Am Samstag fand in Russbach bei Salzburg das zweite Rennen des Austria Skitour Cups statt. Was sich in Steinach beim Auftakt abzeichnete, wurde beim DachSteinBock bestätigt: das Feld der Spitzenläufer bei den Herren liegt extrem dicht zusammen - keine sieben Punkte trennen die fünf Führenden im Kampf um die Österreichische Meisterschaft.
DachSteinBock 2004:
Alfred Mandl setzt sich mit seinem Sieg beim DachSteinBock an die Spitze der Österreichischen Meisterschaft, Simone Hornegger schafft den Hattrick und gewinnt die begehrte Trophäe zum dritten Mal hintereinander.
Die hohe Leistungsdichte, die sich bereits beim Auftakt des Skitourencups in Tirol abzeichnete, wurde bestätigt. Der Austria Skitour Cup (ASTC) bleibt enorm spannend.
Hunderte begeisterte Zuschauer entlang der Strecken:
Sepp Grasl, Bürgermeister von Russbach, startete den dritten DachSteinBock in der Skiregion Dachstein West am Samstag, den 14. Februar um 17 Uhr. Knapp 140 Athleten und Hobbysportler nahmen die drei Distanzen in Angriff: 25 Kilometer und 2390 Höhenmeter waren auf der Marathondistanz zu bewältigen. Die Halbmarathonstrecke führte über 12,8 Kilometer und 1190 Höhenmeter.
Erstmals gab es in Russbach auch eine Nachwuchs Challenge für junge Sportler zwischen zehn und 15 Jahren. Vor ihnen lagen 1,5 Kilometer und 280 Höhenmeter.
Alfred Mandl mit Streckenrekord:
Das Rennen über die lange Distanz wurde zu einem Triumphlauf für den Salzburger Alfred Mandl (Henndorf). Er gewann mit neuem Streckenrekord von 02:28,31 Stunden vor dem Steirer Andreas Ringhofer (Schladming) in der Zeit von 02:29,24 Stunden. Hinter diesen beiden Favoriten belegte der Mountainbike-Spezialist und 'Überraschungsmann' im Skibergsteigen, Heinz Verbnjak aus Wien, in 02:33,09 Stunden den dritten Rang. Damit komplettierte er auch das Siegerfoto in der Allgemeinen Klasse. Die drei Tagesschnellsten konnten sich über 1200, 800 bzw. 500 Euro Preisgeld freuen.
Hornegger und Lugger bei den Leuten:
Mitfavorit und Titelverteidiger Martin Hornegger (Annaberg/Salzburg) kam als Vierter ins Ziel und gewann in 02:34,01 Stunden die Altersklasse I. Im Kampf um die schnellsten Tageszeiten belegte der Sieger aus Steinach, Alexander Lugger (Maria Luggau/Kärnten), Platz fünf in 02:35,11 Stunden vor Adi Harrer (Bad Goisern/Oberösterreich), der das Ziel eine Sekunde später erreichte; die beiden waren in Russbach auch im Rahmen der 'Tennengauer Nachrichten International Open' um Weltcuppunkte am Start.
Simone Hornegger gewohnt stark:
Bei den Damen erwies sich Simone Hornegger (Annaberg) wieder einmal als Klasse für sich. Sie bezwang die Marathondistanz in 03:11,24 Stunden und gewann in Russbach damit zum dritten Mal. Hornegger, die in der Allgemeinen Klasse startete, festigte damit ihren Ruf, in Österreich unbesiegbar zu sein. Zweite wurde Renate Schwab (Kainisch/Steiermark), die mit 03:16,26 Stunden die Damenwertung der 'Tennengauer Nachrichten International Open' gewann. Ihr folgte Anita Vogelsberger (Innsbruck/Tirol) mit einer Zeit von 03:21,10 Stunden, die sich damit in der Allgemeinen Klasse hinter Hornegger platzierte. Die schnellsten Damen des Tages erkämpften sich 600, 400 bzw. 300 Euro an Preisgeldern.
Simone Hornegger und Alfred Mandl erhielten zudem die begehrte Trophäe dieses Rennens, den geschnitzten DachSteinBock für die Tagesbestzeiten.
Fellprobleme zwingen Stock zur Aufgabe:
Pechvogel in Russbach war Markus Stock (Bischofshofen/Abtenau). Der Vorjahressieger erreichte hinter Mandl, Ringhofer und Verbnjak als Vierter den Hornspitz - das Ziel des ersten Anstiegs. In der folgenden Abfahrt nach Gosau konnte er sich auf Platz zwei vorkämpfen, hinter Mandl und vor Ringhofer. Diese Reihung wurde auf dem Weg zurück zum Hornspitz und über die Edalm in Richtung Zwieselam beibehalten. Vor dem Kanonenrohr, einer Schlüsselstelle des Rennens, lag Ringhofer in Führung, hinter ihm Stock und Mandl. Stock konnte den schwierigen Anstieg nutzen und sich an die Spitze setzen, bis Fellprobleme ihn zur Aufgabe zwangen. Dementsprechend enttäuscht war der Bischofshofener, der ohne die technischen Probleme einen Sieg für wahrscheinlich gehalten hätte: "Heute wäre es super gegangen!"