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Hermann Buhl - ein Innsbrucker schreibt Alpingeschichte
Mountains2b/Innsbruck am 03.09.2003 - 15:23 Uhr
Wenige Wochen, nachdem Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay Sherpa am 29. Mai 1953 den
Mount Everest 'erobert' hatten, schreibt ein Innsbrucker Bergsteiger auf einem anderen
Achttausender Alpingeschichte.
Im Alleingang auf den Nanga Parbat:
Der 33jährige Hermann Buhl wagt am 3. Juli desselben Jahres die Erstbesteigung des 8.125 Meter hohen Nanga Parbat – in 41 Stunden Alleingang und ohne künstlichen Sauerstoff.
Trotz widriger Umstände neue Maßstäbe gesetzt:
Dort, wo 1934 und 1937 zwei Expeditionen scheiterten und zahlreiche Expeditionsteilnehmer starben, setzt Hermann Buhl neue Maßstäbe. Er schafft trotz widriger Wetterumstände ganz alleine die Bezwingung des viel umkämpften Achttausenders, der auch für heutige Bergsteiger eine extreme klettertechnische Herausforderung darstellt.
Auch im Karakorum erfolgreich:
Herausforderung war in Buhls Karriere immer das Schlüsselwort, oder wie er selbst es ausdrückte: "Ich verspüre den Drang, immer Höheres, Schwereres zu wagen." So gelingt ihm gemeinsam mit einer österreichischen Expedition wiederum ohne Sauerstoffgeräte am 9. Juni 1957 die Erstbesteigung des 8.047 Meter hohen
Broad Peak im Karakorum.
Schicksal - mit einer Schneewächte in die Tiefe:
Nur knapp drei Wochen später ereilt den ambitionierten Alpinisten das Schicksal. Bei der Bezwingung des 7.654 Meter hohen Chogolisa wurde Hermann Buhl von einer Schneewächte in die Tiefe gerissen, seine Leiche konnte nie geborgen werden. Noch heute erinnert der Hermann-Buhl-Weg im Karwendel an den Innsbrucker Alpinisten.
Erinnerung mit ehemaligen Bergkameraden:
Am 21. September, an Buhls Geburtstag und 50 Jahre nach der Erstbesteigung des Nanga Parbat, findet im 'Congress Innsbruck' eine große Benefizgala zur Erinnerung an diese herausragende Bergsteigerpersönlichkeit statt. Neben der Familie Buhls nehmen ehemalige Bergkameraden wie Kurt Diemberger und Marcus Schmuck daran teil.
Dem Vorbild die Ehre erweisen:
Aber auch Bergsteigergrößen von heute wie Reinhold Messner und Peter Habeler erweisen ihrem großen Vorbild in Vorträgen und Festreden die Ehre. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt einem Dorf in Pakistan am Fuße des Nanga Parbat zugute.
Informationen und Kartenvorverkauf:
Österreichischer Alpenverein
Zweig Innsbruck
fon: ++43/512/58 78 28
fax: ++43/512/58 51 07
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