
Andy am Mount McKinley

Andy im Lager

Mount McKinley Gipfelfoto
Blind Climber Andy Holzer am höchsten Berg Nordamerikas
Dynafit am 04.07.2008 - 09:59 Uhr
Am 30. Mai 2008 erreichte der erste blinde Europäer mit seinem vierköpfigen Team den Gipfel des kältesten Berges der Welt, dem 6.194 m hohen Mt. McKinley. Der Ausnahmebergsteiger und Gewinner des Life Awards 2007 wurde von weiteren vier Österreichern begleitet: Zelt- und Seilpartner Andi Scharnagl, Felix Goller, Andreas und Thomas Nothdurfter. Sie wählten die Expeditionsroute „Denali´s West Buttress“.
16 Tage dauerte die Expedition durch Eis und Schnee mit Wetterbedingungen von windstillen Sonnentagen bis eiskalten Schneestürmen um die 140 km/h. Während dieser anstrengenden
Tour verlor Andy Holzer fast 10 Kilogramm Körpergewicht. Rückblickend meint er: "Der Denali hat mir gezeigt, dass ich mit weiterem
Training und Optimierung von Kleinigkeiten meinen Weg nach oben weitergehen darf. Meine Philosophie‚ in meinem Team sind die Schwächen nicht zum Verstecken, nein, sie liefern sogar noch mehr Motivation zum Zusammenhalten und zum Kämpfen’ kann ich weiter ausleben."
Die Expedition beginnt mit einem Gletscherflug von Talkeetna (Alaska), das 100m über dem Meeresspiegel liegt, zum Basecamp auf 2.200m. Von Traumwetter begleitet bewältigt das Holzer-Team auf Dynafit-Tourenski mit insgesamt 350 Kilogramm Ausrüstung die erste Etappe zum Ski-Hill
Camp (2.400m) in vier Stunden. Jeder Mann trägt 30 kg im Rucksack und zieht 40 Kilogramm im Schlitten hinterher. Die zweite Etappe führt über vier Stunden auf den Kahiltna Pass (3.000 m) Nach einem Ruhetag bei Traumwetter bricht das Team zum Lager drei, dem Motorcycle
Camp auf 3.400 m auf und errichtet ein Lager. Mehrmals müssen die Männer wieder zum Kahiltna-Pass zurück, um das umfangreiche Gepäck hochzutragen. Vom Motorcycle
Camp geht es weiter hinauf auf das Medical
Camp auf 4.300 m. Bei
Traumwetter legen die Bergsteiger wieder einen Ruhetag ein und fühlen sich wie beim Strandurlaub: Sie liegen auf Matten vor den Zelten. Andy Holzer liest mit seinem ipod Erik Weihenmayers Buch "Ich fühlte den Himmel", der 1995 als erster Blinder genau an diesen Flanken für den Gipfelsieg am Denali kämpfte. Nun wird die größte Herausforderung des Mt. McKinley Wirklichkeit: Die kommende Schlechtwetterfront lässt sich schwer kalkulieren. Macht es Sinn auf das Hochcamp auf 5.300m weiter zu steigen und ein Lager einzurichten? Oder besser mit über hundert anderen erfahrenen Bergsteigern den zu erwartenden Sturm im Medical
Camp aussitzen? Manche Teams brechen ab. Die Holzer Expedition bereitet sich auf die wilde Front im Medical
Camp
vor und errichtet um die Zelte Schneewände in Höhe von 1,80m, die wie Schneeburgen aussehen. Bei 140 km/h Wind und Schneefall ziehen sich in den nächsten Tagen alle in die wärmenden Schlafsäcke ins Zelt zurück.
Am 14. Expeditionstag wird unter größter Anstrengung über die bis zu 55 Grad steilen Eisflanken die notwendige Ausrüstung auf das High
Camp auf 5.300 m hinaufgetragen. Das Team erreicht in der Abendsonne bei einer Temperatur von minus 25 Grad in der Sonne gemessen das letzte Lager vor dem Gipfel. Nach einer bitterkalten Nacht marschieren sie in Daunenausrüstung und Händen und Füßen die nahe dem Erfrieren sind über sieben Stunden lang mit Vollgas auf den Gipfel. Ab 5.800 Höhenmeter ist das Holzer-Team im vollen Sturm. Auf 6.000 lässt er wieder etwas nach, dafür fordern die extrem steilen letzten 150 Höhenmeter des Pig Hill übermenschliche Kräfte. Am 30 Mai um 15 Uhr 15 freut sich das Holzer-Team über das Gipfelerlebnis am kältesten Berg der Welt. Den sieben Stunden Aufstieg folgen gut drei Stunden Abstieg zum High
Camp. In Windeseile steigen die Gipfelstürmer am nächsten Tag von dort ab und benutzen teilweise ihre Dynafit-Ski: In nur einem Tag schaffen sie den Abstieg von 5.300 Höhenmeter hinunter auf das Base-
Camp auf 2.200 m, das wegen sehr langer horizontaler Entfernungen üblicherweise in fünf Tagesetappen hinauf bestiegen wird.
Sponsor Dynafit bewundert den Ausnahmebergsteiger Holzer. „Andy Holzer verkörpert die Leidenschaft zum Bergsteigen wie kaum ein anderer. Unsere Marken machen das Bergerlebnis sicher und möglichst komfortabel. Es freut mich, dass sie selbst am kältesten Berg der Welt warm halten!“, meint Oliver Schneider, Geschäftsführer
SALEWA Österreich, zu der auch die Marke Dynafit gehört.
Detailinfos im Expeditionstagebuch unter: http://www.andy.diealpen.at/mckinley/tagebuch.html.
Andy Holzer ist Ausnahmebergsteiger und von Geburt an blind. Mit Lebensfreude, Mut und Sportlichkeit kann er auf unglaubliche Touren verweisen:
· „Mit zwei Augen, drei Händen und vier Füßen am Dach von Südamerika, dem 6.962m hohen Aconcagua“ – gemeinsam mit Tourenpartner Peter Mair, der im Alter von 32 Jahren durch eine Explosion seinen linken Arm verlor.
· Weltsensation „Die doppelblinde Seilschaft“ mit dem blinden Amerikaner Erik Weihenmayer auf die Südrampe des Roten Turm in den Lienzer
Dolomiten im 5. Schwierigkeitsgrad. (Erik Weihenmayer war der erste blinde Mensch, der am
Mount Everest und am Mt. McKinley stand.)
· Via
Cassin am Preußturm in den Lienzer
Dolomiten im 7. Schwierigkeitsgrad: Unter der Führung des 40-jährigen beidseits beinamputierten Prof. Hug Herr aus Bosten besteigen Erik Weihenmayer und Andy Holzer die Kleinste der Drei Zinnen.
SALEWA ist der weltweit führende Bergsport-Multispezialist. Es führt die Marken
SALEWA, Dynafit und Silvretta. Die
SALEWA Gruppe, mit Sitz in Bozen im Südtirol, kann in Europa auf eine 70 Jahre lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Die wichtigsten Märkte werden mit eigenen Niederlassungen bedient, in weiteren 30 Ländern arbeitet
SALEWA mit Agenten und Distributoren. Das managementgeführte Familienunternehmen erzielt mit rund 700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 128 Millionen Euro. Weitere Informationen zur Firmengeschichte von
SALEWA, zu aktuellen Produkten, und Veranstaltungen gibt es unter
www.salewa.at und
www.dynafit.com.
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