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Stefan Glowacz

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Glowacz und Jasper starten Expedition zum Murallòn

M2b Redaktion am 27.10.2003 - 08:45 Uhr

Am 02. November 2003 machen sich Stefan Glowacz und Robert Jasper auf, um die noch unbestiegene Nord-Ost Wand es Murallòn, ein Berg auf dem südlichen patagonischen Inlandeis - eine Wand aus 1300 Metern Steileis und senkrechtem Fels - zu besteigen.

Nicht gerade einladend:
Es gibt kaum Bild- oder Kartenmaterial von der Region - sie ist menschenleer, eingefangen zwischen Inlandeis und Upsala-Gletscher. Die Stürme kommen vom wildesten Meer der Welt, donnern über das Eis und umtosen den Murallón nicht selten mit Stärken um die 200 Stundenkilometer.

Höchste Anforderungen:
Was bei anderen Expeditionen zum Standard gehört, wie Träger, Köche oder ärztliche Versorgung - Glowacz und Jasper werden darauf verzichten müssen. Sämtliche Ausrüstung und Lebensmittel müssen von den beiden über schwerstes Gelände zum Wandfuß transportiert werden. Dies bedeutet Verzicht - Essen und Material wird auf das absolut Notwendigste reduziert. Einen passenden Moment, in die Wand einzusteigen, werden Glowacz und Jasper in einer Eishöhle abwarten, also an einem extrem feuchten und engen Ort.

Echte Profis:
Stefan Glowacz und Robert Jasper sind Kletterer und Expeditionsbergsteiger auf höchstem Niveau; es war klar, dass sich dieses Team für seine erste gemeinsame Expedition einen 'Highprice' suchen würde.
Die beiden treten diese Expedition an, weil sie ihrem Ideal vom Expeditionsbergsteigen entspricht: Abgelegen, unentdeckt, fremd. Sich das Fremde vertraut machen, den Horizont ein Stück erweitern und dabei vor allem 'fair' bleiben, halten die beiden für wesentlich. Es geht darum, ausschließlich auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Nur so kann eine Befriedigung in der Auseinandersetzung mit den Elementen entstehen.

Vom 02. November bis zum Heiligen Abend:
Stefan Glowacz und Robert Jasper werden am 02. November nach Argentinien aufbrechen und hoffen, dass sie am Heiligen Abend erfolgreich zurückkehren werden. Wir drücken die Daumen - und ziehen den Hut!

Quelle:
Sine-Newsletter vom Freitag, den 24. Oktober 2003


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