang Wabel und Stefan Winter haben von allen Seiten großes Lob für ihre Arbeit geerntet. Ein guter Schritt für einen neuen Anlauf zu den Olympischen Spielen...





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