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Anna Stöhr

Fischhuber Kilian

Anna Stöhr

Bacher Barbara

Harnisch Martina

Fischhuber Kilian

Stöhr und Fischhuber sind die Staatsmeister im Bouldern 2005

M2b Redaktion am 13.06.2005 - 11:58 Uhr

Im Weltcup mischen beide meist vorne mit und hatten damit die klare Favoritenrolle für die Staatsmeisterschaft im Boulder in Hall (Tirol) inne.

Stöhr vor Bacher und Harnisch
Bei der gelungenen Freiluftveranstaltung auf dem Vorplatz des Kurhauses Hall konnte sich zuerst einmal Anna Stöhr souverän gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Mit Barbara Bacher und Martina Harnisch platzierten sich zwei Kletterinnen, die insbesondere im Vorstieg (Lead) sehr viele Bewerbe bestreiten, auf den Podesträngen.

Nervenprobe für Fischhuber
Spannend verlief das Herrenfinale. Was zuerst nach einem klaren Start-Zielsieg für Kilian Fischhuber ausschaute, wurde beim vierten Boulderproblem plötzlich zur Nervenprobe für Fischhuber. Diesen Boulder schaffte er nicht, obwohl Martin Hammerer das Problem kurz zuvor souverän meisterte. Der fünfte Boulder ging aber wieder an Fischhuber und so lagen Heiko Wilhelm und Kilian Fischhuber mit je vier Topbegehungen gleich auf, wobei Wilhelm einen Bonusvorteil gegenüber Fischhuber aufwies. Der alles entscheidende sechste Boulder konnte von Fischhuber nach mehreren Versuchen bewältigt werden, was ihm schließlich den Staatsmeistertitel und insgesamt die zehnte Staatsmeistermedaille einbrachte.

Überraschender Erfolg
Eine Woche nach dem Gewinn des Staatsmeistertitels im Vorstieg in Großraming setzte sich Fischhuber erneut gegen die Konkurrenz.
Die beiden Titel kamen für den in Tirol lebenden Waidhofner etwas überraschend, denn nach dem Weltcup in Imst vor drei Wochen, wo er Sechster wurde, plagte er sich mit gesundheitlichen Problemen herum: "In Imst bekam ich einen Hexenschuss, dadurch hatte ich Probleme mit den Fingern und im Rücken. Beim Klettern ist das natürlich nicht optimal", sagte der für den OEAV Waidhofen kletternde Sportler. Die Einheiten bei einem Physiotherapeuten machten sich an diesem Wochenende erstmals bemerkbar: "In Großraming lief es noch nicht nach Wunsch. Besser ging es jetzt hier in Hall".
Nach den erfolgreichen Staatsmeisterschaften geht es für Kilian Fischhuber am kommenden Wochenende weiter im italienischen Fiera di Primiero, wo der nächste Boulder-Weltcup auf dem Programm steht. "Im letzten Jahr konnte ich dort gewinnen. Ich will heuer natürlich meinen Sieg verteidigen. Gegen die starke Konkurrenz wird das aber sehr schwer. Ich bin schon gespannt, wie meine Form am Wochenende sein wird, denn durch die Finger- und Rückenschmerzen in den letzten drei Wochen konnte ich nicht optimal trainieren."

Zehn neue Schiedsrichter ernannt
Gleichzeitig mit der Boulderstaatsmeisterschaft wurde der nationale Schiedsrichterkurs abgeschlossen. Damit stehen dem Klettersport ab sofort weitere zehn geprüfte Schiedsrichter zur Verfügung.

Bewerbung für Boulderweltcup 2006
Die ÖAV-Sektion Hall hat die Feuertaufe als Veranstalter bestanden: Tolle Routen - gebaut von Rupert Messner, Reinhard Fichtinger und Mario Waldner - sorgten für ordentlich Spannung und eine entsprechend aufgeheizte Stimmung. Das ideale Umfeld und die rundum gelungene Veranstaltung veranlassten Obmann Gerald Aichner zur Frage, ob es möglich wäre, vom Internationalen Kletterverband einen Boulderweltcup zu bekommen. Bürgermeister Vonmetz versprach die Unterstützung und so wird sich der ÖAV Hall beim ICC für die Austragung eines Boulderweltcup im Jahr 2006 bewerben. Die wäre der erste Boulderweltcup, den Österreich zu Hause erleben darf - Anna Stöhr und Kilian Fischhuber würden sich auch darüber freuen!

Quellen
- Pressemitteilung des ÖAV vom 12. Juni 2005
- Newsletter Kilian Fischhuber vom 12. Juni 2005


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