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Alfred Mandl

Martin Hornegger am schwierigen Anstieg zum Dachstein-Gipfel

Impressionen

Dachstein Xtreme

Die Sieger der ÖM-2006: Martin Hornegger, Alex Lugger und Andi Ringhofer

Markus Stock über den Wolken – direkt im Gipfelbereich des Dachstein

Abfahrt

Guido Giacomelli

Franz Grassl

Alexander Lugger

Lunger, Giacomelli, Lugger

Start

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ASTC 2006

Fitschi Dachstein Xtreme begeistert Athleten und Offizielle

M2b Redaktion am 21.03.2006 - 11:00 Uhr

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Hohen Dachsteins wurde am 18. März das größte Skitourenrennen Österreichs, das "Fritschi Dachstein Xtreme", ausgetragen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um den Gefrierpunkt versammelte sich die internationale Elite zum sechsten und letzten Rennen des Austria Skitour Cup 2006, bei dem gleichzeitig die Sieger des Europacups Single und die Österreichischen Meister ermittelt wurden.

Skifahrerisches Können, Technik und Kondition gefragt
Die Erstauflage des Rennens hielt, was sie versprach: Obwohl die brutal steile Abfahrt durch die "Schwadrinn" aufgrund von Lawinengefahr gestrichen wurde, war es das wohl schwierigste bisher in Österreich ausgetragene Skitourenrennen überhaupt. Alternativ zur Schwadrinn-Abfahrt mussten die Langstreckenläufer den Schladminger Gletscher, Koppenkar, Edelgrießhöhe und Edelgrieß passieren. Das Fitschi Dachstein Xtreme forderte wirklich allen Teilnehmern das Äußerste ab: Gefragt war hier die Kombination von skifahrerischem Können, Technik und Kondition. Da sich der Rennverlauf zur Gänze auf über 2.500 Höhenmetern abspielte, war besonders die Einteilung der Kondition nicht einfach.

Hoch motivierte Teilnehmer
Hoch motiviert gingen die rund 125 Teilnehmer auf der Bergstation der Dachstein Südwandbahn an den Start. Pünktlich um 10:00 Uhr fiel am Samstag der Startschuss zur langen Strecke, gut eine Stunde später sprinteten die Kurzstreckenläufer zum Kampf "Mensch gegen Berg" los.

Lange Strecke

Keine Zufalls-Sieger
Schon vor dem Rennen war den Favoriten über die Marathonstrecke klar: Am Dachstein würde es keinen Zufalls-Sieger geben - so hatte die 19,6 Kilometer lange Strecke über 1.760 Höhenmeter auch anspruchsvolle Kletterpartien und Tragepassagen zu bieten.

"Nur der kompletteste Tourengeher kann hier gewinnen", war der Bischofshofener Markus Stock am Start überzeugt. Seiner Meinung nach waren dies aus österreichischer Sicht Lugger, Ringhofer oder Hornegger. Die heimischen Favoriten kannten aber ihre internationalen Gegenspieler und hatten so Giacomelli und Lunger ganz oben auf ihren jeweiligen Rechnungen. Diese wiedrum glaubten die Österreicher im Heimvorteil.

Starker Start von Lugger
Nach dem Start um 10:00 Uhr setzte sich zunächst Alex Lugger (AUT) an die Spitze. Er wollte seinen Österreichischen Meistertitel verteidigen und war bereit, dafür die Führungsarbeit zu übernehmen. Dies gelang ihm bei einer weiten Schleife über den Hallstätter Gletscher, auch blieb er nach dem Anstieg auf den 2.996 Meter hohen Dachstein in Führung und behielt seine Position bis nach dem Aufstieg durch die so genannte Steiner-Scharte vom Gosauer Gletscher zurück aufs "Hallstätter Eis" bei. Dabei verausgabte sich Lugger aber dermaßen, dass er im Schlussanstieg von der Simony-Hütte zurück zur Bergstation der Dachstein-Bahn die Italiener Guido Giacomelli und Hansjörg Lunger nicht mehr hinter sich halten konnte.

Giacomelli vorn, Lugger bester Österreicher
Schlussendlich erreichte FISI-Athlet Guido Giacomelli mit einer sensationellen Zeit von 2:29:11 Stunden als Erster das Ziel, dicht gefolgt von seinem italienischen Landsmann Hansjörg Lunger (FISI, 2:30:20). Giacomelli sicherte sich jedoch nicht nur den Tagessieg, sondern auch den Sieg im Europacup Single.

Mit einer beeindruckenden Zeit von 2:31:15 Stunden kam wiederum nur kurz hinter dem zweitplatzierten Lunger ein völlig verausgabter Alexander Lugger als Dritter ins Ziel. Der für die Kärntner Zollwache startende Sportler verteidigte damit seinen Österreichischen Meistertitel im Skibergsteigen erfolgreich. Da sich die ersten Drei bei einem Aufstieg jedoch nicht vorschriftsgemäß in die Sicherungsseile eingehängt hatten, wurde ihnen im Ziel noch eine Zeitstrafe von einer Minute an ihre Laufzeit angehängt.

Grassl Europacup-Siebter
Als zweitbester österreichischer Tourengeher bewältigte der Schladminger Lokalmatador Andreas Ringhofer die Strecke am Dachsteinmassiv (Team Atomic-Suunto, 2:32:51) mit dem vierten Endrang. Er blieb damit vor den beiden ASTC-Powerteam Athleten Martin Hornegger (2:33:30) und Markus Stock (02:35:06). Nach dem Rennen sagte der 44-jährige Hornegger: "Ich bin mit der Leistung natürlich sehr zufrieden. Schade, dass es nicht über die ganze Originalstrecke ging. Dann wäre wohl für mich noch mehr drin gewesen."

