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Der Weltcup geht weiter!

M2b Redaktion am 05.10.2004 - 10:05 Uhr

Im Anschluss an eine Verletzungspause war der Österreicher Jürgen Reis Ende Dezember 2004 "froh, wieder trainieren zu können und überhaupt einen 9er hochzukommen". In nationale Kletterbewerbe griff er im Februar des Jahres wieder ein. Seine Form hielt er dann bis zum Weltcup in Imst (Österreich) im Juni. Anschließend aber "war die Luft raus", Reis fehlten drei Monate Vorbereitung: "Mehr als zweimal im Jahr kann ich nicht topfit sein", weiß der Kletterer über sein Leistungsvermögen. Vor den anstehenden Weltcups in Aprica (ITA), Valence (FRA), Brno (CZE) und Kranj (SLO) "stimmt die Form".

Wiedererstarkt
"Die verlängerte Aufbaupause diesen Sommer hat mir einfach in jeder Hinsicht gut getan“, sagte Jürgen Reis letzte Woche in einem Interview mit Daniel Zauser, dem neuen Redakteur im consolution.at Team.

Guter Dinge
Nicht nur, dass ein stabiler und geplanter Muskelaufbau Erfolg zeigte, auch die wettkampfspezifische Leistungsfähigkeit entwickelte sich beim Österreicher sensationell: "Die gut zweieinhalb Kilogramm mehr an quasi fettfreier Muskelmasse, machten sich zuerst nur bei der Maximalkraft bemerkbar, die Kraftausdauer schien vorerst nicht mitzuziehen", erinnert sich Reis. Aber die Überraschung folgte postwendend. "Die zusätzliche Zeit ermöglichte mir, mich während meiner Aufbauphase ernsthaft auf eine schwere Wettkampftour zu konzentrieren. Eine Finalroute von Andreas Bindhammer im Trainingszentrum in Ottobeuren beschäftigte mich seit letztem Spätherbst. Diesen Sommer scheiterte ich noch sage und schreibe acht Wochen lang am allerletzten Zug - ausreichend Gelegenheit, gemeinsam mit meinem Mentalcoach Fredy Anwander noch an den mentalen Details zu feilen. Die Tour war praktisch Teil meines Aufbauplans nach der Verletzung. Und anfangs natürlich viel zu schwer! Aber am 23. September gelang mir der Durchstieg. Das Signal war klar, ich bin weltcupfit und zwar stärker als je zuvor!“

Die ausstehenden Bewerbe
Und der nächste Weltcup lässt nicht mehr lange auf sich warten. Jürgen Reis freut sich, am 22. und 23. Oktober in Aprica (ITA) zu zeigen, was die 'Sommerarbeit' gebracht hat. Bereits eine Woche später startet der Dornbirner auch in Valence (FRA). Anschließend stehen nach zwei weiteren Wochen Pause der Wettkampf in Brno (CZE) sowie der Finalbewerb am 20. und 21. November in Kranj (SLO) an.

Heißer Herbst
Eine spannende aber auch anstrengende Phase mit vielen Reisekilometern und sportlichen Herausforderungen wartet auf die internationale Kletterelite. Wie die abschließende "Belohnung“ aussehen wird, steht für Jürgen Reis bereits fest: "Danach habe ich mir wohl erstmal etwas Urlaub verdient - irgendwo, wo es schön friedlich und warm ist", sieht er sich in einer Hängematte.

Informationen zum Weltcup
Alle Ergebnisse und Liveberichte zur laufenden Weltcupsaison finden sich im Internet unter www.digitalrock.de.


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