"Heute geht es um die Wurst", so Alfred Mandl, einer der Mitfavoriten auf den Titel des Österreichischen Meisters im Skibergsteigen vor dem spannenden Finale. Die Titelanwärter nach drei Cuprennen, Alexander Lugger, Alfred Mandl, Andreas Ringhofer sowie Titelverteidiger Martin Hornegger, gaben nach einer harten Saison in diesem Wettbewerb alles und machten es bis zum Schluss spannend.
Besonders anstrengender Wettbewerb:
Das letzte Rennen des Austria Skitour Cups, der 'Refresh Zauberberg Cross'-Lauf, ein Kriterium auf der Marathondistanz über sechs Runden, 2040 Höhenmeter und 14,8km Länge, war geprägt durch Taktik und Geschwindigkeit. "Ein hartes Rennen mit vielen Fellwechsel, in dem die bessere Taktik und Technik entscheiden wird", wie Adi Harrer noch vor dem Start voraussagte. Aufgrund des Rhythmuswechsels ein besonders anstrengender Wettbewerb, für die Zuschauer aber umso spannender.
Überraschungsmann Verbnjak gewinnt Heimrennen:
Die 50 Härtesten der Skibergsteiger-Zunft gaben sich dann auch ein Stelldichein, um den Zuschauern ein Schauspiel der besonderen Art zu bieten. Der Überraschungsmann dieser Saison, Heinz Verbnjak aus Wien, war besonders motiviert in seinem Heimrennen. Letztlich konnte er die ganz Großen in dieser Sportart fordern und passierte die Ziellinie als Erster in der Zeit von 1:44,02 Stunden. Er konnte sein Ziel, vor heimischer Kulisse die Favoriten zu bezwingen, verwirklichen. In der Gesamtwertung der Österreichischen Meisterschaft belegt er damit den sensationellen dritten Platz, nur ganz knapp geschlagen von Andreas Ringhofer aus Schladming.
Lugger gewinnt Gesamtwertung:
Alexander Lugger aus Maria Luggau erreichte schließlich als Zweiter das Ziel in 1:47,53 Stunden und sicherte sich somit den Titel des Österreichischen Meisters. Der WM-Fünfte ließ Verbnjak ziehen und konzentrierte sich ganz auf die Gesamtwertung. Trotz eines bösen Sturzes in der Abfahrt konnte er seinen Vorsprung sicher ins Ziel bringen. Bereits vor dem Rennen war klar, dass Lugger zu den ganz heißen Eisen in diesem Rennen zählt. Als ausgezeichneter Skifahrer kam ihm die nicht präparierte Abfahrt entgegen. Damit löst Lugger den zweimaligen Österreichischen Meister Martin Hornegger ab.
Ringhofer Vizemeister:
Der WM-Sechste Andi Ringhofer belegte Platz drei in der Zeit von 1:49,51 Stunden. Er gab sich beim Start noch wenig Chancen auf einen Stockerlplatz, musste er doch mit Knieproblemen antreten. Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Ringhofer ist mit der Saison sehr zufrieden und sah in Verbnjak einen würdigen Sieger. Er wurde mit der ausgezeichneten Leistung Vizemeister hinter Lugger.
Martin Hornegger entscheidet AK I für sich:
Bereits vor dem Rennen räumte sich der Annaberger Martin Hornegger keine großen Chancen auf die Gesamtwertung ein. Dennoch kam er als Vierter in der Zeit von 1:51,29 Stunden durchs Ziel und belegt Platz vier in der Österreichischen Meisterschaft, außerdem entschied er die Altersklasse I für sich. Auch für ihn war es eine gute Saison, heute hatte er aber noch die Müdigkeit aus dem Pierra Menta in den Beinen, ebenso wie der Vierte in der allgemeinen Klasse/Junioren, Markus Stock aus Bischofshofen (1:51,49 Stunden). Alfred Mandl aus Henndorf merkte man die körperlichen Strapazen der Saison an, dennoch belegte er den fünften Rang in der allgemeinen Klasse/Junioren (1:55,53 Stunden) und sicherte sich damit den fünften Rang in der Österreichischen Meisterschaft.