Thomas Wallner, bisher eher als Spezialist für Pistenrrennen in Erscheinung getreten, ließ sein Talent mit dem sechsten Endrang in der Wertung zur Österreichischen Meisterschaft auch im Hochgebirge aufblitzen. Sein ASTC-Powerteam Kollege Siegi Hochenwarter belegte einen guten 15. Platz.

Stärkster Deutscher Starter auf der Marathon-Strecke war der amtierende Deutsche Meister Franz Grassl, der mit einer Zeit von 2:40:08 Stunden Zehnter auf dieser Distanz wurde und damit den Europacup als Gesamt-Siebter abschließt. Dabei hatte Grassl bereits zu Beginn des Rennens Pech, als er auf einer Gleitpassage in einen kleinen Unfall verwickelt war und dadurch Zeit und Schwung verlor.

Dynafit-Athleten in den österreichischen Top-20
Die Dynafit-Athleten Alfred Mandl, Martin und Matthias Bader reihten sich in der Wertung zur Österreichischen Meisterschaft auf Platz 14 (Alfred Mandl), 16 (Matthias Bader) und 17 (Martin Bader) ein. Der Abstand der drei auf den bestplatzierten Österreicher Alex Lugger betrug dabei zwischen 31 und 46 Minuten. Im Gesamtvergleich aller gestarteten Nationen wurde Mandl 29., Matthias Bader 32. und Martin Bader 35. Der deutsche Dynafit-Athlete Benedikt Böhm kam auf Rang 31.

Gruber hinter Martinelli auf Rang zwei
In der Damenkonkurrenz gelang der starken FISI-Italienerin Francesca Martinelli mit 3:09:38 Stunden der Sieg auf der Langstrecke. Sie sicherte sich damit auch den Europacup vor der Französin Anne Petit, die am Dachstein weit zurückgefallen war.

Den zweiten Platz beim Fitschi Dachstein Xtreme konnte die Deutsche Meisterin Barbara Gruber vom Team Dynafit mit 3:19:02 erringen. Landsfrau Stefanie Koch beendete das Rennen nach 3:25:20 auf Rang vier, zwischen die beiden Athletinnen des DAV schob sich noch die Französin Laetitia Roux (3:22:33).

Nichts wurde es hingegen mit der Verteidigung des Österreichischen Meistertitels durch ASTC-Powerteam-Lady Simone Hornegger. Sie konnte wegen einer Grippe nicht am Dachstein dabei sein. So ging der Meistertitel in diesem Jahr an Veronika Swidrak (Team Sport Schwaighofer Brixlegg 4:00:16) aus Tirol. Zweitbeste Österreicherin wurde Renate Schwab aus dem steirischen Salzkammergut (Team Sport Lichtenegger 4:02:22) vor Kathrin Sojer aus Tirol (4:08:59).

Insgesamt waren 74 Damen und Herren auf der langen Distanz am Start, darunter kämpften Athleten aus acht Nationen um die Punkte im Europacup.

Kurze Strecke
Neben der Marathon-Strecke bot das Fritschi Dachstein Xtreme auch eine Halbmarathon-Distanz. Sie führte über 14,2 Kilometer und 1.499 Höhenmeter. Schnellster auf diesem Kurs war der Salzburger Franz Deisenberger (SC Leogang 2:17:07) vor Andreas Strobl aus Deutschland (2:17:40) und dem Bad Ischler Andreas Kienast (ASTC-Powerteam 2:22:13). "Nach den gesundheitlichen Problemen der letzten Wochen bin ich wirklich happy. Es war ungemein schwierig, aber ein ganz toller Bewerb," zeigte sich der 43-jährige Kienast von der Premieren-Veranstaltung in der Gletscher-Region begeistert.

Es gab auch eine Snowboard-Wertung, die der Österreicher Harald Harreither als einziger Teilnehmer in beeindruckenden 2:21:42 absolvierte.
Schnellste Dame auf der kurzen Strecke war Sabrina Filzmoser (3:49:42) vor Barbara Lebutsch (4.05:32) und Sabine Groner aus Deutschland (4:17:25).

Siegerehrung
Die Siegerehrung fand bei strahlendem Sonnenschein und prächtigem Dachsteinpanorama statt. Sämtliche Athleten waren von der sehr selektiven Renn-Strecke begeistert - und das Publikum von den Sportlern. "Super Bedingungen, super Strecke und herrlichstes Wettkampf-Wetter" lautete das einhelllige Echo der Teilnehmer.

Lob für den Veranstalter Karl Posch gab es auch seitens der Offiziellen des internationalen Verbandes der Skibergsteiger (ISMC), die zur Überwachung des Europacup-Finales angereist waren. "Eine schwierige, dynamische Strecke in wunderbarer alpinen Lage", fand Josep Castellet, Präsident der ISMC-Jury, positive Worte. "Mit dieser perfekten Organisation würden wir am Dachstein jederzeit ein Weltcup-Rennen austragen."

Karl Posch, der das Rennen im Vorjahr wegen extremer Wetterbedingungen absagen musste, freut sich über derartiges Lob nach monatelanger Organisation: "All dies wäre aber ohne unsere Sponsoren und die hervorragende Kooperation mit der Dachsteinbahn nicht möglich gewesen!"

Bleibt abzuwarten, wie sich der Dachstein den Sportlern 2007 präsentiert. Sie alle hoffen nach dem Zieleinlauf auf eine Neuauflage im nächsten Jahr...

Quellen
Karl Posch
Heinz Hörhager
Tom Spielbüchler


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