Sabine Hornegger nicht am Start - dennoch Gesamtsieg:
Hinter Hornegger wurde in der Altersklasse I über die lange Distanz Anton Essl aus Abtenau in der Zeit von 1:59,58 Stunden Zweiter vor Paul Warum (Radenthein) in 2:01,51 Stunden. Die Altersklasse II entschied Josef Klockner (Tristach) in 2:29,43 Stunden für sich vor Eckl Schrutka (Sooss) in 3:07,52 Stunden. Zum dritten Mal in Serie Österreichische Meisterin wurde Simone Hornegger aus Annaberg. Sie war zwar beim 'Refresh Zauberberg Cross' nicht dabei, konnte sich den Titel aber mit den drei Siegen in den Rennen zuvor bereits frühzeitig sichern. Das Kriterium am Zauberberg entschied Renate Schwab aus Kainisch für sich. Sie bewältigte die Marathondistanz in 2:27,22 Stunden und wurde damit hinter Hornegger Vizemeisterin. Schwab war die einzige Dame, die bei der Siegerehrung anwesend war. Andrea Fischer aus Innsbruck belegte in der Österreichischen Meisterschaft Platz drei.
Spannende Rennen über die Halbmarathondistanz:
Die Halbmarathondistanz über 1020hm und 7,4km entschied bei den Damen die Wienerin Ulli Schultes in 1:29,46 Stunden für sich. Begeistert von der Strecke und der super Stimmung zeigte sich auch der Höhenmeter-Weltrekordhalter und Sieger über die kurze Strecke bei den Junioren, Manfred Tod aus Mariazell. In 0:58,24 Stunden erreichte er das Ziel vor Harald Schober (Lungötz) mit 1:00,56 Stunden und Elmar Tritscher (Ramsau) mit 1:02,26 Stunden. Die Altersklasse I konnte Franz Hausmann (Puchberg) in 1:03,21 Stunden für sich entscheiden vor Rudolf Doppelreiter (Mürzzuschlag) mit 1:04,15 Stunden und Hans Abl (Mariazell) mit 1:09,05 Stunden. In der Altersklasse II startete nur ein Teilnehmer, der 1946 geborene Puchberger Willi Nagl. Er bewältigte die Halbmarathondistanz in 1:23,18 Stunden.
Teamwertung geht an Austria Alpin Team:
Die Teamwertung über die Halbmarathondistanz gewann das Austria Alpin Team vor dem Team AlpinX und Schober Dynamic. Die Marathondistanz entschied das Atomic-Suunto Team für sich vor Martini-Dynafit und dem Lichtenegger Suunto Team. In der ASTC-Teamwertung lag letztlich das Martini-Dynafit Team voran, dicht gefolgt vom Atomic-Suunto Team und dem Martini-Blizzard Team.
Würdiger Abschluss der Rennserie:
Auch dieses Mal wieder erwies sich das Kriterium am Zauberberg als würdiger Abschluss einer spannenden und großartigen Rennserie, in der die Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen entschieden wurde. Alle Beteiligten bezeugten den Organisatoren höchstes Lob. Das 'Refresh Zauberberg Cross'-Rennen war ein anspruchvolles Rennen, ausgezeichnet durch Rhythmuswechsel und bestimmt von der Taktik. Organisator Peter Eichberger lobte vor allem die Zusammenarbeit mit dem Wintersportverein und den Bergbahnen Hirschenkogel. Die Zuschauer konnten die Entscheidung hautnah miterleben und verhalfen der Veranstaltung zu einer super Atmosphäre und tollen Stimmung.
Auch Veranstalter zufrieden:
Die Veranstalter des Cups waren hochzufrieden. Karl Posch bewunderte die hohe Leistungsdichte und dankte auf diesem Wege allen Helfern. Auch VAVÖ Geschäftsführer Rudi Kaupe zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Austria Skitour Cups. Er war begeistert von der tollen Saison mit außergewöhnlichen Leistungen der Sportler und Organisatoren. Besonders zufrieden war Kaupe mit den Leistungen der Athleten bei der WM und richtete auch einen Dank an den Chef des Deutschen Nationalteams, Stefan Winter, der die Österreicher bei der WM unterstützte.
Ein Wiedersehen im nächsten Jahr:
Auch nächste Saison wird es wieder einen Austria Skitour Cup geben, das Organisationsteam wird wieder seine ganze Routine und Einfallsreichtum in die Waagschale werfen, um abermals eine Rennserie der Extraklasse auf die Beine zu stellen. Leichte Veränderungen sind jetzt schon geplant, so will man verstärkt die Hobbyfahrer erreichen.
Information und Kontakt:
CANETA, Pressebetreuung ASTC
Tom Spielbüchler
mail:
fon: ++43/0650/8921298
web: www.astc.at